Standort:  Hoesch Park / Stürtzstraße  Düren
KULTUR-PARTNER:  

Villa Hoesch

Die „nackte Frau“ im Hoesch – Park gehört zu den ganz wenigen Kunstobjekten in Düren, die den verheerenden Bombenangriff 1944 überstanden haben, (lesen Sie hierzu über das Denkmal „Memento“). Der kleine Hoesch – Park befindet sich an der Stürztstraße – August-Klotz-Straße unweit des Leopold – Hoesch – Museums. Wer sich die Menge der abgeworfenen Munition der Alliierten vorstellt, der wird kaum begreifen können, dass hier überhaupt etwas unbeschadet geblieben ist. Die „Nackte Schönheit“ gehört dazu. An ihrem jetzigen Standort befand sich einst die Villa der Familie von Dr. Hermann und Adele Hoesch. Die aus Stein gehauene anmutige nackte Frau stand in dem privaten Garten der Hoeschs. Ursprünglich muss dort, wo sie aufgestellt worden war ein kleiner Weiher gewesen sein. So ist auch zu verstehen, dass diese Frau mit ihrer rechten Hand einen neben ihr liegenden Wasserkrug festhält. Obwohl es schon vor Jahrzehnten journalistische Nachforschungen gab, die in der Aachener Volkszeitung mit einem Bericht veröffentlicht wurden, ist der Name des Künstlers dieser schönen Nackten bis heute unbekannt geblieben. Zeitzeugen konnten sich nur an den Park der Hoeschs mit dieser Skulptur inmitten eines wunderschönen Gartens erinnern.

Kultur-Partner „Nackte Frau in Düren“

Der Hoesch – Park

Die Stadt kaufte das Grundstück von der Familie Hoesch nach dem so genannten „Schwarzen Freitag“, dem wohl bis dahin größten Börsencrash an der Wall Street und in der Folge an allen europäischen Börsen im Oktober 1929. Interessant hierbei ist die Feststellung, dass der „Schwarze Freitag“ eigentliche ein Donnerstag war. Jedenfalls mussten wohl auch die Hoeschs Geld flüssig machen und deswegen Immobilien verkaufen. Die Stadt öffnete schon Anfang der 30er Jahre den Garten für die Allgemeinheit und benannte ihn nach dem vorherigen Besitzer „Hoesch-Park“. Es gibt leider keine Dokumentation bei der Stadt Düren über die Umwandlung des Areals mit einem möglichen Hinweis auf den Steinbildhauer dieser Skulptur. So sitzt sie, in sich ruhend, auf dem Steinsockel. Meist ist sie alleine. Und vor ihr befindet sich kein kleiner See mehr, an dem sich die Dürener aufhalten könnten.

Quelle:   Aachener Volkszeitung