Standort Werth-Str. / Adolf Röder Gasse in Wuppertal – Barmen
erstellt  1985
Künstler / Architekt Ulle Hees – Bildhauerin

Ja-Sager und Nein-Sager in Barmen

Das Barmer Bekenntnis von 1934 ist die inspirierende Vorlage für das Ja-Sager Nein-Sager Kunstwerk der Bildhauerin Ulle Hees in Wuppertal – Barmen.

Hierbei handelt es sich um eine Theologische Erklärung in der Anfangszeit des Nationalsozialismus in Deutschland Seitens der evangelischen Kirche. Dieses Bekenntnis, das Ende Mai 1934 in der Gemarker Kirche in Wuppertal-Barmen abgegeben wurde, führte schließlich zu mehrfachen Spaltungen innerhalb der evangelischen Landeskirchen in Deutschland. Diese Bekundung ist auch bekannt unter dem Begriff Barmer Bekenntnis. Bis heute gibt es die Bekennende Kirche in der Gemarker Kirche.

Kultur-Partner –   Ja-Sager Nein-Sager Stele – in Wuppertal Barmen

Mahnmal oder nicht?

Die Barmer Künstlerin Ulle Hees nahm sich der Thematik der Barmer Thesen an und schuf die Stele der Ja-Sager und Nein-Sager. Sie wurde in der Fussgängerzone mit Blick zur Gemarker Kirche aufgestellt und schafft hier den Bezug zur Bekenntniskirche. Dort wurden die Thesen 1934 verkündet.

Die Interpretation der Künstlerin wird durch die Darstellung einer Gruppe mit zum Gruß gehobenen Armen sehr in den Fokus des Nationalsozialismus gelenkt. Stellt sich dem Betrachter die Frage, ob die Grußbezeugung nun die Ja-Sager sind oder doch eher die Nein-Sager zu den Bekenntnissen der Kirche?

Liest man die kompletten sechs Thesen, so ist hierin keine Stellungnahme oder Ablehnung gegen die damals regierenden Nationalsozialisten zu finden. Auch wird hierin die Missachtung Denunzierung und Verfolgung Andersgläubiger und Denkender, wie es gegen die Juden damals schon erfolgte, nicht thematisiert.

Barmer Stele - Ja-Sager vor der Gemarker Kirche

Barmer Bekenntnisse

Einige Ausschnitte der Barmer Bekenntnisse stehen auf den vier Seiten der Stele. Nachfolgend die komplette These Nr 1

Jesus Christus spricht: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.   Joh. 14,6

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht zur Tür hineingeht in den Schafstall, sondern steigt anderswo hinein, der ist ein Dieb und Räuber. Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden.   Joh. 10,1.9

Jesus Christus, wie er uns in der Heiligen Schrift bezeugt wird, ist das eine Wort Gottes, das wir zu hören, dem wir im Leben und im Sterben zu vertrauen und zu gehorchen haben.
Wir verwerfen die falsche Lehre, als könne und müsse die Kirche als Quelle ihrer Verkündigung außer und neben diesem einen Worte Gottes auch noch andere Ereignisse und Mächte, Gestalten und Wahrheiten als Gottes Offenbarung anerkennen.

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Christliches Denkmal als Sonderedition

Mit diesem Ja-Sager Nein-Sager Denkmal in einer beliebten Fussgängerzone der Großstadt Wuppertal hat die Künstlerin ein Werk geschaffen, dass den Betrachter unweigerlich in einen inneren Disput hineinbringt. Was soll dieser Gruß in einer modernen Plastik? Ist dies überhaupt zeitgemäß? Die Interpretation ist im ersten Anschein sehr deutlich?

Zu diesem Thema lohnt auf jeden Fall ein Besuch in der nur einhundert Meter entfernten Gemarker Kirche.

Ein weiterer Guss der Plastik befindet sich im Düsseldorfer Landeskirchenamt.

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