Standort Schaarmarkt, „Michelwiesen“Hamburg
erstellt  1999/2001
Künstler  Rapa Nui, Bildhauer von den Osterinseln
Kultur-Partner

MOAI Angelito vor dem Michel

Wer ist MOAI – Angelito? Auch der Name RAPA NUI ist den meisten Menschen weitgehend unbekannt. Dabei handelt es sich um einen Abenteuerfilm des berühmten Schauspielers Kevin Kostner aus dem Jahre 1994. Doch der Film „Rebellion im Paradies“ fand kaum Anklang. Rapa Nui gerät also (fast) wieder in Vergessenheit.

Kultur-Partner „Moai Angelito- Denkmalplatz Hamburg“

Rapa Nui – die Osterinseln

Die Figur auf der Parkanlage in Blickweite des Hamburger Michel, genannt Angelito, kommt den Betrachtern doch irgendwie bekannt vor. Etwas befremdlich, nicht aus dieser Welt steht die Steinskulptur MOAI dort. MOAI hat fast eintausend Geschwistern. Diese stehen sehr weit weg von jeglicher Zivilisation im Pazifik auf den „Osteinseln“. Diese kleine Inselgruppe, die wie große Eier aus dem Wasser des Pazifik ragen, wurde 1722 von dem niederländischen Kapitän Jacob van Roggeven entdeckt. Seitdem halten diese mysteriösen Steinfiguren auf den Osterinseln, bzw auf RAPA NUI, wie die Polynesier diese kleine Insel mit ihren Riffen nennen, ihr Geheimnis für sich.

Moai Angelito in der Hansestadt Hamburg

Warum verschwanden die Moai?

Wer waren die RAPA NUI, die Künstler dieser Figuren? Warum wurden über 200 begonnene Moai nicht vollendet? Wie haben sie diese bis zu 20 Meter hohen und bis zu 100 Tonnen schweren Steinblöcke aus den Steinbrüchen geholt und Kilometer weit Hügel hinauf und herunter transportiert? Die Moai stehen wie eine kleine Armee von Wächtern auf der Insel, die auf das offene Meer hinaussehen, die aber zum Beispiel auch im Schlot des dortigen Vulkans Rano Raraku stehen. Die Ureinwohner RAPA NUI müssen vom Fischfang und der Insel gelebt haben. Natürliche Feinde hatten sie nicht. Wurde diese Urbevölkerung durch eine Naturkatastrophe ausgelöscht? Wurden sie vielleicht durch Zufall von Piraten entdeckt, getötet und entführt? Haben sie sich vielleicht sogar gegenseitig ermordet? Sind die letzten Überlebenden mit Booten von der Insel geflohen? Oder brach eine ökologische Katastrophe in Form einer Seuche über die Ureinwohner herein, wie viele Forscher behaupten? Auch der Berühmte norwegische Meeresforscher Thor Heyerdahl forschte lange, ohne das Geheimnis der Osterinsel und seiner Moai lösen zu können.

Wandern Sie hier von Denkmalplatz zu Denkmalplatz in Hamburg Mitte

Moai als UNESCO Weltkulturerbe

Die Osterinseln sind zwar politisch zu Chile gehörend, aber die polynesische Herkunft seiner Bewohner ist unübersehbar. Kaum 6.000 Bewohner zählt Rapa Nui im Jahre 2013. Chile ist etwa 3.800 Kilometer entfernt, Tahiti etwa 4.200 Kilometer und ist kaum größer als die deutsche Insel Sylt, aber viel einsamer gelegen. Seit 1995 stehen die dortigen MOAI unter dem Schutz der UNESCO als Weltkulturerbe.

Der Hamburger Michel – MOAI

Jedes Jahr feiert Hamburg das Michelwiesenfest. Dort steht nun seit 2001 ein MOAI. Der Generalkonsul Chile in Hamburg hatte 1999 zwei große unbehauene Vulkansteine/Tuffsteine, das Ursprungsmaterial der Moai-Figuren, extra von der Osterinsel, Rapa Nui, nach Hamburg bringen lassen. Mit angereist waren Bildhauer der Rapa Nui, die diese beiden Vulkansteine in original Moai Skulpturen verwandelten. Auf Initiative des Vereins „Kulturaustausch Hamburg-Übersee e.V. wurde am 4. April 2001 eine Moai-Figur nun auf der Michelwiese stehend der Hamburger Bevölkerung übergeben. Das Fest kam so gut bei der Bevölkerung, insbesondere bei den in Hamburg lebenden Chilenen an, dass seit 2001 das Michelwiesenfest jedes Jahr gefeiert wird. Der Moai bekam den Namen „Angelito“ und ist bei vielen Touristen ein begehrtes Fotomotiv.

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