Standort Museumsinsel, Berlin – Mitte
erstellt 1866 – 1876 (Gebäude)  /
Künstler Friedrich August Stüler  –  Planungs-Architekt  /   Gustav Hermann Blaeser – Bildhauer Alexander Calandrelli – Bildhauer  /  Rudolf Schweinitz – Bildhauer  /  Ferdinand Lepcke – Bildhauer  /  Reinhold Begas – Bildhauer
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Alte Nationalgalerie Berlin

Die Alte Nationalgalerie war das dritte Museum auf der Spreeinsel. Über die Notwendigkeit eines Museum für zeitgenösische Kunst wurde schon zu Zeiten von König Friedrich Wilhelm IV diskutiert und wohl auch Entwürfe des Architekten F.A. Stüler gemacht, jedoch ein entsprechendes Museum nie erbaut. Notwendig machte ein Museumsbau schließlich die Schenkung einer umfangreichen Kunstsammlung an den preußischen Staat. So wurden die Pläne des Architekten Stüler, die wohl auch die Idee des Tempelbaus beinhalteten, mehrfach modifiziert und schließlich auf Veranlassung von Wilhelm I. in Auftrag gegeben. 1876 wurde das Museum von Kaiser Wilhelm I. eröffnet.

Kultur-Partner  –  Alte Nationalgalerie – Denkmalplatz Berlin – Mitte

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Reiterstandbild im Aussenbereich

Den Aussenbereich um die Alte Nationalgalerie zieren einige sehenswerte Plastiken. Der Blickfang ist natürlich das Reiterstandbild von König Friedrich Wilhelm IV oberhalb der Freitreppe mit vier weiteren Skulpturen zu seinen Füßen. Diese sollen die Allegorien der Kunst, Historie, Philosophie und Religion darstellen. Das Skulpturenensemble wurde erst zehn Jahre nach Eröffnung des Museum 1886 auf der Freitreppe aufgestellt. Grund war u.a. der Tod des Bildhauers Gustav Hermann Blaeser, der mit der Realisierung beauftragt war. Alte Skizzen zeigen das Gebäude daher ohne dieses Kunstwerk. Schließlich wurde der Bildhauer  Alexander Calandrelli beauftragt, der etwa 9 Jahre dafür benötigte. Der befreundete Bildhauer Rudolf Schweinitz hat wohl an der Umsetzung mitgewirkt.

Alte Nationalgalerie in Berlin - Friedrich Wilhelm IV

Bogenspannerin im Kolonadenhof

Die in graziler Anspannung stehende Bogenspannerin des Bildhauers Ferdinand Lepcke ist eines der Kunstwerke, das in den seitlichen Parkanlagen des Museums Alte Nationalgalerie steht. Der Meisterschüler des Bildhauers Fritz Schaper war zum Studium der Bildhauerei von Coburg nach Berlin gegangen, wo er blieb. Die Bogenspannerin wurde für die Alte Nationalgalerie etwa 1897 vom Künstler gefertigt und schließlich noch in mehreren Güssen ausgeführt. So steht die Bogenspannerin ebenfalls in seiner Geburtsstadt Coburg, sowie in  der polnischen Stadt Bydgoszcz. In Bydggoszcz wurde die Skulptur zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufgestellt und ist in der Zwischenzeit zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden ist.

Alte Nationalgalerie in Berlin - Bogenspannerin

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Reinhold Begas im Kolonadenhof

Der Bildhauer Reinhold Begas war sicher einer der bedeutendsten Skulpturenkünstler gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Eine Vielzahl von Aufträgen erhielt Begas vom Kaiser selbst oder den Adelsfamilien. Große Brunnenanlagen und heroische Skulpturengruppen, aber auch Porträts namhafter Philosophen, Wissenschaftler und Jünstler dieser Epoche gehörten zu seinem Portfolio.

Das mythologische Kunstwerk Kentaur mit Nymphe in den Kollonaden des Museum Alte Nationalgalerie wurde vom Künstler mehrfach umgesetzt. In Marmor steht die Plastik im zoologischen Garten seit 1901. Die Alte Nationalgalerie ist im Besitz einer gegossenen Metallskulptur wohl aus dem Jahre 1881 – 1888. Die nackte Frau scheint hier keine Angst vor dem wilden Kentaur ( Centaur ), einem Zwitterwesen aus Pferdekörper und Mensch zu haben. Die meisten Kentauren galten als unbeherrscht und wolllüstig, einzelne aber auch als weise.

Alte Nationalgalerie in Berlin - Kentaur mit Nymphe

Weitere Quellen u.a. Meyers Konversationslexikon

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