Standort Obertor,  Mayen 
erstellt 1983
Künstler Carl Burger – Bildhauer
Kzltur-Partner

Der Stierbrunnen

Der Steinmetzbetrieb des bekannten Bildhauers Carl Burger, lebte von 1875 bis 1950, hat eine Vielzahl Kunstwerken, wie den Stierbrunnen im Stadtbild Mayens zurückgelassen. Der Stier steht seit dem Jahre 1983 am Obertor. Doch bevor es so weit war, dass der Stier diesen Platz im Schatten des Obertor und in Sichtweite der Genovevaburg erhielt, musste das stolze Tier eine weniger schöne Zeit in einem Lager des städtischen Bauhofes von Mayen verbringen. Sein  ursprünglicher Standort in unmittelbarer Nähe der Steinmetzschule wurde aufgegeben. Der Stierbrunnen musste dort weg. Doch dann gab es lange Zeit keinen Platz für diesen Brunnen. So landete der Stier eben in einem Bauhofgebäude.

Auf die Initiative aktiver Bürger im Verkehrsverein wurde schließlich ein Platz für den Stierbrunnen in Mayen gefunden und die Aufstellung 1983 neben dem Obertor realisiert. Der Stier ist ein anschauliches Bild für die Verbindung der Mayener, die ja lange Zeit vorwiegend vom Basaltabbau und Tuffsteinbetrieben lebten, zu den ländlicheren Stadtgebieten, die natürlich Landwirtschaft und Viehzucht betrieben und damit die Nahrung für die Städter lieferten.

Kulturpartner Stierbrunnen in Mayen:

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 Carl Burger – der Steinmetz

Die Steinmetzfachschule befand sich seit ihrer Gründung im Jahre 1922 in der Straße Wasserpförtchen. Das erhaltene Gebäude steht unter Denkmalschutz. Carl Burger war ein gefragter Bildhauer. Er hat in zahlreichen Städten Deutschlands Kunstwerke, Brunnen und Steinskulpturen hinterlassen. So stehen in Mayen aber auch Denkmale, die aus seiner Werkstatt kommen, aber von anderen Bildhauern gefertigt wurden. Das beste Beispiel sind die „7 Schwaben“ des Bildhauers Heinrich Comes.

Außerhalb Mayens sind vor allem der Schängelbrunnen und der Weinbrunnen in Koblenz, der Wehrhafte Schmied und der Tritonenbrunen in Aachen, aber auch zahlreiche Kriegerdenkmale bekannt.

Seine Laufbahn als Künstler begann Carl Burger als gebürtiger Partenkirchener mit einem Studium an der Kunstgewerbeschule in München. Dann wechselte er als Lehrer an die Kunstgewerbeschule Aachen. Schließlich siedelte er 1921 nach Mayen um und gründete an seinem neuen Wohnort die Steinmetzfachchule. Das Hauptmaterial seiner Arbeiten war die reichlich verfügbare Basaltlava und der Tuffstein.