Kurz – VITA

Name Johann Gottfried Schadow
geb. / gest.
20.05.1764  –  27.01.1850
Bildhauer + Grafiker + Zeichner

Werke auf Denkmalplatz

– Berlin

Johann Gottfried Schadow –  künstlerischer Werdegang

– geboren an einem Sonntag in Berlin

– etwa 1780 Bildhauerausbildung in einer königlichen Bildhauerwerkstatt in Berlin

– um 1782 zusätzliches Zeichenstudium an der Berliner Kunstakademie

– 1785 Reise nach Rom mit seiner ersten Frau Marianne, die er angeblich aus einem Bordell entführt, Johann Gottfried Schadow bleibt in rom für etwa 2 Jahre und studiert u.a. die Bauwerke der Antike

– 1787 Rückkehr nach Berlin und Beginn einer Tätigkeit für die königliche Porzellanmanufaktur

– 1788 sein Lehrmeister und Leiter der Berliner Bildhauerschule Jan Peeter Anton Tassert stirbt; Johann Gottfried Schadow wird die Position angetragen. Damit wird er auch Direktor des Oberhofbauamtes für den Bereich Skulpturen

– ab 1790 entstehen zahlreiche große Kunstwerke und Plastiken, sowie allegorische Darstellungen, Reliefs an großen Bauwerken, kunstvolle Grabmäler und Denkmäler in Marmor

– einige seiner bedeutendsten Kunstwerke sind:

  • Quadriga auf dem Brandenburger Tor
  • eine Prinzessinnengruppe im Berliner Schloss
  • ein Reiterdenkmal Blüchers in Rostok
  • eine Statue von Luther für die Lutherstadt Wittenberg
  • Friedrich der Große in Stettin

– auch für Johann Wolfgang von Goethe wurde von Johann Gottfried Schadow eine Porträtbüste gefertigt, obwohl sich beide Künstler über einen langen Zeitraum kontrovers gegenüberstanden und sogar öffentlich kritisierten

– ab 1815 Direktor der Akademie der Künste Berlin

– 1830 Ehrendoktorwürde der Berliner philosophischen Fakultät

– im Alter von 85 Jahren in Berlin gestorben

Kunstwerke von Johann Gottfried Schadow im öffentlichen Raum  befinden sich u.a. in

Berlin, Stettin, Rostok

Ergänzende Angaben zum Leben des Bildhauers

Johann Gottfried Schadow beginnt früh mit seiner künstlerischen Arbeit. Wohl bei Besuchen in einem „Herrensalon“, heute würde man sicher Edelbordell dazu sagen, lernte er seine erste Frau kennen. Für sie konvertiert er sogar zur katholischen Kirche, macht dies aber bald wieder rückgängig.

Das Werk von Johann Gottfried Schadow ist in zwei künstlerische Schwerpunkte zu teilen. Da sind zum einen die zahlreichen Skulpturen und Plastiken im öffentlichen Raum, zum anderen seine zahlreichen Zeichnungen und Grafiken, die vor allem in den späten Lebensjahren auf Grund einer Augenerkrankung des Künstlers entstehen.

Johann Gottfried Schadow überlebt seine beiden Ehefrauen und auch drei seiner Kinder aus diesen Ehen. Er ist auf dem Berliner Dorotheenstädtischen Friedhof begraben

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