Standort Markt, Herzogenrath-Kohlscheid
erstellt 1991
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Beginn des Steinkohlebergbaus

Die Stadt Herzogenrath und die niederländische Stadt Kerkrade haben eine über tausendjährige gemeinsame Geschichte. Dies zeigt sich in vielerlei Hinsicht und natürlich auch beim Steinkohlebergbau. Der Bergarbeiterbrunnen im Herzogenrather Stadtteil Kohlscheid ist ein Denkmal in Erinnerung an den in dieser Region beginnenden und damit ältestem Steinkohlerevier in Europa. Das Aachener Kohlerevier, auch Wurmrevier genannt und Teil des limburgischen Kohlereviers erstreckte sich von Belgien über die Niederlande bis hin zu den Flussläufen Wurm und Inde. Das Denkmal Bergarbeiterbrunnen steht am Markt vor der Kirche St. Katharina.

Kulturpartner Bergarbeiterbrunnen in Herzogenrath:

900 Jahre Steinkohle

Das Kloster Rolduc in Kerkrade, Niederlande, beherbergt unter anderem einige Urkunden und Schriftstücke aus dem 12. Jahrhundert in denen die Steinkohlevorkommen und deren Nutzung schon erwähnt werden. Der große industrielle Kohleabbau in Europa begann jedoch erst etwa 400 Jahre später. Von diesem Zeitpunkt an bis zum Jahre 1969, zuletzt in der Grube Gouley, wurde hier in Herzogenrath-Kohlscheid Kohle gefördert. In der Blütezeit nach dem zweiten Weltkrieg gab es in Kohlscheid insgesamt 6 Gruben, namentlich waren dies: Gouley, Hankepank, Kämpchen, Laurweg, Sichelscheid und Spidell, wobei die Grube Laurweg schließlich mit der Grube Gouley zusammengelegt wurde. 1992 endete die über 400-jährige Geschichte des Steinkohlebergbaus im Wurmrevier, als im letzten verbliebenen Bergwerk, der Grube Anna in Alsdorf, letztmalig Steinkohle ans Tageslicht befördert wurde.

EBV in KohlscheidZahlreiche Denkmalplätze in den Bergbaustädten der Euregio Aachen wie Alsdorf, Baesweiler, Eschweiler und Herzogenrath sind Zeugen dieser vergangenen Bergarbeitertradition. Jedes Denkmal erzählt eine Geschichte des Bergbaus und berichtet über zahlreiche Schicksale, insbesondere eine Vielzahl von Todesfällen der Kumpels unter Tage.

Der Bergarbeiterbrunnen in Kohlscheid zeigt zwei Bergleute über Tage aus den Anfängen der Kohleförderung wie sie per Hand die Steinkohle in einem Kübel aus der Tiefe nach oben befördern.

In Kohlscheid befand sich seit dem Jahre 1913 der Hauptsitz des EBV, Eschweiler Bergwerks Vereins, der nach dem Zusammenschluss mit dem konkurrierenden Bergbauunternehmen “Vereinigungs-Gesellschaft” fast alle Gruben im Aachener Revier betrieb. Heute gehört der EBV zur Ruhrkohle AG.

Quelle: u.a. www.rheinische-industriekultur.de

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