Standort Lichhof, Köln-Altstadt
erstellt 1994
Künstler
Kultur-Partner

HIV – das Todesvirus

In den 80er Jahren entwickelte sich AIDS, zunächst unterschwellig, verharmlost und wenig beachtet, da man diese Erkrankung auf bestimmte Menschengruppen abtun wollte. Doch  der Ansteckungsweg dieser Erkrankung machte nicht vor der westlichen Zivilisation halt. Sie erfasste alle Bereiche unserer Gesellschaft. Viele Menschen infizierten sich mit dem HI-Virus. Mittlerweile sind medikamentöse Behandlungen möglich, die den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen, doch heilbar ist der Virusbefall, einmal im menschlichen Körper, bisher nicht.

Kultur-Partner „AIDS Säule in Köln“

Das „Namen und Steine Projekt“

Vor allem im ersten Jahrzehnt nach Ausbruch dieser modernen Zivilisationskrankheit standen viele Betroffene und Angehörige alleine mit ihrem Problem, den Schmerzen und hilflosem Zusehen, wie Freunde oder Familienangehörige jung sterben mussten. So entstanden zahlreiche Selbsthilfegruppen auf der ganzen Welt.

Eines dieser Projekte, mit denen Menschen einerseits auf sich aufmerksam machen wollen und gleichzeitig eine Möglichkeit haben, gemeinsam öffentlich zu trauern, ist die Aktion „Namen und Steine“.

In Köln wurde 1994 eine roh behauene Steinstele, die AIDS Säule, als Gedenkstätte aufgestellt. Der Name des Platzes, auf dem sich seitdem der Denkmalplatz befindet ist der Lichhof neben der Kirche St. Maria im Kapitol und damit hier „Programm“, denn Lichhof bedeutet auf Hochdeutsch „Leichenhof“.

Die Stele ist versehen mit einem Satz (auch Haiku genannt) der Dicherin Gitta Benasseni:

“Auch das Feuer seht, nicht nur das fallende Laub, wenn der Sommer geht.”

Eine weitere Inschrift lautet:

„Dem Gedenken aller, die an den Folgen von Aids gestorben sind.“

Insbesondere wollen die Initiatoren, die Psycho-Soziale-Arbeitsgemeinschaft Köln im Arbeitskreis AIDS an die vielen Kölner erinnern, die den Folgen der Krankheit erlegen sind.

Wandern Sie hier von Denkmalplatz zu Denkmalplatz in Köln – Zentrum

 Safer Sex – Werbung für Condome

Inzwischen ist es kein Tabuthema mehr, über AIDS und HIV zu sprechen. Weltweit setzen sich viele namhafte Personen, Künstler, Politiker, Unternehmer und immer mehr junge Menschen in öffentlichen Werbekampagnen für geschützten Sex ein. Die Ansteckungsraten sind zumindest in der westlichen Welt rückläufig oder bleiben auf einem niedrigen Niveau stehen. Doch jeder Tote, ist ein toter Mensch zu viel.

Weitere Denkmalplätze des „Name und Stein“ Projektes sind u. a. in Aachen, Düsseldorf, Wuppertal, Berlin, Frankfurt am Main und Wien / Österreich.

Webseiten für Betroffene, Freunde, Arbeitskollegen und Interessierte:

www.aktiv-gegen-das-Vergessen.de
www.AidsMemorial.info

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