Standort Kirchstraße – Kirchplatz, Baesweiler
erstellt 1988
Künstler Hubert Löneke – Bildhauer   /  Krista Löneke-Kemmerling – Bildhauerin
Kultur-Partner

7 Baesweiler Stadtteile

Im stadtgeschichtlichen Lehrpfad der Stadt Baesweiler steht zu lesen, dass dieser neue Stadtbrunnen alle 7 ehemals selbständigen Ortschaften symbolisieren soll. Dieses Thema und die geheimnisvolle Zahl 7 haben die Künstler Krista Löneke-Kemmerling und ihr Ehemann Hubert Löneke, 27.06.1926 / 28.04.2011, vielfach in die Brunnenanlage, die sich über den ganzen Kirchplatz erstreckt, einfließen lassen.

Die Neugliederung der Gemeindestrukturen im Jahre 1971 führte schließlich zur Gemeinde Baesweiler, die dann vier Jahre später, 1975, die Stadtrechte erhielt. Die sieben ehemaligen Ortschaften und heutigen Stadtteile sind:   Baesweiler, Beggendorf, Floverich, Loverich, Oidtweiler, Puffendorf und Setterich.

Kulturpartner Stadtbrunnen in Baesweiler:

7 – die magische Zahl

In einer Nische zwischen den Aufgängen zur Kirche bewohnen scheinbar archaische, urzeitliche Tiere und Pflanzen die Brunnenstele. Aus diesen fließt das Wasser an 7 Stellen in ein Becken. Die Wassermenge wird verdoppelt, da nochmals 7 Wasserstrahlen auch aus dem unteren Bereich der Stele austreten. Das gesamte Wasser des Stadtbrunnen läuft nun quer über den Platz zu einer zweiten Brunnenanlage  hinunter, die wiederum 7 runde, kreisförmig angeordnete, niedrige Stelen aufweist. Diese Bronzestelen sind an ihrer Oberseite abgeschrägt und auf ihnen ist jeweils ein anderes Gesicht zu erkennen. Die Gesichter sollen, so die künstlerische Aussage, die 7 wichtigsten Gesichtszüge und daraus abzuleitende Charaktere der Menschen wiedergeben.

Dies sind: ein Choleriker, der Fröhliche, der Liebende, ein Melancholiker, der Optimist, der Pessimist und schließlich das Schlitzohr

Die „Liebenden“ sind als Paar gut zu erkennen! Wer aber erkennt die anderen Gesichter am Stadtbrunnen?

Auf jeden Fall fließen auch hier aus jedem Mund der Gesichter, insgesamt also 7 kleine Wasserfontänen in das Brunnenbecken. So, wie sich das Wasser der 7 ganz individuellen Gesichter in der Beckenmitte vermischt, so hat sich die Stadt Baesweiler aus 7 Ortschaften zu einer einzigen homogenen Stadt entwickelt.

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Das Künstlerpaar

Das Künstlerehepaar Löneke lernte sich während des Kunststudiums an der Düsseldorfer Kunstakademie kennen. Während Krista Löneke sich auch als Fotografin und mit Malerei beschäftigte, war ihr Mann von Beginn an der Bildhauer. Schließlich entwarf auch sie eigene Skulpturen. Gemeinsame Arbeiten waren jedoch eher die Seltenheit. Jeder hat für sich gearbeitet, dabei den Partner aber immer unterstützt. So ist u.a. die Plastik zur Entstehung des Lousberg in Aachen „Teufel und Marktfrau“ von Krista Löneke-Kemmerling. Hubert Löneke hinterließ der Stadt Baesweiler eine weitere wunderschöne Plastik, den „Wunderknaben“!

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