Standort Stolberg – Willy-Brandt-Platz 
erstellt 2009
Künstler Bonifatius Stirnberg – Bildhauer
Kultur-Partner Europäischer Kunsthof

Galmei – das Gold aus Stolberg

Stolberg, die Kupfer- und Messingstadt hat eine lange Geschichte. Unweit der Altstadt und in Sichtweite der Burg steht heute der Galminusbrunnen. Das Erz Galmei, ein wunderbarer Schatz dieser Region, ist natürlich für die Entstehung des Brunnens verantwortlich. Der Sagengestalt Galminus, einem kleinen Gnom angenommen, hat sich der Arzt, leidenschaftlicher Kunstsammler und Stolberger Bürger Professor Dr. Roland Fuchs. Auf seine Veranlassung hin, der Brunnen wurde von ihm gestiftet, wurde der Galminusbrunnen von dem Aachener Brunnenkünstler Bonifatius Stirnberg entworfen und schließlich auch realisiert. Stirnbergs Handschrift ist unverkennbar. Seine Figuren erzählen hier, wie auch in anderen Städten, Düren, Aachen, Alsdorf, um nur einige zu nennen, mit beweglichen Figurenmotiven auf spezielle Art die Geschichte einer Region, einzelner Personen oder Geschehnisse. So sind hier mit dem Galminusbrunnen die industrielle Entwicklung Stolbergs auf Grund seiner Erzvorkommen mit der Sagenfigur Galminus und der einzigartigen Galmeiflora untrennbar verbunden worden. Einzelne Motive innerhalb der Brunneninstallation sind ein Kupferhof, Messinggefäße, Zinkwannen in denen Kinder spielen und sich mit Dalli-Seife waschen, ein Kupferschläger, ein vom Wasser getriebenes Hammerwerk, Galmeiveilchen und der sagenumwobene Zwerg Galminus. Nach ihm wurde der Brunnen schließlich benannt. Natürlich fehlt auch die Narrenkappe nicht und die von Stolberg in alle Welt exportierten und bis heute erfolgreichen Druckknöpfe der Firma Prym.

Kulturpartner Galminusbrunnen in Stolberg:

Galminus der Galmeischürfer

Er lebte der Sage nach um 100 vor Christus in der Stadt Gression, der. heutigen Region des Stolberger Stadtteils Gressenich. Als schließlich die Franken durchs Land zogen und eroberten, da flüchteten sich die kleinen Galmeischürfer in ihre gegrabenen Erdstollen. Je länger die Besetzung ihres Landes andauerte, je mehr gewöhnten sich die Gressier an ihre unterirdische Umgebung. Wie viele Gressier seitdem im Verborgenen leben, das ist nicht wirklich überliefert. Da die Haupttätigkeit des Galmeischürfens heute nicht mehr gefragt ist, gab es für die Gressier auch keine wirkliche Aufgabe mehr. Sie langweilten sich. Allmählich fanden sie die Menschen ganz nett, aber auch oftmals mit ihrer Arbeit überfordert. Da sahen sie für sich eine neue Aufgabe. So kommen sie bis heute immer wieder aus ihrem verborgenen unterirdischen Land nach oben und helfen den Menschen auf ihre Weise. Wirklich zu Gesicht bekommen, haben sie allerdings bisher nur wenige, und dies immer nur aus weiter Entfernung. Denn, nähert man sich ihnen zu sehr, um sie sich genau anzusehen, da sind sie auch schon wieder verschwunden. So konnte immer nur eine annähernde Beschreibung über das Aussehen der Gressiers abgegeben werden. Ob es sich hier vielleicht sogar um ein Quarrismännchen oder ein Killewittchen handelt, die ständig ihr Aussehen verändern können, darüber streiten sich die Forscher. Vielleicht sind diese aber auch verwandte Zwergenrassen der Gressier. Mit Hilfe von Stolberger Kindern wurde schließlich ein Name für den Galmeischürfer gefunden. Man taufte ihn auf den gut klingenden Namen Galminus. Mehr über den Galminus, sein Leben, sein Aussehen, erfährt man beim Besuch des Industriemuseums Zinkhütter Hof oder im Internet auf www.zinkhütterhof.de

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Stolberger Ketschenburg Brauerei

Der Standort des Galminusbrunnen liegt unmittelbar vor dem Hauptgebäude der ehemaligen Ketchenburg Brauerei. Der Brunnen zeigt auch einen Becher der bekanntesten der etwa 8 ehemaligen Stolberger Brauereien. Welchen Grund es für diesen Standort des Brunnens gibt, das ist nicht exakt belegt. Bei unseren intensiven Recherchen konnten wir aber einige interessante Zusammenhänge erkennen. So sollen in der Vergangenheit, als hier die Brauerei noch existierte, immer wieder kleine Zwerge von mehr oder weniger leicht angetrunkenen Brauereimitarbeitern gesichtet worden sein. Der ein oder andere soll sogar nur mit tatkräftiger Unterstützung eines Galminus den Weg nach Hause gefunden haben. Allerdings, beschreiben konnte hinterher keiner mehr seinen kleinen Helfer. Irgendwie kamen die Männer aber immer nach Hause, entweder abgestützt auf einem Galminus oder in schwierigen Fällen sogar in einer Schubkarre. Der Galminusbrunnen ist ein Denkmalplatz für große und kleine Stolberger mit Phantasie und Spaß an wunderschönen Geschichten. Zum Künstler Bonifatius Stirnberg finden Sie weitere Denkmalplätze und dort auch Informationen zu seinem künstlerischen Werdegang seit Beginn seiner Studienzeit bei Joseph Beuys an der Düsseldorfer Kunstakademie.

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