Standort Michaelisstr. / St.-Ansgar „Kleiner Michel  Hamburger Neustadt
erstellt November 1889 / seit 1977 am jetzigen Standort
Künstler Engelbert Joseph Peiffer – Bildhauer
Kultur-Partner

Die Wappenlöwen um Karl den Großen

Die vier im Halbkreis stehenden Wappenlöwen waren im Jahre 1889 Teil des Kaiser-Karl-Brunnens am Alten Fischmarkt. Sie wurden 1940 / 41 zusammen mit der Karlsstatue abgebaut, eingelagert und so vor der Zerstörung des Krieges gerettet.
Nun stehen sie fast eigenständig im Halbkreis nahe des „Kleinen Michel“.
Jeder Löwe hält symbolisch ein Teil Hamburger frühzeitlicher Geschichte fest. Der Bildhauer Engelbert Peiffer, lebte 14. Mai 1830 / 18. Oktober 1896, schuf die Wppenlöwen zusammen mit der Kaiser Karl Skulptur als Gesamtkunstwerk. Auch viele Grabdenkmale auf dem Ohlsdorfer Friedhof tragen seine Handschrift: „Gabriel Rießer Grabstein – weißer leuchtender Marmor zeigt die unverhüllte Wahrheit“; die Statuen „Rubens“; „Tizian“; „Holbein“ am Altbau der Kunsthalle sind ebenfalls von Peiffer.

Kultur-Partner „Wappenlöwen in Hamburg“

Adolph IV von Schauenburg Graf von Holstein

Dieser Adelsmann lebte von ca. 1200 (Jahr nicht exakt bekannt) bis 1261. Er kam aus dem Adelsgeschlecht der Grafen von Schauenburg und Holstein.
Als Heerführer konnte Adolph IV. wichtige Siege erringen. So biss sich der Dänenkönig Waldemar II. mehrfach an Adolph IV. die Zähne aus. Er eroberte auf diese Weise im Juli 1227 auch Holstein zurück, dass sein Vater, Adolph III., siehe Denkmalplatz Trostbrücke, an Waldemar II. verloren hatte. Die Stadtgründungen von Kiel und Oldenburg in Holstein, aber auch von Itzehoe, sowie Rinteln und Stadthagen im Schauenburger Land gehen auf Adolph IV. zurück. 1239 zog sich Adolph IV. in das von ihm gestiftete Franziskanerkloster in Kiel als Mönsch zurück. 1244 ließ er sich in Rom zum Priester weihen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Adolph noch minderjährige Kinder, deren Vormundschaft sein Schwiegersohn übernahm. Und dieser Schwiegersohn war ein Sohn seines einstmals erbittertsten Widersachers Waldemar II.

Wappenlöwen in Hamburg

Ditmar Koel

Dieser echte Seefahrer lebte von 1500 bis 1563 in Hamburg. Er wusste, wie man mit einem Schiff umzugehen hatte. Die Zeit eines Störtebekers waren zwar vorbei, aber das Seeräubertum auf der Nordsee zwischen den Hansestädten blühte dennoch. Ditmar Koel war gefürchtet, denn er war einer der erfolgreichsten Seeräuberjäger seiner Zeit.
Für Ditmar Koel gibt es daher auch einen eigenen Denkmalplatz.

Wandern Sie hier von Denkmalplatz zu Denkmalplatz in Hamburg Mitte

Prof. Dr. Albert Krantz

Albert Krantz dürfte man einen theologischen Diplomaten und Schriftsteller nennen. Auf jeden Fall gilt er als das Gedächtnis des deutschen Norden. Krantz, auch Crantz oder lateinisch Crantzius geschrieben lebte um 1448 bis Dezember 1517 in Hamburg. Albert Krantz ging von klein auf seinen Weg wie folgt: 1463 – Studium an der Universität Rostock; 1465 – Erhalt des Baccalaureus; 1467- Magister; 1480 – Professor; 1481 – Dekan; 1482 – Rektor der Artistenfakultät; 1491 – Doktorgrad; 1493 – Dr. Theologie.
Neben theologischen Schriften war er maßgeblich an der Überarbeitung der Hamburger Stadtrechte beteiligt, beriet den Senat, vermittelte in Länderstreitigkeiten. Sein Nachlass ist ein sechsteiliges Werk, geschrieben von 1500 – 1509, über die hanseatische und norddeutsche Geschichte, insbesondere politischen Entwicklung und der Kriege dieser

Erzbischof Adalbert von Bremen

Dieser Erzbischof von Hamburg und Bremen war ein geschickter Politiker und sehr macht hungrig.
Vermutlich um das jahr 1.000 geboren, starb Erzbischof Adalbert im März 1072 in Goslar. Zu Zeiten Kaiser Heinrichs des III. und dann auch wieder bei Kaiser Heinrich dem IV. war Adalbert von Bremen einer der wichtigsten politischen Gestalten des Reiches. 1032 war Adalbert schon Domprobst von Halberstadt, wo er zur Schule gegangen war. 1043 wurde er zum Erzbischof von Bremen und Hamburg ernannt und blieb dies bis zu seinem Tod.
Seine Nähe zu Kaiser Heinrich dem III. wurde nachhaltig gestärkt, da er den Kaiser wohl vor einem Mordkomplott gewarnt hatte. Papst Benedikt IX versah schließlich Adalbert mit den erzbischöflichen Würden. Sein machthunger war groß und so legte sich der Erzbischof auch mit zahlreichen Adelsgeschlechtern an, unter anderem weil er die alleinige Gerichtsbarkeit beanspruchte. Adalbert soll in dieser Zeit durch Protegierung von Kaiser Heinrich III. sogar als Kandidat für das Amt des Papstes gehandelt worden sein. Dies ist allerdings umstritten, obwohl es dem Machtstreben von Adalbert entsprechen würde. Als der noch unmündige Kaiser Heirich IV. an der Macht war, taktierte Adalbert so geschickt, dass er schließlich um 1064 die alleinigen Machtbefugnisse kinne hatte. Doch bereicherte er sich derart, dass er selber schon 2 Jahre später wieder entmachtet wurde. Trotzdem schaffte er es nochmals neben Kaiser Heinrich IV. zu einem Comback und wurde Mitregent des Reiches.

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