Standort Herzogenrather Weg, Baesweiler 
erstellt 1973
Künstler Dombaumeister + Glasmaler Prof. Dr.-Ing Heinz Dohmen
Kultur-Partner

Ziegelei – ein Bauboom für Bermannssiedlungen

Für den Bau der vielen neu zu erstellenden Wohnhäuser in den wachsenden Bergbausiedlungen, benötigten die Maurer vor Ort sehr viele Steine aus der Ziegelei. Diese Ziegel wurden zumeist in Ortsansässigen Betrieben gebacken. Das Ziegelbacken war daher ein wichtiger Beruf in einer Bergbaustadt. Alsdorf hat dem „Brikkebäcker“ ein Denkmal gesetzt. In Baesweiler wird an die alte Ziegelbäcker – Tradition mit einem besonderen Ziegelbauwerk erinnert. Dieses Ziegelei – Denkmal zeigt gleichzeitig die wichtigsten Elemente des Mauern mit den gebackenen Ziegelsteinen, wie Stützpfeiler, Rundbogen und ein Kreuzgewölbe.

Welche Bedeutung die Ziegelei hatte, belegt auch die ehemalige Bahnstrecke des „Feurigen Elias“. Das Ziegelwerk, dessen Gebäude heute teilweise noch vorhanden sind, hatte einen eigenen Bahnanschluss an die Schmalspurbahn des „Heggeströfers“ und der Baesweiler Stadtteil Oidtweiler zudem einen Bahnhaltepunkt. Einige Siedlungen in Baesweiler erinnern heute mit ihren historischen Wohnhäusern an die Zeit des Bergbaus und die Menschen, die in diesen Häusern gewohnt haben. So gab es auch bauliche Unterschiede hinsichtlich der hierarchischen Position eines Bergmannes. Die einfacheren Häuser wurden von normalen „Kumpels“, wie man Bergmänner nannte, bewohnt. Die aufwendigeren Backsteingebäude hießen auch „die Steigerhäuser“. Das waren Häuser der besser verdienenden Bergleute ab der Position des „Steiger“. Diese Position war zeitweise sogar beamtet.

Kulturpartner Ziegelei – Denkmal in Baesweiler:

Architekt, Dombaumeister und Künstler

Der Essener Dombaumeister Prof. Dr. Heinz Dohmen, 23.08.1934,  hat den Entwurf zu diesem Denkmal in Erinnerung an diese alte Handwerkszunft des Ziegelbackens und Verbauens entworfen. 1973 wurde das Denkmal von der Stadt Baesweiler aufgestellt.

Heinz Dohmen hatte an der RWTH Aachen Architektur studiert und promovierte 1974 mit einer Dissertation über Kirchengebäude des 19. Jahrhunderts. Schwerpunkte waren dabei die Kirchengebäude in den Regionen Neuss, Bergheim und Grevenbroich. Im Bistum Essen war Dr. Dohmen seit 1976 Diözesanbaumeister, ab 1981 auch Dombaumeister. Seine Professur erhielt Prof. Dr. Dohmen durch verschiedene Lehraufträge an den Universitäten Essen, Bochum und sogar in der Schweiz in Fribourg.

Sicherlich einige Höhepunkte seiner Werke sind 2 Papstaltäre aus Anlass des Besuches Papst Paul II. im Bistum Essen, so wie acht Kirchen in Brasilien. Daneben beschäftigte sich Heinz Dohmen künstlerisch mit Glasmalerei. Sein umfangreichstes Werk befindet sich wohl in Hagen in der Liebfrauenkirche mit 39 Fenstern. Aber auch in Baesweiler hat der Künstler Heinz Dohmen sieben Fenster hinterlassen. Diese sind in der Mahnkapelle auf dem Baesweiler Friedhof zu sehen.

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