Kurz – VITA

Name Helmuth Schepp
geb. / gest.
7.03.1894  –  16.09.1982
Bildhauer + Musiker

Werke auf Denkmalplatz

– Herzogenrath

Helmuth Schepp –  künstlerischer Werdegang

– geboren in Neuhaus / am Flüsschen Oste / Cuxhaven / Niedersachsen

– 1913 Abitur in Freiburg im Breisgau

– 1913 Beginn eines Studiums an der TH Darmstadt

– 1914 – 18 Kriegsdienst und erlittene Kriegsverletzung beim Kampf in Verdun

– ab 1918 – 21 Weiterführung des Studiums im Bereich Elektrotechnik und Maschinenbau

-bis 1923 weiteres Studium an der Technischen Hochschule Müchen in den Fachbereichen Kunst und Physik

– ab 1923 vällige Hinwendung zur Kunst, insbesondere zur Bildhauerei, die Helmuth Schepp in einem Münchener Bildhauer-Atelier erlernt. Der angehende Bildhauer resite immer von München nach Berlin, wo er sich ein erstes Atelier eingerichtet hatte.

– 1928 Umzug in die Region Aachen, in dem Eifelort Roetgen richtet sich der Bildhauer ein Atelier ein

– ab 1933 an der TH Aachen im Fachbereich Plastik als Dozent tätig und Eintritt in die SA

– ab 1934 die SA-Mitgliedschaft verhilft Helmuth Schepp zur Beförderung als offizieller Lehrbeauftragter  der TH Aachen, Fachbereich Bildhauerei und der TH-Werkstätten

– 1944 Evakuierung aus dem zerbombten Aachen und anschließende Flucht nach Tirol

– ab 1946 / 47 war Helmuth Schepp wieder in Aachen an der TH tätig und war wohl intensiv am Aufbau der TH Aachen und deren künstleische Fachbereiche beteiligt

– 1947 Mitbegründer der Aachener Sexxion und des Künstlerbundes Aachen

– 1949 Ernennung zum Professor für Plastik

– in den 50er Jahren folgen zahlreiche Auslands – Studienreisen durch fast ganz Europa

– ab 1960 neues Atelier und freischaffender Künstler in Aachen, es entstehen zahlreiche Platiken und Denkmäler, wie u.a. das nackte Mädchen in Aachen – Burtscheid, lebensgroße Akte im Stadttheater Aachen,

– 1965 gemeinsame Ausstellung mit seinem Johannes Sohn, ebenfalls Bildhauer, im Aachener Suermondt-Museum, heute Suermondt-Ludwig-Museum.

– 1982 stirbt der Bildhauer im Alter von 88 Jahren und liegt auf dem Aachener Westfriedhof begraben

Kunstwerke von Helmuth Schepp im öffentlichen Raum  befinden sich u.a. in

Herzogenrath, Aachen, Alsorf, Essen, Bielefeld, Duisburg, Oberhausen

Ergänzende Angaben zum Leben des Bildhauers

Helmut Schepp hat sich von früh auf für Musik interessiert. Dies wurde von seinem Großvater, ein Pianst gefördert. Nach dem ersten Weltkrieg spielte Helmuth Schepp u.a. in einem Freiburger Orchester.

Der Grund der Mitgliedschaft von Helmuth Schepp in der SA ist nicht ganz eindeutig. Vermutlich waren es eigennützige Gründe, um entsprechende Anstellungen zu erhalten. Der Bildhauer nahm auch an den von den Nationalsozialisten protegierten Kunstausstellungen in Aachen teil. Allerdings trat der Künstler nie in die Partei ein.

Auch nach dem Krieg war die Musik für den sehr aktiven Bildhauer ein wichtiger Ausgleich. So gründete er 1952 das Hochschulorchester der RWTH Aachen. Als Musiker des Orchesters spielte Helmuth Schepp die Bratsche und das Cello.

Der Bildhauer und Hochschullehrer war verheiratet und hat drei Kinder.

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