Kurz – VITA

Name Fritz Cremer
geb. / gest.
22.10.1906  –  01.09.1993
Bildhauer + Grafiker

Fritz Cremer – künstlerischer Werdegang

– geboren in Arnsberg im Ruhrgebiet

– 1922 – 25 Lehrausbildung zum Steinmetz in Essen

– 1925 – 29 Belegung von Abendkursen als Studium im Bereich Plastik / Bildhauerei an der Volkwangschule Essen; gleichzeitig arbeitet Fritz Cremer in einem Steinmetzbetrieb

– 1929 Stipendium der Stadt Essen zum Studium in Berlin an der Staatsschule für angewandte Kunst

– 1930 nach dem Beitritt zur KPD 1929 Mitgründer des Roten Studentenbundes an der Hochschule Berlin

– 1933 politische Aktivitäten und Unterschriftenaktion gegen den Ausschluss von Heinrich Mann und Käthe Kollwitz aus der Akademie der Künste durch die Nationalsozialisten

– 1934 – 38 Arbeit als Meisterschüler im Atelier von Wilhelm Gerstel und Studienreisen nach Frankreich, Italien und England

– 1936 für seine Arbeiten „Trauernde Frauen“ und „Sterbende Krieger“ wird Fritz Cremer mit dem preußischen Staatspreis geehrt

– 1937 Studienreise nach Rom

– ab 1938 hat Fritz Cremer ein Meisteratelier an der Berliner Akademie der Künste

– 1940 – 44 Wehrdienst; der Dienst wird 1942 unterbrochen, da Fritz Cremer mit dem angesehenen Rom – Preis geehrt wird und einen längeren Studienaufenthalt in Rom bekommt

– 1944 – 46 Gefangenschaft

– ab 1946 SED – Mitglied

– 1946 – 50 Der Bildhauer wird an die Kunstakademie nach Wien berufen und erhält eine Professur für Bildhauerei, lebt in Wien

– 1947 + 49 entstehen Mahnmale auf dem Wiener Zentralfriedhof und im Konzentrationslager Ebensee

– 1950 Leiter des Meisterateliers an der Akademie der Künste Berlin und Umzug nach Ost – Berlin

– 1953 Studienreisen nach China und die UDSSR

– 1956 Totenmaske von Bertold Brecht angefertigt

– in den Folgejahren entstehen zahlreiche weitere Mahnmale, wie das Buchenwald – Denkmal für das er 1958 den Nationalpreis der DDR erhält.

– 1967  Fritz Cremer fertigt sein berühmtestes Kunstwerk; Die Großplastik „Aufsteigender“ wird auf dem Gelände des UNO-Hauptquartiers in New York / USA aufgestellt: im gleichen Jahr wird der Bildhauer als Ehrenmitglied der Kunstakademie der UDSSR aufgenommen

– 1976 Auszeichnung für seine Arbeiten als „Held der Arbeit“

– 1977 Teilnahme an der documenta 6 in Kassel

– in den Folgejahren weitere Ausstellungen in Westdeutschland

– 1993 Ausstellung in Antwerpen im April,  fünf Monate später stirbt der Künstler Fritz Cremer kurz vor seinem 87. Geburtstag in Berlin

Kunstwerke von Künstler im öffentlichen Raum befinden sich u.a. in

Berlin, New York, Bremen, Wien, Buchenwald, Rostok, Magdeburg, Chemnitz

Ergänzende Angaben zum Leben des Bildhauers

Fritz Cremer ist im Alter von einem Jahr Halbweise, mit 16 Jahren Vollweise. Neben seinem Studium verdient er sich in einem Steinmetzbetrieb seinen Lebensunterhalt.

Fritz Cremer war mit Hanna Berger, einer Tänzerin, eng befreundet, die sich im Widerstand betätigte und verhaftet wird, jedoch 1944 fliehen und untertauchen konnte. Nach dem Krieg heiratete Cremer aber die Malerin Christa von Carnap mit der er die Tochter Katarina hatte.

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