Standort Geilenkirchener Straße   /   Herzogenrath / Ritzerfeld
erstellt Mai – 3. August 1930
Künstler Josef Meurisse – Bildhauer + Medailleur
Kultur-Partner  

Herzogenrath und Papst Pius XI

Am 11. Dezember 1925 hatte Papst Pius XI das Christus-König-Fest kirchlich eingesetzt, welches am Sonntag, 31. Oktober 1926 erstmals gefeiert wurde. Gerade zu dieser Zeit überlegten Ritzerfelder Bürger, wie und wo man den Gefallenen des 1. Weltkrieges von 1914 – 1918 ein bleibendes Denkmal errichten konnte. So entstand durch den vom Papst eingesetzten kirchlichen Feiertag die Idee zu diesem damals Deutschland weit ersten „Christus-König-Denkmal“.
Der Standort war an der Geilenkirchener Straße schnell gefunden. Die Besitzer des Grundstückes, Familie Zentis-Daelen, stellten kostenlos ein Wiesenstück hierfür zur Verfügung. Konzerte, Wiesenfeste, Preiskegeln und Geldspenden trugen zur Umsetzung des Projektes bei. Zunächst wurde ein Entwurf gefertigt, mehrfach geändert und schließlich beschlossen. Ein ruhender, sitzender Christus sollte es werden. Die Nivelsteiner Sandwerke und die Herzogenrather Glaswerke unterstützten das Projekt großzügig mit Materiallieferungen um den Platz für das Denkmal her zu richten. Die Grundsteinlegung erfolgte am 4. August 1929. Ein Denkmal-Fond war ins Leben gerufen worden und zahlreiche Aktivitäten wurden unternommen, um das Geld endgültig für das Christus-König-Denkmal ein zu sammeln.

Kulturpartner Christus König Denkmal in Herzogenrath:

Der Bildhauer und sein Werk

Nun wurde ein Bildhauer gesucht, der das Denkmal fertigen sollte. Zahlreiche Entwürfe wurden eingereicht. Man entschied sich letztendlich für den Aachener Bildhauer und Medailleur Josef Meurisse, lebte von 1868 oder 1870 (hier liegen unterschiedliche Angaben vor) bis 1936. Nachdem mehrere gewaltige Sandblöcke der Nivelsteiner Sandwerke vor Ort gebracht und aufeinander gesetzt worden waren, begann Josef Meurisse mit seiner Arbeit Ende Mai 1930. Die Entstehung der Christus-Skulptur konnten die Bürger allerdings nur hören und nicht sehen, denn um das künftige Denkmal herum hatte man eine  Schutzhütte gebaut, so dass sie lediglich das gleichmäßige Klopfen von Hammer und Meißel vernahmen, wenn sie neugierig vor der Bretterwand standen.
Am 3. August 1930, genau 1 Jahr nach der Grundsteinlegung war es dann so weit. Mit einem großen Festakt wurde das „Christus-König-Denkmal“  feierlich enthüllt.
Im Stein ist zu lesen:
Christus Rex sum ego – Ich bin Christus der König
Seitlich angebracht sind die Namen der Gefallenen des 1. Weltkrieges dieser Gemeinde.
Das „Christus-König-Fest“ wird heute immer noch in der katholischen Kirche am Sonntag vor dem 1. Advent-Sonntag gefeiert.
Josef Meurisse hat an der Akademie der bildenden Künste in München ein Bildhauer-Studium absolviert. Bis zu seinem Tod war er als Bildhauer + Medailleur tätig.

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