Standort Franz Mehring Platz Rüdersdorfer Straße/Straße der Pariser Kommune, Berlin – Friedrichshain
erstellt 1978
Künstler / Architekten Heinrich Apel – Bildhauer

Franz Mehring – Historiker + Politiker

Zu Ehren des Publizisten und marxistischen Historikers Franz Mehring, wurde 1972 der damalige Küstriner Platz in Franz Mehring Platz umbenannt. Dies geschah während der kompletten Umgestaltung des Platzes mit dem Bau des Verlagshauses „Neues Deutschland“ in der typischen DDR – Plattenbauweise. Die Büste von Franz Mehring befand sich nicht sofort vor dem Gebäude. Diese wurde erst im Jahre 1978 dort aufgestellt. Geschaffen hat die Bronzebüste der Bildhauer Heinrich Apel.

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Das Leben des Franz Mehring

Franz Mehring wurde am 27. 02.1846 im pommerschen Schlawe, heute Slawno in Polen, geboren. Er studierte zunächst an der Univesität Leipzig und schließlich an der Berliner Friedrich – Wilhelm – Univesität. Allerdings wurde er dort im Jahre 1870 Zwangsexmatrikuliert. In dieser Zeit begegnete Mehring erstmals den Sozialdemokraten Wilhelm Liebknecht und August Bebel. Die Kriegswirren in den Jahren 1870 / 71 ließen den Journalisten Mehring mehrmals seine politischen Positionen wechseln. Für mehrere Zeitungen arbeitete Franz Mehring als Autor und verfasste entsprechende Bücher. Auch für die Frankfurter Zeitung war er tätig. Mit kritischen Artikeln machte sich der Journalist jedoch bei den Sozialdemokraten, wie den Juden zeimlich unbeliebt.

Franz Mehring Büste

Annäherung an die Sozialdemokratie

Die Auseinandersetzung mit den Schriften von Karl Marx brachte schließlich in den 1880er Jahren wieder eine Annäherung von Franz Mehring an die Sozialdemokratie. In dieser Zeit verfasst er eine Biographie über Karl Marx. Während Mehring für die Weser-Zeitung in Bremen arbeitete, ging er 1882 wieder nach Leipzig, um dort an der Universität seine Promotion zum Dr. phil. zu machen. Von 1884 – 90 war er zunächst Mitarbeiter, schließlich sogar Chefredakteur der Volkszeitung. Doch Franz Mehring zerstritt sich mit den Herausgebern. Die genauen Gründe sind unklar, jedoch spielten hier wohl politische wie auch private Gründe eine Rolle.

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vom SPD – Mitglied zum KPD – Mitbegründer

Franz Mehring wurde 1891 SPD – Mitglied in Berlin. Dann engagierte er sich als Leiter der „Freien Volksbühne“ von 1892 – 95. Ein Grund für diese Tätigkeit war wohl, dass sein ehemalige Lebensgefährtin und Schauspielerin von anderen Berliner Theaterhäusern abgelehnt wurde.

Franz Mehring verfasste nun zahlreiche sozialdemokratischen Schriften, unter anderem für die Zeit. Er  war 5 Jahre Chefradakteur der Leipziger Volkszeitung von 1902 – 07, schrieb für die SPD-Zeitschrift „Vorwärts“ und lehrte intern an der SPD – Parteischule. Während dieser Zeit war August Bebel Parteivorsitzender.

Die politisch turbulenten Jahre vor dem Ersten Weltkrieg und während des Krieges zersplitterte die Partei. 1916 kam es zur Gründung des Spartakusbundes, denen auch Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg angehörten. Mit ihnen gemeinsam war er an der Gründungsvorbereitung der KPD unmittelbar nach dem Ende des ersten Weltkrieges 1918 beteiligt. Die Gründung erfolgte am 30. Dezember 1918, bzw 01. Januar 1919. Franz Mehring war dabei. Seine Weggefährten Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg wurden am 15. Januar 1919 ermordet. Franz Mehring starb in Berlin am 19. Januar 1919, nur 4 Tage nach seinen Freunden wohl an einer Lungenentzündung in Verbindung mit der körperlichen Erschöpfung über den Tod seiner Freunde. Sein Todestag war zugleich der Tag der ersten Nationalversammlung nach dem Krieg. Schon im Februar 1919 war die KPD erstmals verboten worden.

Hinweis der Redaktion:

Ein weiterer Guss der Franz Mehring Büste befindet sich in Magdeburg im Geschwister Scholl – Park.

Quelle über den Tod Mehrings: Eduard Fuchs (1870-1940), Kulturwissenschaftler und Freund; Text als Vorwort der Karl-Marx Biographie von Franz Mehring im Mai 1919.

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