Project Description

Aachen Stadtteile

Stadtteil – Geschichten

Kultur in Aachen-Stadtteile-Vorschaubild

Die Stadt Aachen Stadtteile sind in 7 Stadtgebiete mit gesamt 50 Stadtteile aufgeteilt. Vom geschichtsträchtigen Lousberg aus hat man bei klarer Sicht einen herrlichen Blick (fast) auf das gesamte Stadtgebiet. Dass nicht alle Stadtteile zu sehen sind, liegt an den Höhenunterschieden. Das Zentrum, am Fuße des Lousberg befindet sich ca. 170 m über dem Meeresspiegel. Der Tiefste Punkt Aachens liegt im Norden bei ca. 125 m, der höchste Punkt ist im Süden mit ca. 410 m. Die „sagenhafte“ Entstehung des Lousberg können sie dem Denkmalplatz und Skulpturenobjekt „Teufel und Marktfrau“ entnehmen.

3.500 Jahre alte Lousberg Geschichte

Tatsächlich ist der Lousberg, wie auch die Geschichte Aachens um einiges älter, als der Aachener Dombau. Schon während der Jungsteinzeit um 3.500 vor unserer Zeitrechnung wurde am Lousberg im Tagebau Feuerstein abgebaut, der für Werkzeuge gebraucht wurde. Das Feuerstein-Werk soll nach Berechnungen bis ca. 300.000 Halbfabrikate, Steine ohne Fertigschliff, für Beile bis nach Ostwestfalen in die Region Minden, sowie nach Hessen und nach Belgien geliefert haben. Das bedeutet einen Einzugsbereich von ca. 300 km Luftlinie. Der Kalkstein, aus dem der Lousberg vorrangig besteht, wurde zur Zeit der Römer im 1. Jh. auch zum Bau der römischen Thermen verwendet.

Kultur in Aachen Stadtteile – Denkmalplätze

  • Projekt Wege gegen das Vergessen

    Projekt Wege gegen das Vergessen

    Das Projekt Wege gegen das Vergessen ist ein dezentraler Denkmalplatz, der durch die Metalltafeln des Künstlers Prof. Klaus Endrikat dokimentiert wird....

  • Wege gegen das Vergessen in Aachen – Texte

    Wege gegen das Vergessen in Aachen – Texte

    Das Projekt Wege gegen das Vergessen in Aachen besteht aus gesamt 43 Mahntafeln mit informativen Texten. Die Tafeln sind im gesamten Stadtgebiet verteilt.

  • Tritonenbrunnen in Aachen

    Tritonenbrunnen in Aachen

    Der Tritonenbrunnen, der Wehrhafte Schmied, der Neptunbrunnen und eine Büste von Kaiser Karl sind Werke des Bildhauers Prof. Carl Burger aus Mayen.

  • Oppenhoff – Mahnmahl in Aachen

    Oppenhoff – Mahnmahl in Aachen

    Am 25. März 1945, wenige Wochen vor Beendigung des Zweiten Weltkrieges wurde Franz Oppenhoff, Oberbürgermeister der Stadt Aachen von einem Todes-Kommando vor seiner Haustüre ermordet.

Wandern Sie hier von Denkmalplatz zu Denkmalplatz – Aachen Stadtteile

 Aachen Stadtteile:

Aachen – Brand

Der Name „Brand“ für diesen Aachener Stadtbezirk hat sich vor über tausend Jahren entwickelt, als dieses einstmal sehr bewaldete Gebiet vor den Toren der Eifel von seinem Baumbestand immer mehr befreit wurde und hier viele Köhler und Holzfäller ihr Handwerk versahen. An vielen Stellen dieser Region stieg der Holzkohlenrauch in die Luft und war von weitem zu sehen. So sprach man denn auch immer von den Brandern, wenn man Bewohner und Arbeiter dieses Landstrichs meinte, die zur damaligen Zeit zur Abtei Kornelimünster gehörten. Im Brander Wappen ist das Feuer auf der unteren Hälfte abgebildet. Das Lieblingstier der Brander ist ihr Stier. Ein Horn, das so genannte „Korneliushorn“ als Zeichen ihrer ehemaligen Zugehörigkeit zu Kornelimünster übernahmen die Brander nur zu gerne. An dieses Horn hängten sie dann ganz einfach noch einen kompletten Stier als Symbol für Stärke und ihren ganz besonderen Starrsinn, wenn sie etwas erreichen wollten.

Aachen – Eilendorf

Urkundlich erwähnt wird Eilendorf erstmals im Jahre 1238 durch den Abt Florenz von Kornelimünster. Dolomitsteinbrüche und der Erzabbau, wie Galmei, waren Einnahmequellen und Arbeitsbereiche der Eilendorfer. Das Mittelalter bescherte Ihnen immer wieder Überfälle und Besatzungen durch verschiedene Truppen und Räuberbanden. Besonders schrecklich waren die Jahre von 1630 – 1640 während des 30-jährigen Krieges. Und schließlich hinterließ auch der kriegerische König Ludwig XIV seine Spuren. Der namhafte Kölner Diözesanbaumeister Heinrich Wiethase zeichnet im 19. Jahrhundert verantwortlich für die heutige Pfarrkirche St. Severin im neoromanichen Baustil. Erwähnenswert ist noch der Schießstand der traditionellen Karlsschützengilde. Für die olympischen Disziplinen im Sportschießen ist hier ein Leistungsstützpunkt. Am Ortsausgang in Richtung Stolberg befindet sich ein erhaltenswerter, aber nicht so leicht zu entdeckender jüdischer Friedhof.

Aachen – Haaren

Die Region des heutigen Aachener Stadtgebietes Haaren gehörte sicherlich zur Karolingischen Zeit zum direkten Gebiet des Aachener Königshofes Kaiser Karls. Namentlich wird Haaren im Jahre 1152 in den Annales Rodenses erwähnt. Erst von Frankreich besetzt, wurde Haaren schließlich sogar von ca. 1801 – 1814 französisch. Sicherlich eines der ältesten Gebäude ist das Gut Überhaaren. Dieses gut wird bereits im 13. Jahrhundert in kaiserlichen Unterlagen des Aachener Reiches genannt. Kulturelles Zentrum von Haaren ist die Welscher Mühle. Hier finden regelmäßige Ausstellungen, oftmals Aachener Künstler, statt. Die Welscher Mühle ist die einzige Wassermühle, deren Rad noch heute funktionsfähig ist und vom Haarbach betrieben wurde. Der jüdische Friedhof ist am Haarberg mit etwas Pfadfinderblut zu finden. Alte Grabsteine waren vor vielen Jahren als Böschungssteine entdeckt worden.

Aachen – Laurensberg

Die Soers ist die Tiefebene im Norden des Stadt und gehört zum Stadtgebiet Laurenzberg. Sie beheimatet den traditionsreichen Fußballverein Alemannia Aachen. Seit 2008 gibt es den „Neuen Tivoli“ und eine hervorragende Reitsportanlage des Aachen-Laurensberger Rennvereins. Liegt die Wiege des Reitsports in Aachen – Brand, so ist die Soers die Wiege des Weltreitersports und jedes Jahr im Sommer während des CHIO – Reit- und Springturniers im sportlichen Blickpunkt der ganzen Welt. Aus diesem Grund befinden sich in Aachen einige Pferdedenkmale in der Stadt. Insbesondere sind dies der „lachende Hengst“, die wilde Pferdegruppe vor dem Aachener Hauptbahnhof und natürlich das Denkmal vor dem Eingang des Aachen-Laurensberger Rennvereins.
Die Stadtteile von Laurensberg bilden nicht nur flächenmäßig Aachens größtes Stadtgebiet. Mit fast 200.000 Einwohnern leben hier auch ca. 70 – 80 % der Bevölkerung. In weiten bereichen grenzt Laurensberg an die Nachbarländer Niederlande und Belgien einschließlich des beliebten Dreiländerecks.

[recent_faq picture_size=“fixed“ layout=“carousel“ filters=“no“ columns=“1″ cat_slug=“werbung-aachen“ exclude_cats=““ number_posts=“6″ excerpt_length=“1″ animation_type=“fade“ animation_direction=“down“ animation_speed=“0.8″ class=““ id=““][/recent_faq]

Was? und Wo? in Aachen – die wichtigsten Links!

Aachen – Kornelimünster / Walheim

Dieser Stadtbezirk hat einen Doppelgemeindenamen. Kornelimünster nennt sich im Volksmund auch heute noch Münsterländchen. Der Nachfolger von Karl dem Großen, Kaiser Ludwig der Fromme, gründete zusammen mit Benedikt von Aniane die heutige Abtei zu Beginn des 9. Jahrhunderts als Erlöserkloster. Die Geschichte von Kornelimünster ist aber tausende Jahre älter. Eine Hinweistafel zeigt den Weg zu einem „gallo-römischen Tempelbezirk“. Die Lage dieser alten Tempelanlage befindet sich auf freiem Feld zwischen Kornelimünster in Richtung Breinig. Die Pilgerstadt beherbergt seit der Klostergründung einige der wichtigsten Heiligtümer der Christen, das Schweißtuch, der Lendenschutz und das Grabtuch Jesus. Später kam durch einen Tausch noch die Kopfreliquie des Kaisers Cornelius, der als Märtyrerkaiser bezeichnet wird, hinzu. Wallfahrten finden in einem Rhythmus von 7 Jahren statt. Dann werden die Heiligtümer den Pilgern gezeigt. Früher benutzten die Pilger die in Langerwehe hergestellten Aachhörner, die im Münsterländchen dann Korneliushörner genannt wurden. Diese Blashörner erzeugten einen unerhörten Klang.
Walheim liegt am weitesten südlich vom Stadtzentrum Aachens entfernt und hat ein eigenes kleines Geschäftszentrum. Alte Kalköfen bezeugen die industrielle Geschichte Walheims. Die belgische Grenze ist hier nicht weit entfernt. Bei Spaziergängen in die Eifel begegnet man sicherlich den steinernen Resten des Westwall aus dem zweiten Weltkrieg, der sich quer über Wiesengrundstücke hinzieht. Bekannt ist Walheim im sportlichen Bereich durch ihre Bundesligaringer und Judoka.

Aachen – Richterich

Dieses Stadtgebiet findet keine frühe urkundliche Erwähnung. Allerdings dürften hier auch schon Kelten ihre Spuren hinterlassen haben. Der Stadtbezirk Richterich ist ein überschaubares schönes Wohngebiet in dem das Schloss Schönau und die Wasserburg Haus Heyden im Stadtteil Horbach sehenswert sind. In der Kirche St. Martinus befindet sich die älteste erhaltene Orgel Aachens von ca. 1836. Ansonsten findet hier ein buntes Vereinsleben statt mit Schützen und Karnevalsvereinen.

Besuchen Sie auch die Städte der Regio Aachen

  • Kaiser Karl der Große
  • Ludwig Mies van der Rohe(Architekt)
  • Ewald Mataré (Bildhauer)
  • Karl Otto Götz (Maler)
  • Otto Graf Lambsdorf (Politiker)
  • Peter + Irene Ludwig (Kunstsammler und Mäzene)
Literatur- und Quellenhinweise:
Wo Wasser fließt und Bronze schimmert: Brunnen und Denkmale in Aachen; Anke Schütt und Oscar Hahnbück, Einhard-Verlag / Geheimnisvolles aus Aachen – Klatsch und Historie, Rosemarie Herrmann, Shaker-Verlag / Stadtbibliothek Aachen (Sonderbestände: „Der Schmed van Oche“, R. Brauer, „Echo der Gegenwart“)

Google Map Aachen

Basisdaten Aachen

Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Kreis: Städteregion Aachen
Einwohner ca.: 259.000
Stadtteile: 50 in 7 Stadtgebieten
Fluß / Gebirge / Region: Rur / Nordeifel / Dreiländereck D – NL – B
Sport: Alemannia Aachen / Fußball / Reitturnier CHIO /
Besonderheit: Karlspreis – Verleihung / Aachener Printen / RWTH Aachen / Aachener Tierpark Euregiozoo / Weltkulturerbe Aachener Dom / Heiligtumsfahrt
Int. Firmen: Zentis Marmelade / Lambertz Printen / Lindt Schokolade / Talbot
Kfz-Kennz.: AC
Postleitzahlen: 52056 – 52080
Tel.-Vorwahlen: 0241 / 02403 / 02405 / 02407 / 02408