Standort Michaelisstr. / St.-Ansgar „Kleiner Michel“, Hamburger – Neustadt
erstellt 1902-1903 / 1930 / 1997
Künstler Johannes Schilling – Dresdener Bildhauer
Kultur-Partner

Kaiser Karl der Große – Denkmal

Was macht ein Denkmal von „Kaiser Karl der Große“ in Hamburg? In zahlreichen geschichtlichen Abhandlungen über die Entstehung Hamburgs wird Karl der Große als Gründer der Stadt an der Elbe bezeichnet. Von daher trägt er bei diesem Denkmal auch die angeblich von ihm errichtete Taufkirche in der Hand. So richtig scheint dies nicht zu sein. Kaiser Karl war mit seinen fränkischen Truppen auf dem Weg in den Norden, um sein Reich zwar zu erweitern, aber auch vor den skandinavischen Völkern zu schützen. Insbesondere führte er gegen Ende des 8. Jahrhunderts einen Krieg gegen die Sachsen. So siedelte er unterhalb der Alster und machte sicherlich Pläne für Schutzbastionen am Ufer der damals viel breiteren und ungezähmteren Alster und Elbe.

Kultur-Partner „Karl der Große – Denkmal in Hamburg“

War Karl der Große tatsächlöich an der Elbe?

Es scheint belegt, dass der seit Weihnachten im Jahre 800 zum Kaiser gekrönte Karl das historische Altstadtgebiet Hamburgs nie betreten hat. Andere Quellen sprechen davon, dass Karl sogar eine Taufkirche etwa um 810 errichten ließ. Im Jahre 1814 starb Karl der Große. Er wurde 66 oder 67 Jahre alt (das Geburtsjahr ist unklar). Seine Ideen setzte schließlich sein Sohn, Kaiser Ludwig der Fromme ab 810 um. Es entstand eine „Hammaburg“. Ob diese erste Hammaburg jedoch tatsächlich eine gebäudemäßig erbaute Festung war oder ein Landstück innerhalb von natürlichen Geestrückenerhebungen zwischen Alster und Bille und umgeben von Mooren, das ist ebenfalls offen.

Kaiser-Karl-der-Große-Schilder-Löwe

Karl der Große – eingeschmolzen und vom Sockel geholt

Einstmals, seit 1889, stand Karl auf einem sehr hohen Sockel des Kaiser Karl Brunnens am Alten Fischmarkt. Doch schon im Ersten Weltkrieg wurde er eingeschmolzen, dann 1926 ein zweites Mal gegossen. 1940 / 41 wurden Kaiser Karl und die Wappenlöwen abgebaut. Der Backsteinbrunnen und die Säule, versehen mit vier Glasmosaikbildern von Adolph IV. von Schauenburg, Dietmar Koel, Erzbischof Adalbert von Bremen und Prof. Dr. Albert Krantz, bedeutende Hamburger Persönlichkeiten, wurden jedoch zerstört. Nun steht Kaiser Karl fast ebenerdig und alleine. Die vier erhaltenen Wappenlöwen für die vorgenannten Personen befinden sich etwas entfernt im Halbkreis stehend.

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Bildhauer Engelbert Pfeffer

Der Bildhauer Engelbert Peiffer, gebürtiger Kölner, schuf Kaiser Karl fast nach dem Vorbild des Denkmalplatzes Kaiser-Karl-Brunnen in Aachen aus dem 17. Jahrhundert. Er war Bildhauer und Medailleur. Nach einer Lehre studierte er an der Berliner Kunstakademie. Er machte sich schließlich nach seinem Umzug nach Hamburg ca. 1862 einen Namen und erhielt die leitung der Steinmetzwerkstätten der Hanseatischen Baugesellschaft ab 1873. In Barmbek ist sogar eine Strasse nach ihm benannt. Zu seinen wichtigsten Arbeiten in Hamburg zählen unter anderem der „Hansa-Brunnen“ in St. Georg; „St. Ansgar und Graf Adolf III“ auf der Trostbrücke; der „Messberg-Brunnen“ an der Nikolaikirche.

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