Kurz – VITA

Name Richard Scheibe
geb. / gest.
19.041879  bis  6.10.1964
Bildhauer

Werke auf Denkmalplatz

– Köln

Richard Scheibe –  künstlerischer Werdegang

– in Chemnitz geboren

– 1896 – 1899 Studium der Malerei an der Akademie Dresden und München

– 1904 Umzug nach Berlin

– Beginn der Freundschaft mit Georg Kolbe

– mit Gerhard Marcks in einer Wohn- und Ateliergemeinschaft, gemeinsam erlernen sie die Technik der Bildhauerei als Autodidakten

– Zusammenarbeit u.a. mit dem Architekten Walter Gropius

– 1914 Mitglied der Berliner Secession

– 1925 Beginn der Lehrtätigkeit in Frankfurt am Main

– 1933 entlassen, aber 1934 wieder eingestellt, zieht jedoch noch im gleich nJahr nach Berlin

– 1936 übernimmt ein Meisteratelier an der Akademie der Künste Berlin

– 1937 Ernennung zum Professor

– 1938 Teilnahme an der Großen Deutschen Kunstausstellung, Adolf Hitler erwirbt die Plastik „Denker“

– als Künstler des Dritten Reiches von den Nationalsozialisten anerkannt

– 1945 – 1964 Professur an der Hochschule für bildende Künste Berlin

– 1954 Richard Scheibe erhält das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland

– Richard Scheibe erhält zahlreiche Aufträge im öffentlichen Raum, sein Oevre umfasst vorwiegend Porträts und figurative Arbeiten in unterschiedlichen Materialien

– 1964 stirbt Richard Scheibe in Berlin

– seit 1984 befindet sich der Nachlass des Bildhauers Richard Scheibe im Georg Kolbe Museum, seinem lebenslangen Künstlerfreund

Kunstwerke von Richard Scheibe im öffentlichen Raum  befinden sich u.a. in

Köln, Berlin, Frankfurt, Mannheim

Ergänzende Angaben zum Leben des Bildhauers

Richard Scheibe ist ein Bildhauer, der trotz seiner bekannten nationalsozialistischen Ausrichtung unmittelbar nach dem Krieg wieder mit Aufträgen bedacht wurde. Seine wohl bekannteste Skulptur ist ein Jüngling mit gekreuzten und gefesselten Händen als Mahnmal für die Opfer des Widerstandes, Hitlerattentat vom 20. Juli 1944. Diese Plastik von Richard Scheibe steht in Berlin im Bendler-Block.
Tatsache ist, dass der Bildhauer mit seinen Arbeiten an den Ausstellungen im Haus der Kunst in München alljährlich vertreten war. Mehrere seiner Skulpturen haben nach dem Krieg andere Namensbezeichnugnen erhalten und einige sind sogar in ihrer doch zu nationalsozialistischen Haltung verändert worden.
Zu diesen Skulpturen zählt auch das heutige Ehrenmal des Jüngling in Fesseln! Heute legen alle Staatsoberhäupter und Minister  dort Kränze nieder.
Anmerkung der Redaktion:
Kunst ist eben aus verschiedenen Sichtweisen zu betrachten. Kunst nur um der Kunst Willen? oder  mit einer sozialpolitischen und kritischen Aussage?

Weiterführende Informationen zum Künstler!