Standort Büchel – Ecke Körbergasse  /  Aachen
erstellt 1985
Künstler Hubert Löneke – Bildhauer
Kultur-Partner  

Aachener Printen

In der Mitte der steilsten kleinen Strasse der Aachener Altstadt dem „Büchel“ steht das historische Kaffeehaus van den Daele. An diesem Haus geht es in die Körbergasse. Wenn man die Augen schließt, um sich das Treiben der mittelalterlichen Zeit einmal vorzustellen, dann sieht man geschäftige Männer und Frauen, die hier ihren verschiedenen Handwerksarbeiten nachgehen, aber auch die Zeit haben für einen Moment der Rast und des Klönens. Und dazu wurde dann auch schon mal etwas getrunken. Die Gebäude, vor denen das „Printenmädchen“steht sind um 1655 erbaut worden. Erstmals als Konditorei mit edlen Printen und Spekulatius wurde dieses Haus von Leo van den Daele 1890 eröffnet. Zug um Zug erweiterte er und fasste so 4 Häuser zu einem Kaffeehaus zusammen. Auf Grund seiner Printenkreationen wurde er sehr bald der „Printenbaron“ genannt. Die Korbflechter gaben der schmalen Verbindungsgasse zwischen Büchel und Hof den Namen. Das Flechtmaterial stammte vorwiegend aus der nahen Aachener Soers und dem Selfkant. Das Kaffeehaus existiert immer noch unter dem Namen seines Gründers und der Bezeichnung „Alt Aachener Kaffeestuben“. Als persönlicher Dank und zu Ehren der „Öcher Prent“ wurde die Bronzeplastik von Leo van den Daele persönlich gestiftet und dem Bildhauer Hubert Löneke, lebte 27. Juni 1926 – 28. April 2011, gefertigt. Ein wirklich genussreicher Denkmalplatz.

Kulturpartner Printenmädchen:

„ORIGINAL“ ist nur die wirklich harte Printe

Printen sind in Aachen kein Winter- oder Weihnachtsgebäck. Sie haben ganzjährig Saison. Printe kommt ganz einfach von dem Wort „print = drucken“. Nach ihnen sind heute sogar die Drucker „Printer“ für Computer benannt.  Sie glauben das nicht? Seit dem 19. Jahrhundert wurde die Gebäckmasse durch entsprechende Holzformen in eine bestimmte Form gedrückt. Die Ur-Printe ist ein sehr hartes Gebäck, an der sich so mancher schon seine Zahnplombe ausgebissen hat, und die Printe wird normaler Weise mit Sirup gesüßt. Aber schon van den Daele experimentierte und erfand immer neue Printen. Die Gängigsten sind heute eher weiche Printen, natur, mit Schokoladen- oder Zuckerglasur, kombiniert mit Nüssen verschiedenster Art. Im Krieg wurden Printen, da sie sehr haltbar sind, den Soldaten als Verpflegung mitgegeben. Wir wünschen guten Appetit beim Probieren dieses herrlichen Gebäcks. KaiserstadtKrönungsstadtReiterstadt und Bäderstadt. Aachen hat viele Namen, auch „die Printenstadt“.

Der Künstler Huber Löneke hat sich zusammen mit seiner Frau Krista Löneke-Kemmerling mit einer Vielzahl von Skulpturen und Brunnen – Denkmalplätzen, wie Türelüre-Lißje-Brunnen und Teufel und Marktfrau im Aachener Stadtgebiet selber ein Denkmal gesetzt. Vorwiegend beschäftigte er sich mit Traditionsfiguren und Sagengeschichten. Das Printenmädchen war seine letzte Arbeit, die in Aachen aufgestellt wurde.

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