Standort Morlaixplatz, Würselen
erstellt 1991
Künstler Bonifatius Stirnberg – Bildhauer
Kultur-Partner  

Jungenspiele als Maibrauchtum

Die Würselener Jungenspiele entwickelten sich aus einer alten Maifesttradition heraus. Bei diesen Maifesten werden große Fahnen geschwenkt. Das Fahnenschwenken ist damit auch das sichtbare Zeichen dieser Jungenspielvereine. Die verschiedenen Stadtteile hatten natürlich ihre unterschiedlichen Fahnen. Im Jahre 1973 taten sich mehrere Jungenspielgruppen zusammen und gründeten die Arbeitsgemeinschaft Würselener Jungenspiele. Schnell organisierten sich die Fahnenschwenker-Gruppen mit einem gemeinsamen Ziel, diese Tradition zu pflegen. Ein jährlicher Umzug durch die Innenstadt wird seitdem immer mit vielen begeisterten Zuschauern aus der gesamten Euregio begleitet. Und schließlich kommen auch zahlreiche Maigesellschaften aus anderen Teilen Deutschlands, mittlerweile sogar aus anderen Ländern Europas und beteiligen sich mit Fahnenschwenkern an diesen Umzügen. In der 40-jährigen Geschichte der AWJ von 1973 – 2013 ist noch kein Umzug ausgefallen. Selbst ein schwerer Sturm mit Orkanböen und einigen Tornados, der im Jahre 2006  über die Euregio fegte, als der Umzug losgehen sollte, schreckte die Fahnenschwenker nicht ab. Sie brachten sich vorübergehend in Sicherheit, bis das schlimmste vorüber war und zogen mit Verspätung dann doch noch durch die Straßen Würselens.

Kulturpartner Jungenspiel – Brunnen in Würselen:

Jungenspiel – Brunnen

Der seiner Zeit amtierende Stadtdirektor Albert Cramer brachte die Idee zu einem Denkmal für die Jungenspiele auf den Weg. Kein geringerer als der Bildhauer Bonifatius Stirnberg aus Aachen wurde schließlich mit der Umsetzung eines Jungenspielbrunnens als Denkmal für dieses Würselener Brauchtum beauftragt. Seine Art der künstlerischen Umsetzung mit den beweglichen Figurenelementen, Armen, Beinen, Köpfen und Händen erfasst den Begriff „Spielbrunnen“ in zweierlei Hinsicht. Dieser Brunnen kann und soll einfach als Puppenbrunnen im spielerischen Sinn von Kindern und jung gebliebenen Erwachsenen genutzt werden. Gleichzeitig erinnert dieser Brunnen vorrangig mit seinen Themenfiguren an die besondere Jungenspiel-Tradition Würselens. Der Jungenspielbrunnen steht auf dem unteren Bereich des Morlaixplatzes, der nach der Partnerstadt Würselens benannt wurde. Hier befindet sich auch das Rathaus. 1991 wurde der Brunnen den Bürgern Würselens übergeben. Die einzelnen Brunnenfiguren repräsentieren folgende Personen des Maifestes:

der Fahnenschwenker; die Maikönigin mit Maikönig, so wie deren Magd und Knecht; der Rad schlagende Pritschenjunge und der Pritschenmeister. Und natürlich darf auch der Maibaum in diesem Brunnen nicht fehlen. Ein wunderschön verspieltes Denkmal in dem der Betrachter dann auch noch den Wöschelener Düvel finden kann!

Wandern Sie hier von Denkmalplatz zu Denkmalplatz – Würselen

Künstler Bonifatius Stirnberg

Der Skulpturenkünstler Bonifatius Stirnberg ist für seine Arbeiten weit über die Grenzen der Regio Aachen hinaus bekannt. 1933 geboren, studierte er an der Düsseldorfer Kunstakademie als einer der ersten Schüler in der Bildhauerklasse bei Joseph Beuys. Seine Brunnen, Skulpturen, Plastiken stehen u.a. in Köln – Möllemer Böötsche; Alsdorf  – Karnevalsbrunnen; Stolberg – Galmeibrunnen;  Aachen – Pferdegruppe Hauptbahnhof und der Puppenbrunnen; Düren – Originale.

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