Standort: Kölnstraße  /  Düren
erstellt: ca. 1884 – 1907
Künstler: Joseph Uphues – Bildhauer; Edmund Renard der Ältere; Alexander Iven – Bildhauer; Albert Moritz Wolff– Bildhauer; August Wittig – Bildhauer; Johann Joseph Imhoff (der Jüngere)– Bildhauer
Kulturpartner:  Europäischer Kunsthof

Evangelischer Friedhof in Düren – Ort zahlreicher Grab – Denkmäler

A n der Kölnstraße besteht seit 1825 bis heute ein evangelischer Friedhof in Düren. Nach einigen Erweiterungen seit 1868, und auch heute noch werden hier Beerdigungen durchgeführt. Dieser Friedhof ist eines der wichtigsten Kulturdenkmäler der Stadt. Hier stehen eine Vielzahl von christlichen Skulpturen als Grab-Denkmäler, die von namhaften Künstlern bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts gefertigt wurden. Dieser Friedhof wurde im 2. Weltkrieg nicht bombardiert und blieb erhalten.

Kulturpartner Evangelischer Friedhof in Düren:

Schenkung des Ehepaares Rudolph und Lucia Schenkel

Errichtet wurde der Friedhof, nachdem das Industriellenehepaar Rudolph und Lucia Schenkel, eine geborene Schoeller, der reformierten Gemeinde zu Düren dieses Gelände geschenkt hatte. So sind hier auch die meisten Familienmitglieder der Familie Schoeller begraben. Alleine 5 dieser Grabmäler sind mit Marmorskulpturen des Bildhauers Joseph Uphues, lebte 23. Mai 1850 – 2. Januar 1911,  versehen. Weitere Künstler wie Edmund Renard der Ältere, 1830 bis 1905 mit zwei Skulpturen auf Gräbern von Hoesch – Familien, sowie die Bildhauer Alexander Iven, 08.05.1854 bis 02.01.1934, Albert Moritz Wolff, 15.06.1854 bis 23.08.1923, August Wittig vom 23.03.1823 bis 20.02.1893

Wer schuf das große Eingangsdenkmal…..

die Sandsteinstele einer Frau mit Sanduhr und éinem Schmetterling?

War es Johann-Joseph Imhoff, lebte von 1739 bis 1802 oder sein Enkel  Johann Joseph Imhoff (der Jüngere). Die Sandsteinskulptur von Imhoff müsste mindestens 23 Jahre an anderer Stelle gestanden haben, wenn Opa Imhoff der Künstler war, da er 1802 verstorben ist und der Friedhof erst 1825 eröffnet wurde. Es ist eher anzunehmen, dass sein Enkel mit gleichem Namen das Kunstwerk geschaffen hat. 1825 war  Johann Joseph Imhoff (der Jüngere), 1796 – 1860, im 30. Lebensjahr und die Imhoff – Familie als Bildhauer im Bistum Köln sehr fleißig.

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Verfügung der Stifter

Bis 1884 gibt es kaum ein kunstvolles Grabmal und Eheleute wurden lange Zeit auch nicht in einem gemeinsamen Grab beigesetzt. Dies lag an der  Bestimmung der Stifter. Nach ihren Wünschen sollten alle Personen, unabhängig ihres Standes oder Familienzugehörigkeit in einfachen Gräbern in der Reihenfolge ihres Todes beigesetzt werden. Dies änderte sich dann in der wilhelminischen Zeit. Begüterte Familien zeigten Ihre Ehrerbietung den verstorbenen Familienmitgliedern mit herausragender Grabkunst. So entstanden die imposanten Grabmale Dürener Industriellenfamilien wie Hoesch, Schoeller, Schleicher, Schüll, und Heyder auf diesem Dürener Friedhof an der Kölnstraße.

Literatur:
Thieme-Becker, Künstlerlexikon, Bd. XIX (1926)
Eduard Daelen: Wittig, August. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 43, Duncker & Humblot, Leipzig 1891

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