Project Description

Langerwehe

der Töpferort

Kultur in Langerwehe- Vorschaubild

Langerwehe ist eine Straßendorf-Gemeinde die durch Gebietsreformen flächig gewachsen ist. Zu dieser Gemeinde, die als Töpferstadt weltweit bekannt ist, gehören eine Vielzahl kleiner Dörfer, die aus alten Gutshöfen entstanden sind. So gehen erste nachweisliche Ansiedlungen in das siebte Jahrhundert zurück. Der Kernbereich der Gemeinde Langerwehe ist wohl in der Zeit der Franken entstanden. Der vorgefundene Boden in dieser Region eignete sich besonders gut, um Töpferwaren herzustellen. So waren schon um die erste Jahrtausendwende die ersten Töpfer hier am Bach der Wehe tätig. Durch immer weitere Ansiedlungen von Töpfern und ihren Familien entlang des abfallenden Berghanges der nördlichen Eifel, entwickelte sich allmählich ein lang gezogenes Straßendorf. Erstmals findet man den Namen „Zur langen Wehe“ in einer Urkunde aus dem Jahre 1664.

Kultur in Langerwehe – Denkmalplätze

  • Töpferbrunnen in Langerwehe

    Töpferbrunnen in Langerwehe

    Walter Dohmen wählte als zentrale Figur für den Töpferbrunnen die Figur einer Frau, die die Form eines Gefäßes aufweist. So ist der Deckel des Gefäßes der Frauenkopf.

  • Jakobus der Ältere in Langerwehe

    Jakobus der Ältere in Langerwehe

    Apostelfigur Jakobus. Langerwehe ist traditionell ein Ort, durch welchen seit Jahrhunderten Pilger den Weg nach Aachen zur „Heiligtumsfahrt“ gehen. ...

  • Stolpersteine in Langerwehe

    Stolpersteine in Langerwehe

    Stolpersteine in Langerwehe. Seit dem Jahr 2000 ist die Verlegung der „Stolpersteine“ (fast) bundesweit mit genehmigtem Bauantrag erlaubt. Gunter Demnig...

  • Sankt Martin in Langerwehe

    Sankt Martin in Langerwehe

    Das Denkmal des Sankt Martin steht in Langerwehe an der Hauptstraße vor der Pfarrkirche St. Martin. Im Verhältnis zur Säule wirkt der bronzene Martin klein.

  • Brunnenstelen in Langerwehe

    Brunnenstelen in Langerwehe

    Was hat das Brunnenstelen Kunstwerk mit unserer Zeitrechnung zu tun. Der römische König Nurma Pompilius soll den Kalender um zwei Monate erweitert haben...

Pilger in Langerwehe

Verschiedene Klöster und Burganlagen entstanden an den vielen kleinen Eifelbächen in der Umgebung von Langerwehe in den Wäldern der Nordeifelausläufer. Es war sehr fruchtbares Land. Die Pilger, ob sie nun nach Kornelimünster, nach Aachen, nach Düren oder sogar den weiten Weg des heiligen Apostel Jakobus nach Spanien gingen, durchquerten die heutigen Gemeindeteile von Langerwehe und machten hier in den Klöstern Rast. Nicht wenige von ihnen nahmen sich einen Tonkrug oder Trinkbecher auf ihre weitere Wanderung mit. Beliebt war vor allem die Langerweher Feldflasche aus Keramik, bis sich stoßfestere und auch leichtere Gefäße aus Metall durchsetzten.

Das Aachhorn von Langerwehe

So verbreiteten sich die sehr guten Langerweher Gebrauchsutensilien aus Ton quer durch Europa. Insbesondere ein spezielles Blasinstrument, das „Aachhorn“, wurde bei den Pilgerern zum Verkaufsschlager und Markenzeichen für Töpferware aus Langerwehe. Es hielt als Abbildung sogar Einzug in die offiziellen Dienstbereiche der Fürsten und der Gerichtsbarkeit der Langerweher. Ein Schöffensiegel von 1543 zeigt neben einem Löwen drei schlanke sogenannte Aachhörner. Auf den Hörnern wurde zum Beispiel während der Heiligtumsfahrt in Aachen, aber auch in anderen Pilgerorten geblasen. Bis zu 5 unterschiedliche Töne waren auf dieser mittelalterlichen Vuvusela möglich. Wenn die Heiligtümer gezeigt wurden, dann bliesen tausende Pilger gleichzeitig auf diesen Hörnern. Ob das Benutzen der Hörner den Pilgerern wegen des Ohren betäubenden Lärms verboten worden ist, müsste noch erforscht werden. Jedenfalls ist der Brauch des Aachhornblasens seit ca. 200 – 300 Jahren verschwunden. Die Langerweher Aachhörner fanden darüber hinaus als Signal- und Warnhörner in ganz Europa Verwendung. Dies belegen zahlreiche archäologische Funde.

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Industrialisierung in Langerwehe

Eine industrielle Hochzeit erlebten die Bewohner des Gemeindebereiches Schönthal vom 16. bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Zunächst wuchs die Messing verarbeitende Industrie zu großer Blüte im 16. Jahrhundert und dann kam die Nadelfabrikation ab dem 19. Jahrhundert hinzu. Der Erste Weltkrieg und die daraufhin folgende Weltwirtschaftskrise, sowie die industrielle Verlagerung vieler Metallfabriken an die Ruhr waren das Aus für die Schönthaler Werke. Langerwehe liegt am nördlichsten Ausläufer der Eifel. Viele Wanderwege führen hier an alten Schlössern, Klöstern und Hofanlagen vorbei. Beliebte Ausflugsziele sind unter anderem die Laufenburg aus dem 12. Jahrhundert mit einer kleinen Gaststätte für die Wanderer, die Wenauer Kirche mit der Klosteranlage der Prämonstratenserinnen, deren Kloster seit über 800 Jahren existiert und sicherlich auch der Wehebachstausee bei Schevenhütte. Besucher der Region sollten sich aber auf jeden Fall die Zeit nehmen, in das Töpfereimuseum mit einer Töpferlehrwerkstatt zu gehen, das in einem alten Pfarrhaus im Ortskern untergebracht ist. Abseits des großen Tourismus ist Langerwehe für einen Tagesausflug absolut empfehlenswert und an der Autobahn A4 zwischen Aachen und Köln gelegen, hervorragend zu erreichen.

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Google – Map Langerwehe

Basisdaten Langerwehe

Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Kreis: Düren
Einwohner ca.: 14.000
Gemeindegebiete: 14 Ortsteile
Fluß / Gebirge / Region: Wehebach / Nationalpark Nordeifel / Rureifel
Sport:
Besonderheit: Töpfergemeinde / Wehebachtalsperre
Int. Firmen: alesco GmbH & Co. KG (Verpackungsmaterialien)
Kfz-Kennz.: DN
Postleitzahlen: 52379
Tel.-Vorwahlen: 02423 / 02409