Standort: Monschau – Markt
erstellt: Anfang 80er Jahre
Künstler: Bonifatius Stirnberg – Bildhauer
Kultur-Partner:

Monschauer Historie

Auf dem Marktplatz Monschaus steht ein bronzener Tuchmacherbrunnen oder  auch Weberbrunnen genannt. Er erinnert an die Tradition der Tuchmacher in Monschau seit dem 17. Jahrhundert. Ende des 18. Jahrhunderts erreichte Monschau den Höhepunkt mit seiner feinen Tuchfabrikation und brachte vielen Tuchmachern großen Reichtum. So war auch das berühmte „Rote Haus“ von der Tuchmacherfamilie Scheibler. Johann Heinrich Scheibler erbaute dieses Haus im Jahre 1752. Heute ist dieses berühmte Gebäude an der Rur ein Museum.

Kulturpartner Tuchmacher – Brunnen in Monschau:

Weber – Färber – Scherer

Der Brunnen auf dem Markt zeigt die drei wichtigsten Berufsgruppen bei der Herstellung von feinen Tüchern und Stoffen. Da ist natürlich zuerst der Weber, der die angelieferte Wolle verwebt. Dann kommt der Färber, der die Stoffe wäscht und einfärbt. Am Schluss gibt der Scherer die nötige Feinheit, durch das Abschneiden der überstehenden Wollfasern. Doch dieses Gewerbe war alles andere als leicht. Vorwiegend wurde die Wolle in dieser Zeit aus Spanien angeliefert. Bevor aber die zahlreichen Weber anfangen konnten, musste die Wolle gründlich gewaschen werden. Dazu wurde Seifenlauge und Urin verwendet. Nach dem Auswaschen unter ständig fließendem Wasser aus der Rur wurde die Wolle gesponnen Nun kamen die Weber an die Reihe. Schließlich wurden die großen Stoffbahnen von den Färbern eingefärbt und anschließend zum Trocknen aufgespannt. Danach ging es darum, die Stoffe aufzurauen. Das war in der Produktion mit die anstrengendste Tätigkeit. Durch dieses feine Aufrauen wurden überflüssige Fasern aus dem Stoff gezogen und so die Textilie verfeinert. Auf die bearbeiteten Stoffe wartete der Scherer. Er war der Topverdiener unter den Tuchmachern. Auf seine präzise ruhige Hand kam es nun an. Mit einer überdimensionalen Schere entfernte er gleichmäßig die überstehenden Fasern. Der Scherer glitt mit seinem Werkzeug hauchzart über die Tücher. Je besser dieser gearbeitet hatte, um so wertvoller die Tücher. Daher wurde dies mit äußerster Sorgfalt durchgeführt und dauerte pro Tuch oft einige Wochen.

Der Künstler

Der Aachener Bildhauer und bekannte Figurenkünstler mit bespielbaren Brunnenfiguren u.a. in Aachen, Stolberg, Düren und Alsdorf schuf dieses Denkmal. Stirnbergs künstlerische Handschrift ist unverkennbar. Sein Werdegang begann bei Joseph Beuys an der Düsseldorfer Kunstakademie. Dort war er in seiner ersten Klasse und wurde Meisterschüler der Akademie. Das Kunstwerk wurde gestiftet von der Firma Derichs und Konertz.

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