Kurz – VITA

Name Adolf Wamper
geb. / gest.
23.06.1901  –  22.05.1977
Bildhauer

Werke auf Denkmalplatz

– Düren

Adolf Wamper – künstlerischer Werdegang

– geboren in Würselen

– kaufmännische Ausbildung

– 1923 – 27 Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Aachen mit Meisterschülerabschluss

– Ausbildung in der Malerei bei August von Brandis

– ab 1927 freischaffender Künstler mit Ausstellungsbeteiligungen auch in Frankreich und Spanien

– 1933 Mitglied der NSDAP und der Reichskulturkammer

– 1935 geht der Künstler nach Berlin

– Beteiligung an der Gestaltung der Oper in Charlottenburg

– 1936 – 40 Teilnehmer an der großen deutschen Kunstausstellung in München

– 1944 Aufnahme in die Liste der Gottbegnadeten Künstler durch Adolf Hitler

– ab März 1945 Wehrdienst

– April 1945 Gefangenschaft in Remagen

– 1945 in amerikanischer Gefangenschaft in dem Lager Remagen formt der Künstler eine „schwarze Madonna“ aus Schlamm, die ihn bekannt macht

– 1948 – 70 Dozent, später Leiter an der Folkwangschule in Essen im Fachbereich Bildhauerei

– 1961 mahnende Plastik an die Fliegerangriffe am 16. November 1944 in Düren

– Adolf Wamper stirbt kurz vor seinem 76. Geburtstag

Kunstwerke von Adolf Wamper im öffentlichen Raum befinden sich u.a. in

Düren, Essen, Remagen

Ergänzende Angaben zum Leben des Bildhauers

Adolf Wamper gilt in der Zeit des deutschen Nationalsozialismus als ein Vertreter dieser Kunstauffassung. Zu seinen Freunden zählte unter anderem Arno Breker. Trotz seiner starken Nähe zu Adolf Hitler und anderen führenden Personen des Nationalsozialismus während des zweiten Weltkrieges bekommt Adolf Wamper schon 1948 eine Anstellung als Bozent für Bildhauerei an der Folkwangschule. 1970 wird ihm sogar die Verleihung eines Professorentitels zu Teil. Dennoch bleibt die Einstellung des Künstlers zum deutschen Terrorregime ein dunkler Punkt, der wohl nie ganz aufgeklärt werden wird.

In düren steht das Mahnmal „MEMENTO“ das an die verheerenden Bombenangriffe der Alliierten erinnert. Adolf Wamper hat es geschaffen. Doch auch hier gibt es viele, die ihm zumindest sein Schweigen und sein künstlerisches Andienen an die Nazis zum Vorwurf machen. Der Bildhauer Adolf Wamper polarisiert über seinen Tod hinaus. Seit seinem Beginn an der Folkwangschule bis zu seinem Tod lebte der Bildhauer in Essen.

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