Standort Severinskirchplatz, Köln
erstellt 1990
Künstler Sepp Hürten – Bildhauer
Kulturpartner

Schokoladenmädchen

Das wunderschöne Mädchen auf dem Servinskirchplatz hat nicht nur 1 Namen. Sie wird neben Stollwerck-Mädchen auch Schokoladenmädchen, Pralinenmädchen, aber auch Gerda genannt. Fest steht auf jeden Fall, dass sie von den Bewohnern in diesem Kölner Stadtviertel am Severinskirchplatz geliebt und gepflegt wird. Ständig werden ihr neue Blumen in dem vor ihr stehenden Kübel gepflanzt.

Das Stollwerck – Mädchen hat ihre Existenz einem Wettbewerb zu verdanken, um den Platz mit einem Kunstwerk zu gestalten. Ihr Namensbezug zur Schokolade kommt von der ehemaligen Schokoladenfabrik Stollwerck, die hier ansässig war.

Kultur-Partner „Stollwerck – Mädchen in Köln“

Bildhauer Sepp Hürten

Der Künstler Sepp Hürten, geb. 1928 in Köln, überzeugte mit seinem Entwurf des Stollwerck – Mädchens den Ausschuss und fertigte die Bronzeskulptur. Aufgestellt wurde die Plastik im Jahre 1990. Der Bildhauer begann mit seinem Studium unmittelbar nach Kriegsende an den Kölner Werkschulen. Zudem ließ er sich im Schnitzerei-Handwerk unterrichten. Einer seiner Lehrmeister war Professor Gieß, nach dessen künstlerischem Entwurf der deutsche Bundesadler als Wappen gefertigt worden ist.

Schon früh begann Sepp Hürten freischaffend zu arbeiten. Insbesondere im Bereich der sakralen Kunst erhielt der Bildhauer zahlreiche Aufträge. Seine Kunstwerke sind u.a. in den Kirchen der Bistümer von Köln und Paderborn zu finden. In Köln ist dies z. B. der weiße Marmor Sarkopharg in St. Pantaleon, in dem die sterblichen Überreste der Kaiserin Theophanu, gest. 991, eingebettet wurden.

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Gerda – das Schokoladenmädchen

Der Name Gerda für das Schokoladenmädchen hat seine eigene Geschichte. Die Künstlerin und Fotografin Uschi Huber bemerkte bei ihren Spaziergängen und Einkäufen, dass sich die Skulptur des Schokoladenmädchens irgendwie immer veränderte. Mal war es das Licht des Morgens, des Abends, bei Regen, bei Sonne, mit Schnee oder einem Vogelschiss. Aber es waren auch die Anwohner, Geschäftsleute und Marktbetreiber, und natürlich Jugendliche, die dafür sorgten, dass ständig etwas anders war an diesem hübschen, fast lebensgroßen Mädchen.

Uschi Huber hat dies über Jahre dokumentiert, fotografiert und in einem Buch veröffentlicht. Da ihr Schokoladenmädchen einen Namen haben sollte, hat sie die hübsche junge Frau „Gerda“ getauft, ein Name, der zu jener Zeit sehr geläufig war. Und so erinnert nun das Schokoladenmädchen Gerda an all die Frauen, die in der Stollwerck-Fabrik um 1900 gearbeitet haben.

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