Standort Aachen / Kaiser-Friedrich-Allee
erstellt: ab ca. 1905 bis 1910
Künstler: Carl Burger – Bildhauer
Kulturpartner

Der Tritonenbrunnen ist der Gottheit Triton gewidmet

Teile des Tritonenbrunnen in Aachen haben schon eine bewegte Geschichte hinter sich. Der Bildhauer Carl Burger,26. Nov. 1875 bis 20. Febr. 1950, war ab 1904 Professor für Plastik an der Kunstgewerbeschule Aachen. Zu dieser Zeit wurde der ehemalige „Rheinische Bahnhof“, Aachens heutiger Hauptbahnhof komplett erneuert. Das davor befindliche Kriegerdenkmal zu Ehren der in den Kriegen „1866 / 1870 / 1871 GEFALLENEN SOEHNEN“ war schon 1902 abgerissen worden. So wurde Carl Burger beauftragt zur Neueröffnung des Bahnhofs im Jahre 1905 für den Bahnhofsvorplatz ein Brunnen – Denkmal zu schaffen. Er entwarf den Tritonenbrunnen, benannt nach dem griechichen Meeresgott. In seinen Brunnen bezog er Reste der einstigen Umfassung des Kriegerdenkmals mit ein.

Kulturpartner Tritonbrunnen in Aachen:

Der Aachener „Wassermann“

Nachdem die Kaiser-Friedrich-Allee, sowie der angrenzende Hangeweiher als Parkanlage umgestaltet worden waren, wurde ca. 1923 mit dem Abbau des Tritonenbrunnens vor dem Aachener Hauptbahnhof begonnen. Anschließend wurde dieser dann wieder am Beginn der Kaiser-Freidrich-Allee neu aufgebaut und in das dortige Parkkonzept eingebunden. Der Brunnen wurde so aufgestellt, dass er von dem Flüsschen Pau gespeist wird, das dann aber kanalisiert bis kurz vor den Hangeweiher unterirdisch weiter fließt. Dort tritt die Pau dann wieder ans Tageslicht. Der „Wassermann“, wie die Aachener die Gottheit Triton auch nennen, speit in einer Fontäne das Wasser der Pau in ein großes Becken. Aus Fischmäulern kommt zudem Wasser für das kleine Rundbecken unmittelbar unter der Hauptfigur. Beim Neuaufbau mittig der Kaiser-Friedrich-Allee wurde auch die alte Umfassung des Kriegerdenkmals wieder verwendet. Rechts- und linksseitig flankieren 2 Wölfe den Brunnen. Neben dem „Wehrhaften Schmied“ gibt es weitere Werke von Burger in Aachen, ein Büste Karl des Großen, sowie der Aesculap- und Neptunbrunnen in der Elisabethhalle.

Quellen:
Peter Hermann Loosen: Aus dem alten Aachen. Historische Skizzen oder Aachener Geschichte in Geschichten. 3. erweiterte Auflage. Aquensia-Klette-Verlag, Aachen 1978, S. 160 f.

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