Project Description

Köln – die linksrheinischen Stadtteile

Ehrenfeld, Nippes, Chorweiler, Lindenthal und Rodenkirchen

Köln-Rodenkirchen-Altstadt

Etwa zweidrittel der städtischen Bewohner leben in Köln – linksrheinisch. Hier liegt der von römischen Feldherren begründete Ursprung der Millionenstadt. Sie hat sich im Laufe von nunmehr fast 2.000 Jahren ständig vergrößert. Die Stadt war durch die Protektion römischer Kaiser, der früh verliehenen Stadtrechte, der wirtschaftlich und politisch guten Lage am Rhein, schon bald ein Machtzentrum in Europa. Hinzu kam, spätestens mit dem Raub der Gebeine der „Heiligen drei Könige“ in Mailand, die Bedeutung Kölns als Pilgerstadt und kirchliches Machtzentrum, das sich bis in die heutige Zeit erhalten hat. Köln ist eines der einflussreichsten Bistümer im Vatikanstaat und nach Chicago auch das reichste katholische Bistum.

Kölns Stadtzentrum mit der historischen Altstadt und Zentrum liegt ebenfalls linksrheinisch und wird von den nachfolgend kurz beschriebenen 5 Stadtbezirken Ehrenfeld, Nippes, Chorweiler, Lindenthal und Rodenkirchen mit ihren zahlreichen Veedel (Stadtviertel) begrenzt.

Ehrenfeld

Der Kölner Stadtbezirg Ehrenfeld hat eine vielseitige Kulturszene, sowie abwechslungsreiche Restaurants aller Genussrichtungen, Bars, Kneipen und Kinos. Der Name dieses Kölner Stadtbezirks kommt von seiner Bedeutung in frühen Jahrhunderten und im Mittelalter. Hier siedelten sich Familien an, die Ackerbau betrieben. Ehrenfeld wurde zur Kornkammer Kölns. Das ländliche aufstrebende Ehrenfeld konnte sich aber kaum 10 Jahre nach Erhalt der Stadtrechte als eigenständige Stadt behaupten. 1888 wurde Ehrenfeld Köln angeschlossen. Ehrenfeld wurde vom Ackerbau zum wichtigen Industriestandort für die expandierende Stadt, woraus sich die bunt gemischte Bevölkerungsgruppe des heutigen Ehrenfeld entwickelte.

Das „Wahrzeichen“ der Ehrenfelder ist ein ständig leuchtender Turm, der „Heliosturm“. Er ist ein Relikt der elektrotechnischen Firma Helios AG, die sich auch mit der Leuchtstofftechnik beschäftigte, allerdings die Wirtschaftskrise nicht überstanden hatte und in deren Lichter schon in den 1930er Jahren erloschen. Seit 1996 leuchtet der unter Denkmalschutz stehende Turm wieder. Ansonsten findet man in Ehrenfeld viele Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnik, Ebenso erinnert eine Messingschiene mit Inschrift des selben Künstlers an die Ermordung von 1.000 Sinti und Roma.

Kultur in Köln – linksrheinisch – Denkmalplätze – Stadtführer

  • Flora – Botanischer Garten in Köln

    Flora – Botanischer Garten in Köln

    Die Flora, botanischer Garten, Gebäude zum Lustwandeln, intime lauschige Ecken und ein Eldorado für Blumenfreunde. Entdecken Sie die versteckten Kunstwerke

  • August Broichschütz auf Melaten in Köln

    August Broichschütz auf Melaten in Köln

    August Broichschütz lebte neben seinem Säulenofen in der Stammkneipe. Selbst auf dem Friedhof Melaten muss er nicht auf diesen Ofen verzichten.

  • Barthonia Brunnen in Köln

    Barthonia Brunnen in Köln

    Der Barthonia Brunnen in Ehrenfeld gibt mit über 500 Zeichen Rätsel auf. Welche Schrift, Sprache oder Mitteilung steckt dahinter. Was hat 4711 damit zu tun?

  • Sinti und Roma – Spur der Erinnerungen in Köln

    Sinti und Roma – Spur der Erinnerungen in Köln

    Eine Spur der Erinnerungen hat Gunter Demnig einmal mit einer roten Linie in Köln aufgezeichnet. Heute erinnern Schiftbänder im Boden an diese Menschen...

Wandern Sie hier von Denkmalplatz zu Denkmalplatz im linkssrheinischen Köln

works in progress….      weitere Geschichten werden folgen!

Nippes

Dieser linksrheinische Stadtteil Kölns geht wohl auch auf die Römerzeit zurück. Das belegen einige Funde aus denen unter anderem auch zu schließen ist, das hier eine Römerstraße war. Der Name selbst taucht nachweislich erst sehr spät um 1549 in einer Urkunde auf. Die Bürger von Nippes hatten hinsichtlich Bierbraukunst nicht so strenge Regelungen wie die damaligen Kölner. So entstanden hier eine Vielzahl kleiner und größerer Brauereibetriebe, die auch immer einen Ausschank hatten. Das Brauen des untergärigen Bieres war in Köln komplett verboten. Die Kölner Bürgerschaft aber wusste das Bier der Nippesser Brauer zu schätzen. Von daher pilgerten diese häufig in die Nachbargemeinde. Weniger des Bieres wegen, sondern wegen des täglichen Marktes kommen heute viele Besucher nach Nippes.

Chorweiler

Der Stadtbezirk Köln – Chorweiler ist in weiten Teilen ein reiner Wohn- und Erholungsbezirk für die Kölner. Eine aus vielen ehemaligen Kiesgruben künstlich entstandene große Seenplatte, der Fühlinger See, lockt bei schönem Wetter tausende hinaus nach Chorweiler. Auch die Ruderer haben hier ihre Rennstrecke mit einer Regattabahn. Doch international bekannt ist der Fühlinger See für seine Open Air Festivals, wie u.a. eines der größten Reggaefestivals der Welt.

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Was? und Wo? in Köln – die wichtigsten Links!

Lindenthal

Lindenthal kann gleich mit „zwei“ großen städtebaulichen Projekten aufwarten. So ist dies die Kölner Universität und der Melatenfriedhof, sicher neben dem Wiener Zentralfriedhof einer der bedeutendsten Friedhöfe im deutschsprachigen Raum und ein Denkmalplatz ganz besonderer Art. Das Universitätsklinikum, die frühere Heil- und Pflegeanstalt Coeln-Lindenburg, wurde durch eine zweckgebundene Geldspende von Johann Heinrich Richartz initiiert, der ein gutes Krankenhaus nur für Kölner Bürger haben wollte. Der Stadtbezirk Lindenthal ist Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden. Ein ländliches Gebiet mit unzähligen kleinen Höfen wurde für Köln zu einem riesigen Wohnpark konzipiert. Die Weitsichtigkeit einiger Kölner hinsichtlich industrieller Entwicklungen und damit verbunden, einem stetigen Bevölkerungszuwachs, ist die heutige Größe Kölns zu verdanken. Namentlich waren dies die Herren Fühling und Thelen. Das Konzept ging auf und Lindenthal wurde eines der bevorzugtesten Wohngebiete Kölns. In diesem Stadtbezirk befand sich zu diesem Zeitpunkt schon der Melaten-Friedhof. Er geht zurück auf die zeitweilige Besatzung Kölns durch die Franzosen und wurde in die städtebauliche Planung einbezogen. Nach dem ersten Weltkrieg gab es während der Weimarer Republik einen weiteren Bauboom in Köln. Insbesondere auch Konrad Adenauer als Kölner Oberbürgermeister forcierte einen qualitativ gehobenen Wohnungsbau. Konrad Adenauer wurde als OB von den Nazis schließlich abgesetzt. Er wurde nach dem Krieg der erste Deutsche Bundeskanzler und ist damit einer der bedeutendsten Politiker Kölns. (Denkmalplatz: Adenauer – Denkmal).

Impressionen der Kölner Stadtbezirke

Rodenkirchen

In Rodenkirchen geht Mann und Frau am Rhein spazieren, führt den Hund aus und legt sich bei schönem Wetter in den Sand des Rheins. Den Strandbereich nannte man früher auch „die kölsche Riviera“. Überlieferte Fotos zeigen Badende am Rhein. Allerdings waren aus Anstand und Sitte die Badebereiche für Männer und Frauen durch einen Zaun abgetrennt. Ob es was genützt hat, dürfte bezweifelt werden.

Schwimmen erlaubt – aber gefährlich!

Das Wasser des Rheins hat eine Reinheit, dass darin auch geschwommen werden kann. Doch Achtung: zu weit sollte sich niemand hinaus wagen, denn die Strömung des Rheins ist gewaltig. Rodenkirchen und sein zugehörigen Stadtteile werden häufig auch Kölner-Süden genannt. Schon sehr früh standen hier Häuser sehr nahe am Wasser. Rodenkirchen war einst ein Fischerdorf. Daran erinnert insbesondere die Gaststätte „Zum Treppchen“ aus dem Jahre 1556. Unmittelbar davor steht das Fährhaus als doppelstöckiger Fachwerkbau, heute ebenfalls ein gutes Restaurant. Gleich daneben die Maternus-Kapelle mit seinen Hochwassermarkierungen. Und Rodenkirchen stand oftmals unter Wasser. Eine besondere Attraktion für Schaulustige ist das moderne Schutzwandsystem, dass Häuser und Bewohner heute von Rodenkirchen bis zur Kölner Altstadt vor den gewaltigen Wassermassen des Rheins schützen soll. Über das verheerendste Hochwasser im 18 Jahrhundert steht mehr zu lesen bei Denkmalplatz- Hochwassermarken Rodenkirchen; Denkmalplatz – St. Martin – Platz; … und und. Dass die Rodenkirchener nicht unbedingt die Kölschtrinker sind, sondern schon vor 400 Jahren einen guten Wein zu schätzen wussten, das belegen Schutzwälle gegen das Hochwasser, die allein für ihren Weinanbau angelgt wurden. Die Kölner Bucht war immer schon eine sonnige Region zwischen der Eifel und dem Bergischen Land, so dass Rheinwein hier Tradition hat.

Weitere Stadtinfos und Denkmalplätze findet Ihr auf den Seiten

  • Julia Agrippina – Römische Kaiserin, Mutter von Kaiser Nero
  • Hildegard von Bingen – Heilige und Benediktinerin
  • Konrad Adenauer – 1. deutscher Bundeskanzler
  • Edith Stein – Nonne und Philosophin
  • Anton Räderscheid – Maler
  • Willy Schneider – Sänger
  • Willy Millowitsch – Volksschauspieler
  • Heinrich Böll – Schriftsteller
  • Heinz Günter Konsalik – Schriftsteller
  • Peter Müller „de Aap“ – Boxer
  • Alfred Neven Dumont – Verleger
  • Trude Herr – Schauspielerin, Sängerin
  • Josef Frings – Kardinal
  • Georg Meistermann – Glasmaler und Künstler
  • Ernst Wilhelm Nay – Maler
  • Wolfgang Graf Berghe von Trips – Autorennfahrer
  • Jack White – Produzent Udo Kier – Schauspieler
  • Wolfgang Overath – Fußballweltmeister
  • Heiner Lauterbach – Schauspieler
  • Ottmar Liebert – Gittarist
  • Jürgen Becker – Kabarettist
  • Dirk Bach – Schauspieler
  • Wolfgang Nideggen – Musiker
  • Sigmar Polke – Maler
  • Gerhard Richter – Maler
  • H.A. Schult – Konzept- und Installationskünstler
  • Harald Schumacher – Fußballnationaltorwart
  • Johann Adam Schall von Bell – Jesuit und Missionar
  • Willy Ostermann – Komponist und Sänger
  • Heinz Kühn – SPD Politiker
  • Mildrid Scheel – Präsidentin der Deutschen Krebshilfe
  • Tommy Engel – Musiker
  • Frank Schätzing – Schriftsteller
  • Uwe Krupp – Eishockey-Bundestrainer
  • Stefan Raab – Entertainer Alexander
  • Graf Lambsdorff – Politiker
  • Florian Henckel von Donnersmarck – Filmemacher
  • Britta Heidemann – Fecht-Olympiasiegerin

Google – Map Köln

Basisdaten Köln

Bundesland: NRW
Kreis: Köln (Kreisfreie Stadt)
Einwohner ca.: 1.020.000, Platz 4 in Deutschland
Stadtgebiete: 9 Stadtbezirke mit gesamt 86 Stadtteilen
unterteilt in 371 Veedel = Stadtviertel (eine Kölner Besonderheit)
Fluß / Gebirge / Region: Rhein / Kölner Bucht
Sport: 1. FC Köln / Fußball – Bundesliga; Fortuna Köln / Fußball; Rot-Weiss Köln / Hockey; Kölner Haie / DEL – Deutsche Eishockey Liga
Besonderheit: UNESCO Weltkulturerbe Kölner Dom / Kölner Karneval / Kölsch – das Kölner Bier / Art Cologne – Kunstmesse / Kölner Zoo / Köln ist die größte katholische Diozöse
Int. Firmen: FORD – Autohersteller / WDR / Messe Köln / RTL-Gruppe / Flughafen Köln-Bonn
Kfz-Kennz.: K
Postleitzahlen: 50667–51149
Tel.-Vorwahlen: 0221; 02203; 02232; 02233; 02234; 02236