Standort Ostermannplatz – Kastellsgäßchen, Köln – Altstadt
erstellt 1938 / 39  und 1974
Künstler Jürgen Hans Grümmer – Bildhauer
Kultur-Partner

Willi Ostermann – Kölner Urgestein?

Der in Köln gefeierte Mundartsänger Willi Ostermann ist ein eingemeindeter Kölner. Denn sein Geburtsort ist die Stadt Mülheim, dass zu dieser Zeit, er wurde am 1. Oktober 1876 geboren, noch eigenständig war. Das störte später die Kölner wenig. Willi Ostermann komponierte wohl zur Jahrhunderwende 1899 sein erstes erfolgreiches Lied. Es war den Bewohnern von Köln Deutz gewidmet.

Kultur-Partner „Wiili Ostermann in Köln“

Andenken an den Liedermacher

In Köln erinnert insbesondere der Willi Ostermann Brunnen an den Sänger, Texter und Komponisten, obwohl er keine Noten kannte. Dieser Brunnen wurde im Februar 1939 zur Karnevalszeit eingeweiht. Seit 1967 gibt es auch eine Willi Ostermann Gesellschaft in Köln, dem Karneval verschrieben mit dem Ziel, den Namen des ersten Kölner „Pop-Stars“ in Ehren zu halten.Im gleich Jahr wird erstmals die Willi Ostermann – Medaille vergeben. Ehrenträger sind Künstler, die sich besonders verdient gemacht haben zur Pflege der Musik in Kölner Mundart.

Der Spieler Willi Ostermann

Willi Ostermann singt und spielt seine Lieder aus dem Bauch heraus. Er findet seine Texte in dem ganz normalen Alltagsleben der Kölner und besingt es. Das kommt so gut an, dass seine Lieder bald auch beim Kölner Karneval und den Rosenmontagszügen gesungen werden. Seinen Durchbruch hatte er wohl 1907 / 1908. Von da an ging es mit der Karriere steil Berg auf. Schließlich wurden erste Schallplattten gepresst.  Mit den Verdiensten aus seiner Musik zog es den Musiker allerdings auch immer wieder auf die Pferderennbahn. Aber Willi Ostermann schrieb Song für Song! Eines hatten alle Lieder gemeinsam, es waren eingängige einfache Melodien und Texte, die der Kölner schnell mitsingen konnte.

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Der Willi Ostermann Brunnen

Der Brunnen auf dem Ostermannplatz wurde 1997 umgestaltet. Der 1939 erbaute Brunnen zeigt einige der von Willi Ostermann besungenen Kölner Bewohner. Deneben steht noch ein kleiner Brunnen mit einem Porträt des Künstler. Diese Medaille könnte nach einem Entwurf des Kölner Bildhauers und Medailleurs Johann Baptist Schreiner gefertigt worden sein. J. B. Schreiner war ein Jahr vor Ostermann 1935 verstorben.

Im Jahre 1974 nahm sich der Bildhauer Jürgen Hans Grümmer des Ostermann Brunnens an. Er gestaltete die Brunenanlage um die zentrale Figurengruppe neu. Der Kölner Künstler, Maler und „Freiraumgestalter“ wie er sich selber sah, lebte von 1935 bis 2008.

Ich mööch zo Foß no Kölle jon

Willi Ostermann kam nach einem Zusammenbruch während eines Auftrittes ins Krankenhaus, in dem er schließlich am 6. August 1936 starb. Zuvor schrieb er noch auf dem Krankenbett das Lied mit der berühmten Kölner Zeile „ich mööch zo Foß no Kölle jon“ (Ich möchte zu Fuß nach Köln gehen). Ihm blieb dies verwehrt, aber er hinterließ damit der Stadt Köln ihre heimliche Nationalhymne. Ostermann hinterließ über 170 Liedtexte, vorwiegend in Kölner Dialekt. An dem Tag seiner Beerdigung auf dem Melatenfriedhof blieben die meisten Geschäfte in Köln über Stunden geschlossen. Es sollen an die 35.000 Menschen den Weg zum Friedhof Melaten gesäumt haben.

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