Standort: Kirche Groß St. Arnold  /  Düren – Arnoldsweiler
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Kirche Groß St. Arnold – Denkmalplatz

Das Kriegerdenkmal Arnoldsweiler in Form einer großen Steinsäule mit einem Steinkreuz in Arnoldsweiler steht in unmittelbarer Nähe zu der Pfarrkirche Groß St. Arnold von 1902 und der fast eintausend Jahre älteren Kapelle Klein St. Arnold aus dem Jahre 922. Dieser Denkmalplatz weist gegenüber den meisten Kriegerdenkmälern eine Besonderheit auf. Hier wird gleich den Gefallenen aus fünf kriegerischen Auseinandersetzungen der vergangenen ca. 150 Jahre gedacht. Ob dies allerdings alles „Helden“ waren, die im Krieg gefallen sind, wie es als Inschrift eines Steines lautet? Hier besteht sicherlich Diskussionsbedarf, ob es derartiger „Heldentaten“ bedarf. Wörtlich steht dort in Stein eingemeißelt: „Betet für die Seelenruhe der in den Kriegen gefallenen Helden. Errichtet von der Pfarre u. Gemeinde.“

Kulturpartner Kriegerdenkmal Arnoldsweiler – Düren:

Den Toten folgender Kriege wird an diesem Denkmalplatz gedacht:

Den Toten folgender Kriege wird an diesem Denkmalplatz gedacht:
Preußisch – Dänischer Krieg im Jahre 1864
Preußisch – Österreichischer „Bruder-Krieg“ im Jahre 1866
Deutsch – Französischer Krieg in den Jahren 1870 / 71
Erster Weltkrieg von 1914 – 1918
Zweiter Weltkrieg von 1939 – 1945.

Bei der letzten kriegerischen Auseinandersetzung wird allerdings nicht nur an die Soldaten, sondern auch an viele unschuldige Zivilisten gedacht. Die Inschrift auf dem Gedenkstein lautet:
„Betet auch für die Toten des 2. Weltkrieges 1939-45 besonders aber für die, die im vornehmlich russischen Kriegsgefangenenlager in Arnoldsweiler und die beim Angriff auf Düren am 16.11.44 ums Leben gekommen sind“.

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Kriegerdenkmal Arnoldsweiler ein Denkmalplatz

Der Bildhauer dieses Kreuzes ist vermutlich ein ortsansässiger Steinmetz gewesen. Das Kreuz, wie auch die Erinnerungstafeln mit den Inschriften, weisen erhebliche Spuren der Verwitterung auf. In Zusammenhang mit diesem Denkmalplatz ist auf die Rückriem – Stele in Arnoldsweiler, (lesen Sie unter Rückriem-Stelen) wenige hundert Meter entfernt, hingewiesen. Hier wird insbesondere auf die Menschen unwürdigen Umstände der Unterbringung der russischen und französischen Gefangenen gedacht und an die wahrscheinlich mehr als 2.000 Toten dieses Lagers.
Dieser Denkmalplatz erzählt eine lange Geschichte, mit schrecklichen aber auch vielen wunderschönen Begebenheiten, seit die Kapelle Klein St. Arnold im Jahre 922 erbaut worden ist. Die Erhaltung dieses Denkmales ist mehr als ein Verpflichtung.

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