Standort Simmerath und Lammersdorf
erstellt ca. 1936 – 1940
Künstler tausende Arbeiterinnen und Arbeiter
Kultur-Partner

Westwall als Grenzbefestigung

Zum Schutz vor befürchteten Überfällen aus dem Westen Europas, hatten sich die Regierenden des Dritten Reiches überlegt, einen Befestigungswall entlang der deutschen Westgrenze zu errichten. Zu dieser Zeit ging man davon aus, dass es genüge, die gepanzerten Fahrzeuge der Feinde aufzuhalten. Aus dieser Idee entstand der Plan des Westwall, eine Höckerlinie aus Betonstelen, die versetzt in mehreren Linien hintereinandergestellt, das Weiterkommen der Panzer verhindern sollten. Quer durch die westliche Eifel zieht sich dieser Westwall, der von Adolf Hitler auch persönlich besucht und der Baufortschritt  begutachtet wurde. Genutzt hat diese Panzerbarriere letztendlich nicht. Der Bombenkrieg gegen deutsche Städte, insbesondere auch in den Städten Aachen, Düren, aber auch in Simmerath hatten nur die völlige Zerstörung der Innenstädte zur Folge. In den Höckerlinien starben 1944 / 45 in aussichtslosen Kämpfen junge Männer einen sinnlosen Tod.

Kulturpartner Westwall in Simmerath:

Höckerlinien und Bunker in Simmerath

Zahlreiche Bunkeranlagen gab es in der Gemeinde Simmerath. Die meisten von Ihnen wurden gesprengt oder komplett entfernt. Die Betonstelen des Westwalles sind jedoch noch an einigen Stellen sichtbar. So können Spaziergänger diese grauen Relikte eines fast 70 Jahre zurückliegenden Krieges am Rande des Stadtzentrums von Simmerath entlang der Kalferscheider Gasse finden. In der Gemeinde Lammersdorf ist der Westwall etwas versteckt in den Wiesen beim Buschfelder Weg zu entdecken. Die ganze Größe der einzelnen Höcker ist meist nicht mehr ersichtlich, da Erdaufschüttungen zwischen den Betonteilen diese zum Teil bedecken. In einigen Bereichen sind dieser Grenzwall, so wie einige Bunkerreste komplett mit Erdreich aufgeschüttet, so dass sich hier Erdwälle und Hügel erheben. Im Bereich der Betonreste des Westwalles hat sich vielfach eine besondere und schützenswerte Flora und Fauna entwickelt.

Rückblick in der Geschichte

Nach Beendigung einer mehrtägigen Inspektionsreise von Adolf Hitler ließ er 1939 folgendes verlauten:

“Soldaten und Arbeiter der Westfront! Die Besichtigung des Westwalls hat mich von seiner Unbezwingbarkeit überzeugt. Mit mir dankt das deutsche Volk allen, die durch bedingungslosen Einsatz in kürzester Zeit die Grundlage für Deutschlands Sicherheit in Beton und Stahl geschaffen haben.”

In einer weiteren Rede hielt Adolf Hitler den Westwall als

“Gigantischstes Befestigungswerk aller Zeiten”!

Die Gesamtkosten für den etwa 160 – 170 Kilometer langen Westwall, der auch “Siegfried-Linie” genannt wurde, und seine Bunkeranlagen, beliefen sich auf ca. 3,5 Milliarden Reichsmark. Mehr hierzu auch auf der Seite von Herzogenrath, Westwall – Panzersperren.

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