Standort Fuhlsbüttler Straße 756, 22337 Hamburg
erstellt
Künstler Fritz (Friedrich Wilhelm) Schumacher – Architekt  / Oskar Ulmer – Bildhauer
Kultur-Partner

Johann Wilhelm Cordes-Denkmal für den Architekten des Ohlsdorfer Friedhofs

Johann Wilhelm Cordes, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Schauspieler, lebte von 1840 bis 1917. Mit ca. 36 Jahren bekam er als Architekt den Auftrag des Hamburger Senats einen großflächigen und außerhalb der Stadt Hamburg gelegenen Friedhof zu realisieren. Ein Grundstück in der Größe von über 100 Hektar war vorhanden. Von da an lebte Wilhelm Cordes für und auf seinem Ohlsdorfer Friedhof. Vom Bauleiter avancierte er bis zum Friedhofsdirektor. Diese Tätigkeit übte er bis zu seinem Tode im Jahre 1917 aus.
Zahlreiche Gebäude auf dem Friedhof tragen die Handschrift von Wilhelm Cordes. Als er starb war der Friedhof auf ca. 200 Hektar angewachsen. Heute ist der Ohlsdorfer Friedhof mit knapp 400 Hektar etwa doppelt so groß.Zwei weitere Friedhöfe wurden von dem Architekten noch entworfen und schließlich realisiert. Der Friedhof Bergedorf in Hamburg und ein Friedhof in Flensburg.

Kultur-Partner „Cordes-Denkmal in Hamburg“

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Bildhauer Oscar Ulmer

Zu Ehren des engagierten Hamburgers, der in Wilhelmsburg geboren war, errichteten Fritz Schumacher als Entwurfsarchitekt zus. mit Friedrich Schünemann das Cordes-Denkmal. Der Bildhauer Oskar Ulmer, lebte 1888 – 1963 / 64, fertigte die Büste von Wilhelm Cordes.
Oscar Ulmer hat eine Vielzahl von Grabdenkmälern gefertigt. Bildhauerei hatte er an der Kunstakademie in München bei Adolf von Hildebrandt studiert. Oftmals wurde er für den städtischen Architekten Fritz Schumacher an dessen Gebäuden für schmuckhafte Ornamentik tätig. Nach Angaben des Föderkreises Ohlsdorfer Friedhöfe.e.V. war Oscar Ulmer auch künstlerisch an dem KZ-Opfermahnmal tätig.

cordes-denkmal in hamburg

Backsteinbauten des Architekten Fritz Schumacher

Fritz Schumacher, lebte Nov. 1869 / Nov. 1947, war Architekt und Stadtplaner und beeinflusste in Hamburg auf seinem Gebiet viele Jahre lang ab 1908 als Baudirektor das Stadtbild maßgeblich. Der rote Backsteinklinker geht an vielen Gebäuden Hamburgs auf Fritz Schumacher zurück. Schumachers Werdegang begann mit seinem Studium an der Technischen Hochschule Münchens. Schon in Leipzig und Dresden lebend und wirkend wurde Fritz Schumacher 1901 als Professor an die Technische Hochschule Dresden berufen. Er blieb dort 9 Jahre tätig. Zu seinen Gebäude- und Stadtplanungen zählen u.a. das Krematorium auf dem Ohlsdorfer Friedhof, aber auch die berühmte Davidwache in St. Pauli, die Mönckebergstraße, der Stadtpark Hamburg und die Neugestaltung des Rathausmarktes. Dann rief ihn der damalige Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer als Stadtplaner an den Rhein. Von Seiten der Stadt Hamburg von ca. 1920 – 23 freigestellt, schuf Fritz Schumacher den noch heute bestehenden Kölner Grüngürtel. Als Kunstfreund holte sich Schumacher immer Bildhauer, die seine Bauwerke mit Kunst versehen sollten. Neben Oscar Ulmer gehörte insbesondere Richard Kuöhl zu seinen Lieblingsbildhauern.

 

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