Standort Dürener Straße Kirche St. Peter und Paul  /  Eschweiler
erstellt 21. Mai 1985
Künstler Bonifatius Stirnberg – Bildhauer
Kultur-Partner  

St. Michael-Denkmal – Drachentöter

Wer die Stadt Eschweiler besucht und von der Fußgängerzone Grabenstraße aus die Inde überquert und mal die andere Seite der Stadt erkunden möchte, der kommt schnell auf den großen Marktplatz. Hier präsentiert sich von seiner gesamten Länge und Größe die Kirche St. Peter und Paul. Sie ist ein geschichtsträchtiges Wahrzeichen der Stadt Eschweiler. Auf dem Weg zur Kirche, die etwas erhaben liegt, gab es vom Marktplatz aus eine große Freitreppe, an deren Ende sich eine Statue des Heiligen Michael befand. Dies deshalb, weil die Kirche ursprünglich St. Michael hieß. Doch dann hatte der Kölner Domprobst die Hoheit über diese Kirchengemeinde und seither heißt die Kirche St. Peter und Paul.

Anmerkung der Redaktion:

Jedem Tierchen sein Pläsierchen! Und: Et kütt wie et kütt!
Kölsches Grundgesetz!

Kulturpartner Drachentöter in Eschweiler:

2 x Kirmes in Eschweiler

Innerhalb der Kirche befinden sich weiterhin St. Michael-Kunstwerke. Durch diese doppelte Namensgebung der Kirche haben, zur Freude vor allem der Kinder und Jugendlichen, die Eschweiler auch zweimal im Jahr Kirmes auf dem Marktplatz. Im Juni ist die Peter-Paul-Kirmes und im September die St. Michael-Kirmes.

Jedenfalls wurde diese große Michaelstatue bei Bombenangriffen 1943/44 zerstört. Der Wiederaufbau der Kirche nach dem Krieg dauerte 30 Jahre, bis 1975 die letzten Renovierungsarbeiten beendet waren.

Das neue Denkmal des Drachentöter

Nun war fast alles perfekt. Die Gemeinde hatte wieder ihre repräsentative Peter und Paul Kirche. Aber es fehlte ihnen die Statue des heiligen Michael. Nachdem die Finanzierung gesichert war, wurde der Aachener Bildhauer Bonifatius Stirnberg beauftragt ein neues Denkmal des St. Michael zu fertigen. Als Standort wurde jedoch die vom Marktplatz abgewandte Seite des Kircheneinganges an der Dürener Straße gewählt. Der ehemalige Schüler von Joseph Beuys an der Düsseldorfer Kunstakademie entwarf einen Feuer speienden Drachen, dessen Rachen weit geöffnet ist. Über dem Drachen mit einer Lanze bewaffnet schwebt der Engel Michael. Die Lanze stößt tief in das weit geöffnete Maul des Drachen hinein. Auf diese Weise besiegt Michael das Böse. Diese Darstellungen sind in vielfältiger Weise im christlichen Glauben vorhanden, haben ihre Ursprünge aber in alten überlieferten heidnischen Geschichten. Der Drachentöter taucht in der langen mythologischen Geschichte in unterschiedlichen Gestalten und vielen Legenden auf.
Das Denkmal „Michael der Drachentöter“ als Bronzeplastik wurde am 21. Mai 1985 aufgestellt.

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