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Alsdorf – ehemalige Bergbaustadt

kultur in Alsdorf - Vorschaubild

Willkommen in der ehemaligen Bergbaustadt Alsdorf, dem Zentrum des Kohle-Wurmreviers. Nachweislich existiert Alsdorf mindestens seit 1191, wobei einzelne römische Münzfunde bis ca. ins 3. Jahrhundert auf kleinere Ansiedlungen im Alsdorfer Stadtgebiet hinweisen. Über einen langen Zeitraum gehörte die Region zum Herzogtum Limburg und konnte sich langsam entwickeln. Dann übernahmen die Franzosen um 1780 die Verwaltungshoheit und nach deren Abzug begann ein ständiger Wechsel der Zugehörigkeiten der heutigen Stadtteile, bis erstmals 1818 unter preußischer Vormacht Alsdorf in seiner jetzigen Einheit gebildet wurde. Allerdings gab es bis in die jüngste Vergangenheit immer wieder Änderungen in der kommunalen Zugehörigkeit durch Verwaltungs- und Gebietsreformen. In seiner jetzigen Größe gibt es Alsdorf, das 1950 die Stadtrechte erhielt, seit 1972.

Kultur in Alsdorf – Denkmalplätze

  • Ludwig Schaffrath Denkmalplatz in Alsdorf

    Ludwig Schaffrath Denkmalplatz in Alsdorf

    Ludwig Schaffrath Denkmalplatz; Ehrung für einen der bedeutendsten Glaskünstler des 20. Jahrhunderts für informelle Kunst und Kirchenfenster, Aachener Dom

  • Brikkebekker – Ziegelbäcker in Alsdorf

    Brikkebekker – Ziegelbäcker in Alsdorf

    Ein Brikkebekker ist ein alter Beruf, der seine Blütezeit mit dem Kohlebergbau bis Mite 20. Jh. hatte, da zu dieser Zeit viele Wohnsiedlungen entstanden...

  • Postillion – Gedenkstein in Alsdorf

    Postillion – Gedenkstein in Alsdorf

    Josef August Waezedski war ein deutscher Postillion. Ein Gedenkstein in Alsdorf erinnert an diesen Mann, der auf tragische Weise um Leben gekommen ist....

  • Krieger Ehrenmal in Mariadorf

    Krieger Ehrenmal in Mariadorf

    Das Krieger Ehrenmal in Mariadorf war im Jahre 1927 Mariadorf zunächst ein Holzkreuz. Ein Foto wurde gemacht und als Postkarte zur Finanzierung verkauft,..

Wandern Sie hier von Denkmalplatz zu Denkmalplatz – Alsdorf

Lange Zeit lebte die Bevölkerung Alsdorfs vom Kohlebergbau

1854 wurde hier die erste Kohle gefördert. Später übernahm der Eschweiler-Bergwerks-Verein die Konzession für die dortige Kohleförderung. Immer neue Wohnsiedlungen wurden für die Bergarbeiterfamilien gebaut. Es gab kaum eine Familie, in der nicht wenigstens einer, der Vater oder einer seiner Söhne den Beruf des Bergmanns ausübte. Fördertürme prägten das weithin sichtbare Landschaftsbild des Wurmreviers. Neue Schächte wurden immer tiefer in die Erde getrieben um an die so wertvolle Fettkohle zu gelangen. Dann ereignete sich am 21.10.1930 eines der schwersten Grubenunglücke des deutschen Bergbaus. Bei einer Explosion starben 270 Kumpels und 1 Frau in der Grube Anna II unter Tage. Über 300 weitere Bergleute wurden teils schwer verletzt. Rückschläge erlitt der Bergbau jeweils durch die beiden Weltkriege, da eine Vielzahl erfahrener Bergleute an die Kriegsfront geschickt wurden. Der Einsatz von Kriegsgefangenen als Zwangsarbeiter unter Tage war nicht entsprechend effektiv. Für die Alsdorfer Region war die Koksherstellung vor Ort von wesentlicher Bedeutung. Ab 1957/58 war die Grube Anna in Alsdorf die größte Kokerei in Deutschland mit einer Tagesleistung von ca. 4.000 Tonnen Koks. 1968 waren es dann sogar bis zu 5.500 Tonnen pro Tag.

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Vom Kohlebergbau zum Technologiestandort

Dann kam der Energiewandel in den 60er / 70er Jahren. Der Kohlebergbau, der die gesamte Region, insbesondere Alsdorf und seine Bewohner über 4-6 Generationen hinweg geprägt hatte, starb langsam.Ende 1992 wurde das letzte Stück Kohle unter Tage in der Grube Anna II gefördert und die Zeche endgültig stillgelegt. Eine andere Wirtschaft gab es zu diesem Zeitpunkt erst in den Ansätzen. Zahlreiche Bergbausiedlungen und Denkmäler erinnern heute an diese Zeit. Eine hohe Arbeitslosigkeit war die Folge des industriellen Wandels. Die Stadt schrumpfte. Mittlerweile ist der Strukturwandel in weiten Bereichen mit der Ansiedlung moderner Technologieunternehmen in Alsdorf gelungen und die große innerstädtische Brache des Grubengeländes mit Geschäften, aber auch mit einem umfangreichen Bergbaumuseum und Parkanlagen ein Schmuckstück der Stadt. An eine größere jüdische Gemeinde innerhalb Alsdorfs vor der Vertreibung und Deportation erinnern drei jüdische Friedhöfe und das Mahnmal in der Stadt. Sehenswert sind insbesondere der Tierpark am Alsdorfer Weiher und das Anna-Park-Gelände mit dem Bergbaumuseum. Hier lebt die Geschichte einer der ältesten Bergbauregionen Europas, dank der aktiven Mitglieder des Vereins Bergbaumuseum – Wurmrevier, weiter. Ein interessantes Besucherbergwerk mit Waschkaue, Schmiede und das Fördermaschinenhaus geben einen ungefähren Einblick in den aussterbenden Beruf eines Kumpels, wie man den Bergmann liebevoll nannte. Herausragend durch seine Höhe ist der erhaltene und des Nachts beleuchtete Förderturm der Grube Anna II auf diesem Gelände. Schon länger ein Alsdorfer Wahrzeichen ist der historische Wasserturm, der als Cinetower nicht nur einen modernen, viel besuchten Kinobetrieb, sondern auch eine beliebte Gastronomie beherbergt. Auf jeden Fall zu erwähnen ist die kleine innerstädtische Burg Alsdorf aus dem Mittelalter. Sie liegt etwas versteckt hinter dem Denkmalplatz, vorbei an den Kriegerdenkmalen (siehe Denkmalplätze). Nach wenigen hundert Metern trifft man noch auf die Mariensäule in einem der Burg vorgelagerten kleinen Park eines ehemaligen Friedhofs mit zahlreichen Grabsteinen aus dem 17. + 18. Jahrhundert (siehe hier ebenfalls unter Denkmalplätze). Wunderschön restauriert beherbergt die Burg die Alsdorfer – Baesweiler Volkshochschule / VHS. Und wer sich gerne in historischen Räumen das „JA-Wort“ geben möchte, der ist hier ebenfalls genau richtig. Verkehrstechnisch ist Alsdorf hervorragend über die A4 und die A46, jeweils Abfahrt Alsdorf / Eschweiler, zu erreichen.

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Google Map Alsdorf

Basisdaten Alsdorf

Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Kreis: Städteregion Aachen
Einwohner ca.: 47.000
Stadtteile: 16
Fluß / Gebirge / Region: Broichbach / Wurmrevier
Sport:
Besonderheit: Cinetower Wasserturm / Tierpark / Bergbaumuseum
Int. Firmen:
Kfz-Kennz.: AC
Postleitzahlen: 52477
Tel.-Vorwahlen: 02404