Kurz – VITA

Name Ferdinand Franz Wallraf
geb. / gest.
20.07.1748  –  18.03.1824
Botaniker, Kunstsammler, Theologe

Werke auf Denkmalplatz

– Köln

Ferdinand Franz Wallraf – künstlerischer Werdegang

– geboren in Köln

– Sohn eines Schneidermeisters

– 1765 Studium an der Artistenfakultät in Köln mit Abschluss Magister Artium M.A.

Die Artistenfakultät bereitet als Vorstudium auf die „Höhere Fakultät“ unter anderm als Zugang zum Medizin- oder Theologiestudium vor und bildet in mehreren Fachbereichen Lehrer aus

– 1772 Priesterweihe durch den Kölner Weihbischof, anschließend ging Ferdinand Franz Wallraf ins Lehramt ohne höheres Studium

– 1776 – 80 Medizinstudium mit Abschlussen des Baccalaureus und dem Litentiat (heute Magister)

– 1784 Verleihung der Professur  für Botanik und Naturgeschichte durch die Universität Köln und damit tätig als Kanoniker

– 1788 Promovierung zum Doktor der Medizin

– 1793  – 96 Rektor der Universität Köln

– etwa 1794 die französische Besatzungszeit begann in Köln und die Universität wurde aufgelöst

– 1798 Ernennung zum Professor der schönen Künste unter den Franzosen

– der sehr Kunst interessierte Ferdinand Franz Wallraf begann zahlreiche Kunstgegenstände insbesondere aus Kirchen zu sammeln, da diese von den Franzosen zum Teil abgerissen und zerstört wurden.

– 1804 Schließung aller innerstädtischen Friedhöfe und Beauftragung von Ferdinand Franz Wallraf mit der Anlage und Gestaltung eines neuen Kölner Friedhofes ausserhalb der Stadtmauern, der Melaten – Friedhof entsteht und wird 1810 eröffnet

– 1804 Napoleon besucht Köln und Ferdinand Franz Wallraf verfasst einige Schriften zu diesem Anlass

– die Franzosen führen Straßennamen ein und Wallraf ist auch hier an der Namensgebung und Erfassung beteiligt

– 1816 verfasst der Sammler ein testament und verfügt, dass die Stadt Köln seine komplette Sammlung erbt. Als Gegenleistung bekommt er eine lebenslange Rente.

– 1823 die Stadt Köln verleiht dem Botaniker, Kunstsammler, Mediziner und Priester einen Eichenkranz als besondere Auszeichnung für verdiente Bürger, gleichzeitig ist dies sein 50-jähriges Priesterjubiläum

– Ferdinand Franz Wallraf stirbt in Köln im Alter von 76 Jahren und wird auf seinem Friedhof Melaten beigesetzt.

Kunstwerke von Ferdinand Franz Wallraf im öffentlichen Raum befinden sich u.a. in

Köln

Ergänzende Angaben zum Leben des Botanikers, Kunstsammlers und Priesters

Der eifrige Kunstsammler Ferdinand Franz Wallraf vermacht seine Kunstschätze, an die er wohl nicht immer legal gekommen ist, der Stadt Köln. Mit seiner Sammel – Besessenheit hat er aber ein besonders umfangreiches Kulturgut erhalten, dass schließlich zunächst in dem „Wallrafianum“ einem Vorgänger zahlreicher Kölner Museen gezeigt wurde.  Seit 2001 befindet sich die Sammlung mittlealterlicher Malerei im Wallraf-Richartz-Museum & Foundation, die umfangreiche Drucksammlung in der Universitätsbibliothek in Köln.

Einige der im historischen Stadtarchiv von Köln befindlichen Schriften wurden bei dessen Einsturz beschädigt und befinden sich immer noch in der Restauration.

Weit weniger bekannt ist über den berühmten Kölner, dass er auch ein guter Schreiber und Dichter war. So verfasste er auch Gedichte, Festschriften und war auch musikalisch aktiv.

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