Project Description

Baesweiler – vom Bergbau geprägt

Stadt im Wandel

kultur in baesweiler - vorschaubild

Das heutige Stadtgebiet von Baesweiler besteht in dieser Form erst seit einer Gebietsreform in den 70er Jahren. Die 7 Stadtteile sind Baesweiler, Setterich mit der zweitgrößten Einwohnerzahl, gefolgt von Oidtweiler, Beggendorf, Loverich, Puffendorf und Floverich. Baesweiler wird zwar nachweislich erstmals 1130 in einer Schenkungsurkunde erwähnt, die Besiedelung dieser Region ist aber wesentlich älter.

Baesweiler liegt an der römischen Via Belgica

Heute ist durch Funde belegt, dass Baesweiler an der von Römern angelegten Via Belgica liegt. Und es scheint an Hand dieser Funde auch belegt, dass hier in der Region Baesweiler sogar Legionen des Gajus Julius Caesar um ca. 55 vor Christus ihre Zelte langfristig aufgeschlagen und sich damit angesiedelt haben. Die „Via Belgica“,  ist eine bedeutende Heerstraße der Römer von bzw nach Köln.

Um 952 urkundlich belegt ist der heutige Stadtteil Beggendorf auf Grund einer Schenkung von Gütern durch Erzbischof Bruno von Köln. Der Stadtteil Oidtweiler wurde 1104 ebenfalls in einer Urkunde von Erzbischof Friedrich I von Köln erstmals genannt.

Kultur in Baesweiler – Denkmalplätze

  • Unter Tage Bergarbeiter-Stele

    Unter Tage Bergarbeiter-Stele

    Unter Tage war die eigentliche Welt des Bergmannes. Mit Grubenlampe und Spitzhacke fuhren die Kumpels in die tiefen Schächte um das schwarze Gold zu holen.

  • Ziegelei – Denkmal in Baesweiler

    Ziegelei – Denkmal in Baesweiler

    In Baesweiler existiert noch heute eine Ziegelei. So prägen auch die Backsteinhäuser Bereiche des Stadtgebietes und erinnern an den Bergbau im Wurmrevier.

  • Wunderknaben in Baesweiler

    Wunderknaben in Baesweiler

    Die Wunderknaben spielten 1931 / 1932 gegen Mannschaften wie Rhenania Köln, Alemannia Aachen, Borussia Mönchengladbach um die westdeutsche Meisterschaft!

  • Seilscheibe in Baesweiler

    Seilscheibe in Baesweiler

    Mit einer Seilscheibe erinnert die Stadt Baesweiler an die schwarzen goldenen Zeiten des Bergbaus, hält damit aber auch den Untergang des Bergbaus fest.

Baesweiler – von der Landwirtschaft zum Bergbau

Die gesamte Region war seit Jahrhunderten landwirtschaftlich genutzt. Erst durch den beginnenden Steinkohle – Bergbau veränderte sich das Bild erheblich. Über 150 Jahre lang prägte dann auch hier, wie in den Nachbarstädten Alsdorf und Herzogenrath, der Kohlebergbau diesen Landstrich. Gruben entstanden. Bergarbeitersiedlungen wurden gebaut. Die kleinen Dörfer wie Setterich wuchsen in kürzester Zeit teils um das 4-fache. Als nicht genügend deutsche Arbeitskräfte zur Verfügung standen, da begann das Anwerben von Arbeitskräften, so genannten Gastarbeitern, durch die Kohleindustrie, zunächst vor allem aus der Türkei und Marokko. Viele dieser einstigen Gastarbeiter sind natürlich geblieben und die Familien leben nun schon in dritter Generation in der Regio Aachen. Vier Moscheevereine befinden sich heute alleine in Baesweiler. Durch diesen Bevölkerungsanstieg und zusätzliche Gebietsreformen erlangte Baesweiler 1975 die Stadtrechte, exakt in dem Jahr, in welchem der Kohlebergbau in der Baesweiler Zeche Carl-Alexander eingestellt wurde. Heute sind die alten Bergbau-Halden begrünt und zu Freizeit und Naherholungsgebieten umgewandelt. Die Landwirtschaft ist hingegen immer noch ein wichtiger Bereich. Insbesondere werden großflächig Zuckerrüben angebaut und in der benachbarten Jülicher Zuckerfabrick raffiniert.

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Was? und Wo? in Baesweiler – die wichtigsten Links!

Baesweiler – Kleinstadt mit Flair

Der Carl-Alexander-Park ist ein großflächiges und sehenswertes Naherholungsgebiet. Der Park entstand aus der alten Zechenbrache der Grube Carl-Alexander im Rahmen der Euregionale 2008. Etwas ganz besonderes ist dort der abenteuerlich scheinende Aufstieg über eine ca. 25 m lange Brücke, der „Schwebesteig“, der bis zu 10 m über dem Boden relativ steil nach oben führt. Die Steigung beträgt nämlich beachtliche 18 %. Die alte Kohlehalde hat eine Höhe von gesamt 80 m. Oben erwartet den Besucher ein herrlicher Blick auf Baesweiler und bei schönem Wetter bis hinüber nach Aldenhoven und vielleicht sogar Jülich. Ansonsten haben alle Stadtteile ihren eigenen Scharm. Auch Firmen haben Baesweiler seit längerem entdeckt. Die bereit stehenden großzügigen Gewerbeflächen bieten Entwicklungspotential, dass in größeren Städten oftmals nicht mehr vorhanden ist. So haben sich auch namhafte Firmen aus den USA und Kanada angesiedelt.

Baesweiler, Oidtweiler und die Dehnungsvokale

Eine Besonderheit findet sich in der Aussprache des Städtenamens bei der Stadt Baesweiler. Das erste „e“ hinter dem „a“ wird nicht gesprochen. Das „e“ ist hier lediglich ein Dehnungsvokal. Das „a“ wird somit lang gezogen ausgesprochen. Einen solchen Dehnungsbuchstaben hat gleichfalls auch der Stadtteil Oidtweiler. Hier wird das erste „i“ nicht gesprochen.

Baesweiler und der berühmte General

Es gibt einige Städte, die gerne in Anspruch nehmen, dass der Reitergeneral Jan von Werth bei ihnen geboren wurde. Doch, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist davon aus zu gehen, so heißt das im Amtsdeutsch, dass dieser berühmte Reitergeneral des Dreißigjährigen Krieges Jan van Werth, am 6. April 1591 in Puffendorf geboren wurde. Etwa mit drei Jahren zog er dann mit seinen Eltern nach Neuss – Büttgen. Die Kölner haben Jan van Werth zu Ehren ein Denkmal unweit des Rheines geschaffen.  Jan von Werth, er lebte bis 1652,  ist damit wohl der berühmteste Bürger der ehemaligen Kohlestadt an der Via Belgica.

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Google Map Baesweiler

Basisdaten Baesweiler

Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Kreis: Städteregion Aachen
Einwohner ca.: 28.000
Stadtteile: 7
Fluß / Gebirge / Region: Via Belgica / alte Römerstraße
Sport:
Besonderheit:  Carl Alexander Park
Int. Firmen: EHC Germany (Kanada), CareFusion Germany (USA), Alpla-Werke, Peerless Machine & Tool (USA), COOK Medical EUDC (USA)
Kfz-Kennz.: AC
Postleitzahlen: 52499
Tel.-Vorwahlen: 02401