Standort Engelsstr. – Engelsgarten; Wuppertal – Barmen
erstellt  1976 – 1981
Künstler / Architekt  Alfred Hrdlicka – Bildhauer

Die starke Linke oder Denkmal im Engelsgarten

Das Geburtshaus von Friedrich Engels steht im historischen Zentrum von Barmen. Ein daneben stehendes Zwillingsgebäude beinhaltet das Museum für die frühe Industrialisierung an der Wupper. Davor der Engelspark, der bis 1975 mit keinerlei Kunstwerken versehen war.

Es war die Idee der Stadt Wuppertal, bzw. von Uwe Herder, dem Vorsitzenden der Kunstkommision der Stadt Wuppertal und Landtagsabgeordneter, ihrem berühmten Sohn ein Denkmal zu setzen und damit auch den Park attraktiver zu machen. Johannes Rau war zu deisem zeipunkt ebenfalls Stadtverordneter und unterstützte dieses Ansinnen.

Unter finanzieller Beteiligung des Landes Nordrhein – Westfalen wurde der Wiener Künstler Alfred Hrdlicka mit der Umsetzung beauftragt, dessen Entwurf den Stadtvätern wohl zugesagt hatte. Em Ende aber kam mit der Plastik – Die starke Linke- dann alles ganz anders.

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Die Vorgeschichte zum Kunstwerk

Die Stadtverschönerung war ein NRW-Programm in den 1970er Jahren. Landesgelder waren sehr willkommen. Auch Wuppertal wollte davon profitieren. Es folgte eine 1975 Ausschreibung für ein Kunstwerk im Engelspark, dem als geeignet angesehenen Standort. Der Bildhauer Alfred Hrdlicka legte einen Entwurf vor, der ein aufgeschlagenes Buch zeigte, aus dem sich Menschen herauswinden! Gesamtkosten sollten sein 130.000,– DM, heute etwa 65.000,– €. Die Fertigstellung sollte noch 1976 sein. Der streitbare Künstler aus Österreich hatte aber seine eigenen bildhauerischen Vorstellungen und veränderte komplett das Konzept. Selbst die Stadt Wuppertal erfuhr von der totalen Veränderung und einem Kunstwerk, das den Namen – Die Starke Linke – trug, aus einem Spiegel-Bericht.

Skulptur Die starke Linke von Alfred Hrdlicka in Barmen vor dem Engelshaus

Denkmal im Engelsgarten

Im Beisein des damaligen Ministerpräsidenten des Landes NRW und ehemaligen Oberbürgermeisters von Wuppertal Johannes Rau wurde mit fünfjährigem Verzug die Marmorskulptur Die starke Linke Hrdlickas 1981 im Engelspark aufgestellt. Der Preis hatte sich von 130.000,– DM auf 300.000,– DM zuzüglich der Kosten für Transport, Sockel und Aufbau fast verdreifacht.

Trotz bestehendem Vertrag mit dem Künstler wurde schließlich das Geld an den Bildhauer bezahlt. Der Titel der Skulptur lautete von Seiten des Künstlers: Die starke Linke!

Viele Bürger, hier vor allem CDU – Politiker und deren Parteianhänger gaben sich nicht mit diesem Namen zufrieden. Seitdem hat die Marmorplastik zwei Bezeichnungen. In der Bevölkerung heißt das Hrdlicka – Kunstwerk oft ganz lapidar: Denkmal im Engelspark!

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8 Tonnen Carrara – Marmor

Die starke Linke ist eine Plastik aus den Steinbrüchen des italienischen Carrara. Dieser weiße Block zeigt mehrere Torsi männlicher Körper, die ineinander verschlungen sind. Die Hände sind mit Ketten aneinander gefesselt, wobei ein starker linker Arm versucht, sich davon zu befreien. Diesen Freiheitsgedanken des sozialistischen Friedrich Engels zeigt der Bildhauer in diese Skulptur sehr drastisch. Bewusst wurden einzelne Passagen, wie die Köpfe, sehr roh belassen, andere wiederum fein ausgearbeitet, wie die kraftvollen Arme, Hände, aber auch die männlichen Attribute.

Das ist eine Skulptur in der Tradition der männlichen Darstellungen in Griechenland, näher jedoch noch an Werke italienischer Bildhauer wie Michelangelo angelehnt. Da es sich hier um eine der wenigen großen Arbeiten Hrdlickas in Deutschland handelt, wächst immer mehr der Stolz der Wuppertaler auf dieses Kunstwerk, zumal seit 1914 nun eine reale Engelsfigur den Park zusätzlich bereichert!

Anmerkung der Redaktion:

Uns stellt sich die Frage, welches Denkmal nun mehr künstlerische Qualität aufweist! Danke für Ihr like!

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Link zum Spiegel-Artikel im Jahre 1980!