Kurz – VITA

Name Hans Scharoun
geb. / gest.
20.09.1893  –  25.11.1972
Architekt

Hans Scharoun – künstlerischer Werdegang

– geboren in Bremen

– vollständiger Name: Bernhard Hans Henry Scharoun

– 1911 erste Teilnahme an einem Architekturwettbewerb noch als Schüler

– 1912 Abitur in Bremerhaven

– 1912 – 14 Architekturstudium an der TH Charlottenburg in Berlin

– 1914 freiwillige Meldung zum Wehrdienst im ersten Weltkrieg

– ab 1918 freier Architekt zunächst in Insterburg, dann in Breslau

– Hans Scharoun war der zeitgenössischen Kunst sehr nahe und organisierte Kunstausstellungen unter anderem mit den expressionistischen Brückemalern

– 1925 – 1932 Professor an der Kunstakademie Breslau

– 1926 Mitglied in der Vereinigung „Der Ring“ eine Architekten gruppe

– 1920er bis 30er Jahre Bau der Siedlung Siemensstadt in Berlin

– 1945 – 47 auf Anordnung der sowjetischen Besatzungsmacht in Berlin wurde Hans Scharoun Stadtbaurat

– 1948 Berufung an die TH Berlin, Fachbereich Architektur und Städtebau

– 1954 – 59 erster größerer Auftrag, Bau der Hochhausgruppe Romeo und Julia in Stuttgart

– 1956 – 63 Neubau der zerstörten Berliner Philharmonie; parallel hierzu die Geschwister Scholl Schule in Lünen

– 1963 Eröffnungskonzert in der Berliner Philharmonie unter der Leitung des Dirigenten Herbert von Karajan

– 1955 – 68 Präsident der Akademie der Künste Berlin – West, anschließend bis zu seinem Tode Ehrenpräsident

– 1959 Bundesverdienstkreuz

– 1962 Ehrensenator der Technischen Universität Berlin; Ehrendoktor war Scharoun seit 1954

– 1960 68 Bau der Scharoun Schule Marl

– 1963 – 69 Bau des Botschaftsgebäudes der Bundesrepublik Deutschland in Brasilia

– 1969 Ehrenbürger der Stadt Berlin

– 1972 Hans Scharoun stirbt im Alter von 79 Jahren in Berlin

Bauwerke von Hans Scharoun befinden sich u.a. in

Berlin, Tschernjachowsk / ehemals Insterburg in Ostpreußen, Bremerhaven, Wolfsburg, Breslau, Stuttgart, Böblingen, Marl, Lünen, Brasilia / Brasilien

Ergänzende Angaben zum Leben des Architekten

Hans Scharoun entwickelte nach dem Krieg in Berlin – Ost Neubaupläne für die zerstörten Stadtteile. Diese wurden aber von den SED-Politikern in nur ganz wenigen Punkten mitgetragen, so dass er seine Ideen nicht realisieren konnte.

Einige seiner bedeutendsten Bauten sind sicherlich die Berliner Philharmonie und das Botschaftsgebäude in Brasilia, sowie die Hochhäuser in Stuttgart.

Weitere wichtige Bauten wurden nach den Plänen von Hans Scharoun erst nach seinem Tod fertiggestellt. Dazu zählen die Staatsbibliothek in Berlin, deren Bauleitung ihm zu Lebzeiten entzogen worden war, das Theater in Wolfsburg und vor allem das Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven.

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