Standort Theodor Wolff Park, Friedrichstraße – Franz-Klühs-Straße, Berlin – Kreuzberg
erstellt 1988 – 1991
Künstler / Architekten Heinrich Brummack – Objektkünstler + Bildhauer

Der Nichtgeburtstagsbrunnen mit Kanne und Tasse

Haben Sie schon einmal was von einem Nichtgeburtstagsbrunnen gehört?

Im Berliner Stadtbezirk Kreuzberg steht eines der kuriosesten Kunstwerke und Denkmäler der Stadt Berlin. Da steht auf einem eher unansehnlichen Platz eine Art Kanne und daneben ein Objekt, dass sehr wohl eine Tasse darstellt. Beide Objekte sind auf Steinen erhöht und mit Graffiti versehen. Diese Objekte machen nun nicht den Eindruck von Kunst – oder gerade deshalb? Und eine Funktion ist nur zu erahnen. Etwas abseits steht auch noch ein Tisch mit überdimensionaler Steinplatte und einem Becher darauf. Speisten hier etwa Riesen?

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Brunnen ohne Funktion

Auf der Suche nach einer Erklärung zu diesem Kunstwerk steht man schließlich vor einem Schild, das den Hinweis auf den Theodor Wolff Park gibt. Dieser Park entstand einst, weil ein Autobahnprojekt nicht realisiert worden war. Als der Park weitgehend fertiggestellt war, da sollte Kunst die weiten Flächen auflockern. Der Bildhauer und Hochschullehrer Heinrich Brummack bekam den Zuschlag. Die Entstehung des Nichtgeburtstagsbrunnen nahm seinen Lauf. Die Gesamtplanung hatte für die Parkanlage hatte wohl eine Regina Poly.

Die Widmung des Parks für den im Konzentrationslager ums Leben gekommenen Chefredakteur und Politiker Theodor Wolff erfolgte zu dessen 50. Todestag erst am 23. September 1993. Zu dieser Zeit war das Gesamtkunstwerk des Nichtgeburtstagsbrunnen und weiterer Kunstobjekte längst realisiert.

Tasse des Nichtgeburtstagsbrunnen

Tasse des Nichtgeburtstagsbrunnen

Ein Märchen stand Pate

Der Bildhauer Heinrich Brummack hatte schon mehrfach ungewöhnliche Objekte im öffentlichen Raum realisiert. Und hier ist tatsächlich der Bezug zu einem sehr bekannten Märchen vorhanden. Alice im Wunderland stand für die Idee der überdimensialen Kaffeekanne und ihrer Tasse, dem Nichtgeburtstagsbrunnen Pate. rinnerts Euch! – In Alice im Wunderland wird ein Nichtgeburtstagslied gesungen! Der riesige Tisch gehört ebenso zu diesem Ensemble. Ob weitere Objekte im Park noch von Heinrich Brummack sind, wäre noch zu eruieren.

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Von der Kanne in die Tasse

Der Nichtgeburtstagsbrunnen sollte in der Planung des Bildhauers funktionieren. Ein Wasserstrahl sollte aus dem Hals der Kanne in der Tasse landen. Die Parkbesucher sollten ohne etwa von dem Wasser abzubekommen, darunter durch gehen können. So die Idee. Ob der Brunnen jemals in Funktion war? Jedenfalls sprudelt aus der Kannenöffnung schon seit langer Zeit kein Wasser mehr.

Heinrich Brummack hat hier ein bespielbares Gesamtkunstwerk geschaffen, dass es Wert ist, erhalten zu werden. Die dahinterstehende Idee dürfte gewesen sein, dass die in den umliegenden Wohnblocks lebenden Menschen einen kinderfreundlichen  Park zur Erholung und der Leichtigkeit vorfinden.

Link zum Projekt des Theodor Wolff Parks

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