Standort Hauptstraße, sowie im Gemeindegebiet  /  Langerwehe
erstellt ab Juni 2005 in Langerwehe
Künstler Gunter Demnig – Projektkünstler
Kultur-Partner  

Stolpersteine  in Langerwehe erinnern an ehemalige Mitbürger

Der Name Gunter Demnig steht auch für Stolpersteine in Langerwehe. Seine Kunstwerke, die „Stolpersteine“, Pflastersteine mit einer kleinen Gedenkplatte erinnern an die in der Zeit des Nationalsozialismus deportierten und ermordeten Bewohner, insbesondere jüdische Mitbürger, wie sie auch hier in Langerwehe lebten. So erinnern vier Stolpersteine in Langerwehe an Levy, Hedwig und Anneliese Höxter, die nach Izbica deportiert wurden, sowie an Gerta Ruth Höxter. Das Schicksal aller vier Personen ist unbekannt geblieben. Sie sind jedenfalls nie wieder aufgetaucht. Zwischen 1993 und 1997 entwickelte Gunter Demnig das Denkmalplatz – Projekt „Stolpersteine“ von der Idee bis zur Realisierung und der ersten Verlegung von Erinnerungssteinen. Mit seinen Pflastersteinen mit Messingdeckel, diese versehen mit einer Inschrift, erinnert der Künstler an die Opfer der NS-Zeit. Und er erinnert mit jedem Stolperstein immer an eine Person, so dass auch mehrere Steine vor einem Haus, dem letzten Wohnort der Menschen, im Boden eingelassen sein können, wenn zum Beispiel eine komplette Familie deportiert und später umgebracht worden ist. Klar, dass Gunter Demnig die ersten Steine ohne Einholung einer behördlichen Genehmigung in den Boden brachte. Dies war in Berlin 1996 und Köln 1997.

Kulturpartner Stolpersteine in Langerwehe:

Stolpersteine in über 700 Städten in Europa

Seit dem Jahr 2000 ist die Verlegung dieser „Stolpersteine“ bundesweit mit vorher genehmigtem Bauantrag erlaubt. Allerdings gab und gibt es immer wieder Versuche, wie seinerzeit in Hamburg von der Schill-Partei, die Verlegung solcher Stolpersteine zu verhindern. Einige Städte, aber auch private Hausbesitzer wehren sich erfolgreich gegen die Hinweissteine in den Gehwegen. Andererseits gibt es einige Nachahmer mit ähnlichen Projekten, die der Künstler sicherlich zu Recht als Plagiate bezeichnet. Ergebnis seiner Idee und der Realisierung sind heute vielfache Preise für den Künstler bis hin zum Bundesverdienstkreuz. Mittlerweile hat seine Idee die Grenzen zu den Nachbarländern überschritten. Derzeit sind in ca. 700 Städten und Gemeinden, vorwiegend in Deutschland, aber auch in Österreich, Ungarn, Niederlande, Belgien und weiteren Staaten ca. 32.000 Stolpersteine von Gunter Demnig verlegt worden. Und jeder Stein ist ein ganz besonderer Denkmalplatz! Alle Informationen zu Gunter Demnigs Denkmalplatz – Projekt „Stolpersteine“, vor allem, wie Sie eine Patenschaft übernehmen können, finden Sie auf der Website: www.stolpersteine.com

Auf seiner Startseite erscheint dann auch ein Stolperstein mit folgendem Text:

STOLPERSTEINE – EIN KUNSTPROJEKT FÜR EUROPA VON GUNTER DEMNIG Ein Projekt, dass die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, der Zigeuner, der politisch Verfolgten, der Homosexuellen, der Zeugen Jehovas und der Euthanasieopfer im Nationalsozialismus lebendig erhält.

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