Kurz – VITA

Name Johannes Schilling
geb. / gest.
28.06.1828  –  23.10.1910
Bildhauer

Johannes Schilling-  künstlerischer Werdegang

– geboren in Mittweida / Sachsen

– 1829 / 30 Umzug mit den Eltern nach Dresden

– 1842 Besuch der Kunstschule / Akademie Dresden

– 1845 – 50 Studium der Bildhauerei an der Königlichen Dresdener Kunstakademie und Meisterschüler von Ernst Rietschel

– 1851 – 52 weitere Bildhauerausbildung u.a. bei Daniel Rauch in Berlin, der großen Einfluß auf die künstlerische Arbeit von Johannes Schilling hat

– 1852 – 54 Mitarbeit in einem Bildhaueratelier in Dresden

– 1854 – 56 Auslandsreise nach Rom

– ab 1856/57 eigenes Atelier und wohnhaft in Dresden, soie erste Heirat

– Auftraggeber für Plastiken u.a. Gottfried Semper ( Semper Oper )

– 1864 Ehrenmitglied der königlichen Akademie der bildenden Künste Sachsen

– 1867 Ehrenmitglied der Kunstakademie München

– ab 1868 Professor an der Kunstakademie Dresden

– 1877 Ehrenbürger seiner Geburtsstadt Mittweida

– 1883 Ehrenbürger der Stadt Dresden

– Ehrung mit dem Kreuz „Pour le mérite“

– ein ihm schon zu Lebzeiten errichtetes Museum wurde im zweiten Weltkrieg bei der Bombardierung Dresdens 1945 zerstört

– 1910 der Bildhauer Johannes Schilling stirbt im Alter von 82 Jahren in Dresden – Klotzsche

Kunstwerke von Johannes Schillingim öffentlichen Raum  befinden sich u.a. in

Dresden, Hamburg, Berlin, Rüdesheim, Leipzig, Wien / Österreich, Triest / Italien, Straßburg / Frankreich,

Ergänzende Angaben zum Leben des Bildhauers

Johannes Schilling ist wohl einer der wichtigsten Dresdener Bildhauer der wilhelminischen Zeit. Sein bekanntestes Kunstwerk steht allerdings nicht in Dresden, Hamburg oder Berlin, sondern in Rüdesheim. Es ist das Niederwalddenkmal mit der Germania, dass im Jahre 1883 eingeweiht wurde.

Der Dresdener Bildhauer ist zweimal verheiratet und hat drei Kinder.

Johannes Schilling war auch noch im höheren Alter sehr neugierig. So beschäftigte er sich intensiv mit der ganz neu aufkommenden Fotografie als Kunstform und verfasste dazu auch ein Buch unter dem Titel „Künstlerische Sehstudien“.

weitere Bekannte Kunstwerke von Johannes Schilling sind u.a.:

Quadriga mit Panther für die Semper Oper und die Figurengruppe „Vier Jahreszeiten, beides in Dresden, Karl der Große- und das Kaiser Wilhelm-Denkmal beides in Hamburg

Weiterhin schuf der Bildhauer zahlreiche kunstvolle Grabmäler und hinterließ ein großes Konvolut von Zeichnungen und Entwürfen. Insgesamt sollen es mehr als 280 Denmäler gewesen sein, die Johannes Schilling geschaffen hat. Eine Vielzahl davon sind allerdings in den Kriegen zerstört worden.

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