Standort Insel Namedy, Andernach
erstellt 1910 erste Anbohrung / 2006 neue Öffnung
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Der Geysir in Andernach – höchster Kaltwassergeysir der Welt

Im Bereich eines alten Rheinarmes auf einer Hlabinsel hat die Stadt andernach ein weltweit einzigartiges Naturerlebnis zu präsentieren. Der Geysir in Andernach schießt eine Wasserfontäne bis ca. 60 m hoch. Damit ist er der höchste Geysir seiner Art. Wie entsteht diese Fontäne und wie wurde sie am Rhein entdeckt?

Kultur-Partner „Geysir in Andernach“

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Gewinnung von Köhlensäure

Die Eifel war schon lange bekannt für reichhaltige Mineralwasservorkommen. Das Gebiet von Andernach befindet sich am Fuße der Vulkaneifel, also einem passiven Vulkangebiet mit reichhaltigen Basaltvorkommen. Hier kann sich Kohlensäure in mehreren Hundert Metern tiefe entwickeln. So auch an dem alten Rheinarm. Hier wurde beobachtet, dass ständig Luftblasen an der Wasseroberfläche zu sehen waren. Ein erstes zeichen für austretende Kohlensäure.

1903 wurde auf der Namedyer Halbinsel bei Andernach mit einer Bohrung begonnen, die in eine Tiefe von etwa 340 m gehen sollte. Bei dieser Bohrung schoß der Geysir erstmals mit voller Kraft nach oben. Dieses Naturschauspiel nutzten die Andernacher und verkauften das kohlensäurehaltige Wasser als Gesundheitsgetränk. Immer mehr Touristen wollten nun den Geysir bewundern Über Jahrzente sprudelte der Geysir, bis seine Austrittsöffnung und der Schlot erhebliche ‚Schäden erlitten.

Relikt unserer Erdgeschichte

Im Gegensatz zu ihren Heißwassergeysiren sprudeln die Kaltwassergeysire nicht durch die Erhitzung von heißem Magma aus der Erde nach oben. Allerdings spielt auch hier das Magma eine Rolle. Denn derartige Phänomene sind nur in vulkanischen Regionen zu finden. Im tiefen Gestein von etwa 4.000 m, den ehemals mit heißem Magma gefüllten Kammern sammelt sich Kohlendioxid, dass durch Verwürfe und Brüche an die Oberfläche drückt. Einfließendes Grundwasser sammelt sich nun ebenfalls in der Tiefe und vermischt sich mit dem aufsteigenden Kohlendioxid. So haben wir angereichertes Mineralwasser. Ist der Weg nach oben nun durch eine Wassersäule verwehrt, vermischt sich das CO2 so lange mit dem Wasser, bis der Druck von unten das Wasser förmlich hinausschleudert.

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Auf die Minute pünktlich

1957 wurde der Geysir auf Grund von Schäden geschlossen. Im Mai 2009 wurde der Geysir in Andernach auf der Insel Namedy wieder für den Tourismus freigegen. Hierfür wurde eigens ein Erlebniszentrum gebaut. Die Fontäne schießt allerdings nun an anderer Stelle, die hierzu angebort wurde.

Man könnte die Uhr nach dem Geysir stellen. Alle 100 Minuten wird der Geysir in Andernach aktiv und erzeugt dann eine Wasserfontäne von bis zu 60 m Höhe, was vor allem vom Wetter abhängig ist. Acht Minuten lang dauert dieses Schauspiel, also Zeit genug einige schöne Bilder zu schießen.

Quelle u.a.:  der Geysir in Andernach – Museum und Erlebniszentrum

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