Standort  Pariser Platz, Berlin – Mitte – Dorotheenstadt
erstellt 1788 – 1791
Künstler Carl Gotthard Langhans  –  Baumeister  /  Johann Gottfried Schadow  –  Bildhauer  /  W. E. Emmanuel Jury  –  Kupferschmied  /  Otto Schnitzer  –  Bildhauer
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Das Brandenburger Tor am Pariser Platz

Kaum ein Gebäude in Deutschland ist wohl bekannter als das Brandenburger Tor. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands 1989 wurde dieses Tor weltweit ein Symbol für Freiheit! Zuvor war das Brandenburger Tor, durch das man in Ost – West – Richtung gehen kann, das Symbol der Teilung eines Landes und oftmals Mittelpunkt der schwierigen Beziehungen zur benachbarten DDR. Auf mehreren Euro – Cent – Münzen mit deutschen Motiven ist das Brandenburger Tor abgebildet.

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Die Berliner Akropolis

Als das Brandenburger Tor zum ausgehenden 18. Jahrhundert erbaut wurde, da orientierte sich der Baumeister an alte griechische Monumentalbauten. So erinnert das Bauwerk stark an die Akropolis in Athen. Das Kapitel des Tores mit dem darauf befindlichen Kunstwerk „Quadriga“ wird beiderseits von sechs Säulen getragen. Die Räume zwischen den Säulen in Ost-West-Richtung sind bis zur Decke mit Mauern geschlossen worden. Auf diesen Mauern sind beiderseits Kunstwerke in den Stein gearbeitet. Da sich diese Bildnisse jedoch in einer Höhe um ca. 10 m befinden, sind die Motive nur sehr grob zu erkennen. An das eigentliche Brandenburger Tor schließen sich seitlich zwei etwas niedrigere Häuser im gleichen helenischen Baustil an, die das Ensemble der Berliner Akropolis vervollständigen.

brandenburger - tor in berlin

Friedrich Wilhelm II.

Der preußische König Friedrich Wilhelm II. hatte eine Vision, als er in Berlin auf der Straße Unter den Linen unterwegs war. Er wollte, dass die schon damals prachtvolle Straße am Ende ein Stadttor erhält, dass seiner und der Stadt Berlin würdig war. Der Baumeister Carl Gotthard Langhans fertigte die Entwürfe in Anlehnung an griechische Bauwerke der Antike. Nach dreijähriger Bauzeit konnte das Brandenburger Tor 1791 eingweiht werden. Es besteht aus hellem Sandstein und ist etwa 26 m hoch. Die Druchgangstiefe beträgt ca. 11 Meter. An der Einweihung soll König Friedrich Wilhelm II. nicht teilgenommen haben.

Kurz vor dem 200. Jahrestag der Fertigstellung stand dieses Bauwerk durch den Mauerfall, die Grenzöffnungen und die friedliche Weidervereinigung Deutschlands, sowie vorläufige Beendigung des kalten Krieges im Blickpunkt der gesamten Welt.

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Die Quadriga auf dem Brandenburger Tor

Im Jahre 1793 wurde die Großplastik der „Quadriga“ auf dem Brandenburger Tor installiert. Dieses Kunstwerk ist von dem Bildhauer Johann Gottfried Schadow entworfen und modelliert worden. Die handwerliche Umsetzung der Quadriga übernahm der Potsdamer Kupfermeister Emmanuel Ernst Jury, dessen Nichte oder auch Tochter angeblich für die Friedensgöttin bzw. Siegesgöttin als Modell fungiert haben soll.

Quadriga auf dem Brandenburger - Tor

Unbekleidete Siegesgöttin

In der ersten Version der Quadriga auf dem Brandenburger Tor stand die Siegesgöttin mit dem Vierergespann fast nackt in dem Wagen. Obwohl das Kunstwerk hoch oben auf dem Brandenburger Tor den Blicken weit entrückt stand, gab es wohl in Berlin regen Unmut über die Darstellung. Mehrfach nahm der Bildhauer Schadow daher Änderungen an der Frauenfigur vor. Auch der römische Adler wurde erst bei einer letzten Überarbeitung hinzugefügt.

Beschädigungen am Brandenburger Tor

Erstmals wurde die Quadriga von Kaiser Napoleon Bonaparte als Beutekunst demontiert und nach Paris gebracht. Aufgestellt wurde diese dort jedoch nie. Schon 8 Jahre später war Napoleon geschlagen und die Quadriga kehrte auf mühseligem Weg nach Berlin zurück. Der eventuell fehlende römische Adler wurde durch einen preußischen Adler ersetzt.

Die Anhänger des Nationalsozialismus unter Adolf Hitler demonstrierten Ihre Macht, indem diese 1933 einen Siegeszug durch das Branenburger Tor hindurch machten. In der Folge des zweiten Weltkrieges und der Bombardierung Berlins kam es zur Zerstörung der Quadriga. Das Brandenburger Tor blieb starb beschädigt stehen. In einem weisen Vorausblick auf eventuelle Kriegsschäden wurde bereits 1942 ein kompletter Gipsabdruck der Quadriga genommen und sicher eingelagert. Nach dem Krieg konnte das Kunstwerk von dem Bildhauer Otto Schnitzer auf Grund der Gipsabdrücke neu geschaffen werden. Ab 1961 bis zur Maueröffnung stand das Brandenburger Tor im sogenannten Sperrgebiet zwischen Ostberlin und Westberlin.

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