Standort Elbuferweg (Grünanlage) Höhe Haus 45
Auf der Palmaille, Hamburg – Altona
erstellt 1865
Künstler Martin Haller – Entwurfs-Architekt
Kultur-Partner

Letzter Seekrieg mit Holzschiffen

Es stimmt tatsächlich, es gab wirklich mal eine österreichiche Marine. Mit ihren Holzschiffen beteiligte sich die österreichische Marine an der letzten Seeschlacht, die mit Holzschiffen stattfand. Während des Deutsch – Dänischen Krieges gab es 3 Tage vor Beendigung des Krieges diese letzte denkwürdige Seegefecht. Beteiligt waren die Preußen zusammen mit den Österreichern gegen Dänemark. Am Ende der Seeschlacht, die vor Helgoland stattfand, das damals zum unbeteiligten England gehörte, wurden auf österreichischer Seite 32 Tote und 59 Verwundete verzeichnet. Die Dänen hatten 14 Tote und 55 Verwundete Seeleute.

Kultur-Partner „Österreichische Marine Gefallene in Hamburg-Altona“

Eine Seeschlacht ohne Sieger

Bevor es zu dieser Schlacht kam mussten zunächst einmal die Österreicher mit zwei Kriegsschiffen, den Fregatten Radetzky und Schwarzenberg unter dem Kommando des Kapitäns Wilhelm von Tegetthoff vom Mittelmeer aus ca. 3.000 Seemeilen bis nach Helgoland hochfahren um ihre Verbündeten Preußen zu unterstützen. Die preußischen Boote, Raddampfer „Preußischer Adler“ und Dampfkanonenboot „Blitz“, waren mit wenigen Kanonen den Dänen völlig unterlegen. Als es schließlich nach Eintreffen der Österreicher zur großen Schlacht kam, bei der die Schiffe sich längsseits gegenseitig bombardierten, da konnten die Preußen nicht einmal richtig eingreifen. Daher hatten sie am Ende auch keinen einzigen Verlust. Ein Sieger ist aus dieser Schlacht nicht wirklich hervorgegangen, obwohl die Dänen die Österreicher zum Rückzug zwangen. Die dänische Marine wurde schließlich in ihren Heimathafen beordert, da am 12. Mai der Krieg mit der Niederlage der Dänen beendet war.

Stele von Martin Haller erinnert an die östereichische Marine

Der Österreichische Kapitän wurde für seine Verdienste in dieser Seeschlacht zum Vizeadmiral ernannt. Ein Gefallenen-Denkmal für die österreichische Marine wurde schon 1865 durch das Hamburger Comité für die Opfer dieses Seekrieges, sowie dem österreichischen Kaiser Franz Josef I. gestiftet. Den Entwurf hierzu hat der Hamburger Architekt Martin Haller angefertigt. Es trägt das Wappen des Kaiserreichs Österreichs. Die Sandsteinstele steht auf einem Granitsockel und hat ein Gußeisenrelief mit Schiffssymbolen und der Andenkeninschrift „Dem Andenken der gefallenen Tapferen der oesterreichischen Marine“
„Das Hamburger Comite für die Opfer des Seekrieges.“
Ein weiteres Denkmal steht in Cuxhafen-Ritzebüttel auf dem dortigen Friedhof. Hier sind auch alle Namen der toten Seeleute angegeben.

Fregatte steht in dänischem Museum

In der dänischen Stadt Ebeltoff kann die an dieser letzten dänischen Seeschlacht beteiligte dänische Fregatte Jylland als Museumsschiff besichtigt werden. Eine Reise dürfte Dänemark allemal wert sein.

Quelle:
Cuxhavener Nachrichten vom 04.10.2003
 
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