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Andernach

die Geysir – Stadt am Rhein

Bäckerjungenbrunnen in Andernach

Andernach und seine Geschichte

Als die französischen Truppen unter König Ludwig XIV bei ihrem Abzug im 17. Jh. die Stadt Andernach niederbrennen und die Burganlagen zerstören, da ist die Besiedlungsgeschichte der Region um Andernach nachweislich schon etwa 500.000 Jahre alt. Aber der Zerstörungswut der Franzosen unter König Ludwig XIV. hält ein Turm stand, das heutige Wahrzeichen Andernachs. Dieser „Runde Turm“, erbaut um 1450, 56 m hoch, ist das weithin sichtbare, aber nicht das einzige Highlight der Stadt am Rhein.

Der größte „Kaltwasser-Geysir“ der Welt!

Die Stadt Andernach am linken Rheinufer feierte im Jahre 1988 ihr offizielles 2.000-jähriges Bestehen. Damit ist Andernach eine der ältesten deutschen Städte, und noch 60 Jahre älter als die von den Römern gegründete Stadt Köln. Die Gründung Andernachs geht nämlich nicht auf die Römer, sondern auf die Kelten zurück. Diese waren lange vor den Römern hier ansässig. Wann genau nun der keltische Ort ANTVNNACVM, Andernach, am Rhein gegründet worden ist, kann nicht belegt werden. Beim römischen Eroberungsfeldzug mit zwei Rheinüberquerungen nördlich Andernachs in den Jahren 55 und 53 vor Christus bezeichnet Julius Cäsar das Gebiet als keltisches Territorium.

Jäger und Künstler

Auch die Kelten waren nicht die ersten Bewohner dieser Region. Eigentlich müssten die Andernacher eine 500.000 – Jahrfeier abhalten. Schon der „homo erectus“, einer unserer Vorfahren, siedelte hier, bis er vom „homo sapiens“ vertrieben wurde. Im Andernacher Stadtteil Miesenheim befindet sich eine der ältesten europäischen Fundstellen menschlicher Siedlungen des „homo erectus“.
Was für kreative Künstler die Jäger in der Eiszeit waren, das belegen Funde aus der Altsteinzeit vor etwa 14.000 Jahren. Neben Gebrauchsgegenständen wurden geschnitzte Figuren gefunden. Das Frauen schon in der Frühzeit der Menschen reizvolle Objekte waren belegen die Funde einiger Frauenfiguren. Sie wurden aus Elfenbein gefertigt, dass die Jäger sicherlich von den gejagten Mammuts hatten. Das Wollhaarmammut war ein wichtiger Nahrungslieferant und die Felle für Kleidung und Zelte begehrt. Die letzten Mammuts starben wohl erst vor etwa 4.000 Jahren aus.

Kultur in Andernach – Denkmalplätze – Stadtführer

  • Kaltwasser Geysir in Andernach

    Kaltwasser Geysir in Andernach

    Weltbekannt ist der Geysir in Andernach, mit der höchsten Wasserfontäne der Welt, die alle 100 Min. in die Luft schießt? Wissen Sie warum? - lesen Sie hier!

  • Der Runde Turm in Andernach

    Der Runde Turm in Andernach

    Der Runde Turm ist Andernachs Wahrzeichen mit dem Loch, dass die Franzosen bei einem vergeblichen Sprengversuch vor über 325 Jahren hinterlassen haben...

  • Spiegel-Container Mahnmal in Andernach

    Spiegel-Container Mahnmal in Andernach

    Ein Spiegel-Container als Mahnmal, versehen mit ca. 2000 Namen verschleppter und getöteter Menschen aus dem Rheinland, initiiiert von Andernacher Bürgern.

  • Jüdischer Friedhof in Andernach

    Jüdischer Friedhof in Andernach

    Juden siedelten früh in Andernach, wurden aber oft vertrieben. Im 13. Jh. wurde die erste Synagoge zerstört, ein erster jüdischer Friedhof in Andernach ist unbekannt!

  • Alter Krahnen in Andernach

    Alter Krahnen in Andernach

    Der Alte Krahnen in Andernach ist 450 Jahre alt, war 350 Jahre in Betrieb, hat das verheerende Treibeis des Rheins 1784 überstanden. Wie? Lesen Sie hier!

  • Bäckerjungen – Brunnen in Andernach

    Bäckerjungen – Brunnen in Andernach

    Vor dem Stadttor Andernachs treiben sich Gestalten herum, die die Stadt überfallen wollen. Nur die Bäckerjungen schlafen nicht und haben eine stechende Idee

Wandern Sie hier von Denkmalplatz zu Denkmalplatz in Andernach

Kelten, Römer, Franken

Die Besiedelung der Region Andernach hatte wohl mehrere Gründe. Der Rhein als Transportmöglichkeit, aber auch als Schutzgrenze gegen andere Volksstämme und sicherlich das milde Klima, da das Gebiet vulkanischen Ursprungs ist und hier wohl Menschen sehr früh ausreichend Nahrung fanden.
500 Jahre vor unserer Zeitrechnung machten sich jedenfalls die Kelten zwischen West- und Osteuropa breit. Diese legten die Grundsteine Andernachs. Dann kam Julius Cäsar mit seinen Legionen und eroberte Europa nördlich der Alpen zunächst bis zum Rhein. Der vermutlich von den Kelten schon angelegte Rheinhafen wurde von den Römern ausgebaut und intensiv genutzt. ANTVNNACVM, Andernach, entwickelte sich zu einem Handelsplatz. Die Franken machten um 450 Andernach zum Sitz des Frankenkönigs Theudebert II.
Basalte und Tuffsteine wurden Exportschlager und besonders für den Bau von Kirchen und Fürstenhöfe benötigt. Aber auch Weinfässer gingen schon per Schiff in Richtung Niederlande und nordische Länder. Im Hafenbereich entstand 1561 eine technische Neuheit, der größte Binnengewässerkran seiner Zeit. Die Technik funktioniert auch heute noch.

Was? und Wo? in Andernach – die wichtigsten Links!

Impressionen aus Andernach

Andernachs Stadtgebiete

Andernachs Innenstadt, insbesondere der Altstadtbereich wurde während der Luftangriffe 1944 /45 überwiegend verschont. Daher stehen hier zahlreiche erhaltene Bauwerke und Zeitzeugen des Mittelalters. Insbesondere sind dies die Christuskirche, ehemals ein Franziskanerkloster, die Liebfrauenkirche und die Michaelskapelle. Die jüdische Mikwe ist ebenfalls aus dem 13. Jahrhundert.
Die heutigen Stadtteile Andernachs, Eich, Kell, Miesenheim und Namedy haben sich teils unterschiedlich entwickelt. Gemeinsam dürften alle haben, dass die Bewohner schon früh durch den Abbau von Basaltlava und Tuffstein ihr Geld verdienten. Noch heute gibt es in Eich tätige Betriebe, die das vulkanische Gestein am „Eicher Sattel“ gewinnen.

Besuchen sie hier Koblenz und die Städte des Kreises Mayen-Koblenz

Tönissteiner Heilwasser und der Kaltwassergeysir

Der Ort Kell ist besser bekannt, nennt man auch den Namen Ortsteilnahmen „Tönisstein“. Die Heilquellen von „Bad Tönisstein“ wurden schon von den Römern geschätzt. Später wurde Bad Tönisstein vor allem von dem Kölner Adel als Badeort geliebt. Kurfürst Clemens August hinterließ entlang des Rheins seine architektonischen Spuren nicht nur beim Bau des Brühler Schlosses. Auch das siebenseitige Brunnenhaus und eine Kapelle in Andernach-Bad Tönisstein zeigen die Handschrift seiner Zeit. Tönissteiner Sprudel ist ein bekanntes Markenzeichen für Mineralwasser geworden.
Die Ortschaft Miesenheim ist ein richtiges Eldorado für Archäologen. Hier wird die Historie Andernachs und auch Europas durch vielerlei Funde eindrucksvoll belegt.
In Namedy ist auch heute noch das europäische Adelsgeschlecht der Hohenzollern als Eigentümer der Burg Namedy präsent. Doch bekannt ist dieser Ort auf Grund seines Geysir, der eine Kaltwasserfontaine bis zu 60 m hoch in die Luft katapultiert. Dieses besondere Naturereignis wurde erstmals um 1903 bei der Bohrung nach kohlesäurehaltigem Wasser beobachtet. Der Geysir befindet sich auf einer Halbinsel eines toten Rheinarms. Seit 2009 kann der weltweit größte Kaltwasser-Geysir nun täglich bei seiner „Arbeit“ beobachtet werden!

Auswahl bedeutender Bürger von Andernach:

  • Johann Winter  –  Humanist 16. Jahhundert
  • Jakob vom Omphal  –  Humanist 16. Jahhundert
  • Adolf Kolping jr  –  Kath. Theologe
  • Charles Bukowski  –  amerik. Schriftsteller
  • Lorenz Betzing  –  deutscher Spion für die DDR
  • Rainer Castor  –  Autor von Perry-Rhodan-Romanheften
  • Guido Unger  –  Karate-Team-Weltmeister
  • Inge Helten  –  Leichtathletin 100 m Weltrekord und Olympia – Silber

Google Map Andernach

Basisdaten Andernach

Bundesland: Andernach
Landkreis: Mayen – Koblenz
Einwohner ca.: 30.000
Gemeindegebiete: 5  +  1  Stadtteile
Fluß / Gebirge / Region: Rhein (linksrheinisch), Nette, Neuwieder Becken
Sport: DJK Andernach, Leichtathletik-Olympiamedaillen,
Weltrekorde
Besonderheit: eine der ältesten Städte Deutschlands, Kaltwasser Geysir,
Bad Tönissteiner Heilquellen
Int. Firmen: ThyssenKrupp Rasselstein, Weißblechherstellung
Kfz-Kennz.: MYK / MY
Postleitzahlen: 56626
Tel.-Vorwahlen: 02632, 02636