Standort Johannes-Brahms-/Sievekingplatz/Holstenwall
Wallanlagen Planten un Blomen, Hamburg
erstellt 1902-1903 / 1930 / 1997
Künstler Johannes Schilling – Dresdener Bildhauer
Kultur-Partner

Kaiser Wilhelm I.  –  Erster Deutscher Kaiser

Kaiser Wilhelm I. wird als Erster Deutscher Kaiser bezeichnet. Dies bezieht sich natürlich auf das im 19. Jahrhundert entstehende Deutschland, an dessen Gründung der Erste Deutsche Reichskanzler Fürst von Bismarck, siehe Bismarckdenkmal, maßgeblichen Anteil hat.
Wilhelm der I. wird am 22. März 1797 als Sohn des König Friedrich Wilhelm III. in Berlin geboren. Sein vollständiger Name Friedrich Wilhelm Ludwig von Preußen. Schon früh erhält er militärische Ehren, da er mit seinem Vater erfolgreich gegen Napoleon in den Krieg zieht und 1814 in Paris einmarschiert. Der Vater übt bei seinem Sohn großen Einfluss aus, als sich dieser zu stark für die polnische adlige Elisa von Radziwill interessiert. Nicht standesgemäß, so das väterliche Statement. Dieser bringt Wilhelm mit der Prinzessin Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach zusammen, die er schließlich heiratet. Zwei Kinder entstammen dieser Ehe. Sohn Friedrich wird später der 99-Tage-Kaiser Friedrich III.

Kultur-Partner „Kaiser Wilhelm I. – Denkmal in Hamburg“

Kaiser Wilhelm I. überlebt Attentate

Erst nach dem Tod seines älteren Bruders König Friedrich Wilhelm IV. kommt „Prinz Wilhelm von Preußen“ tatsächlich an die Macht. Er leistet den Eid auf die preußische Verfassung. Als es zu erheblichen Kontroversen mit dem preußischen Landtag und der Mehrzahl der Abgeordneten kommt, da ernennt Wilhelm I. Otto von Bismarck zum Ministerpräsidenten. Beide sind fortan für die Geschicke Deutschlands verantwortlich. Ihr gemeinsamer Weg hält 26 Jahre. Am 18. Januar 1871 wird Wilhelm I. im Alter von 74 Jahren zum ersten Kaiser des Deutschen Reiches im Schloss von Versailles proklamiert. In der Folge überlebt Kaiser Wilhelm I. zwei Attentate in Berlin und einen weiteren Anschlag. Seine Popularität bezeugen die vielen Denkmalplätze und Reiterstandbilder in ganz Deutschland. Der Erste Deutsche Kaiser stirbt am 9. März 1888.

Kaiser-Wilhelm-I-Denkmal in Hamburg - Mitte

Wallanlagen Blomen un Planten

Das Reiterstandbild an den Wallanlagen Planten un Blomen stand zunächst auf dem Rathausmarktplatz als Teil eines weitläufigen Denkmalplatz – Ensembles mit mehreren Figurengruppen. Kaiser Wilhelm II. Enkel von Wilhelm I. war bei der Einweihung 1903 dabei. Die Kosten für diesen Denkmalplatz sollen sich auf über 1 Million Mark belaufen haben. 1930 wurde die gesamte Denkmalanlage entfernt und die einzelnen Gruppen mehrfach anderweitig aufgestellt. Der jetzige, vorläufig letzte Standort wurde 1997 nahe dem Hamburger Zivilgericht gefunden.

Wandern Sie hier von Denkmalplatz zu Denkmalplatz in Hamburg Mitte

Die allegorischen Figuren um Kaiser Wilhelm I.

Um das Reiterstandbild Kaiser Wilhelms I. gruppieren sich folgende allegorische Figuren:
„Einheitliches Reichsgesetz“, „Weltverkehr“, „Münzwesen“ und die „Sozialgesetzgebung“.
Allerdings befinden sich noch die ehemaligen Flaggenmasten am ursprünglichen Ort auf dem Rathausmarkt.
In Hamburg – Altona steht ein weiteres Denkmal des beliebten ersten deutschen Kaisers.

Bildhauer Johannes Schilling  +  das Schilling Haus

Der Bildhauer Johannes Schilling entstammt einer adligen Familie. In Dresden aufgewachsen war er schon als junger Heranwachsender an der dortigen Kunstakademie.
Als renommierter Bildhauer arbeitete Schilling in ganz Europa. In seiner Heimatstadt zeugt vor allem die „Quadriga“ an der Semperoper für sein künstlerisches Können. Seine künstlerische Karriere begann an der Dresdner Kunstakademie, sie endete auch dort. Von 1868 bis zu seinem Tod im Jahre 1910 lehrte Johannes Schilling dort als Professor. Ein Schilling-Museum, noch zu seinen Lebzeiten errichtet, wurde 1945 zerstört. Testamentarisch hatte der Künstler verfügt, dass ein Großteil seiner Kunst in einem eigenen Schilling-Museum in seiner Geburtsstadt Mittweida verbleiben soll. Sein „Schilling-Haus“ wurde im Jahre 2005, 95 Jahre nach Schillings Tod realisiert.

Quellen:
Johannes Schilling: Künstlerische Sehstudien. Voigtländer, Leipzig 1906,
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