Standort Deutsches Eck, Koblenz
erstellt 1897 / 1992 – 93
Künstler Bruno Schmitz  –  Architekt   /   Emil Hundrieser  –  Bildhauer   /   Raimund Kittl  –  Bildhauer, Gürtler- Ziseleurmeister
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Geschichtsträchtig – Deutsches Eck

Die heutige Form der Landspitze Deutsches Eck ist erst durch die Zuschüttung einer kleinen Hafenanlage und einer vorgelagerten Insel, bzw Sandbakn entstanden. Nach dem Tod von Kaiser Wilhelm I. hat sein Sohn und Nachfolger, Kaiser Wilhelm II. sich für diesen besonderen Standort, dem Zusammenfluß von Mosel und Rhein für ein monumentales Reiterstandbild seines Vaters entschieden. Der Name Deutsches Eck ist durch die Deutschordensritter entstanden, die hier seit einer Schenkung im 13. Jahrhundert einen Verwaltungssitz ihres Ordens , die Ballei Koblenz hatten.

Kultur-Partner „Deutsches Eck in Koblenz“

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Kaiser Wilhelm I. wird Deutsches Eck

Über eine Million Mark waren für den Bau des Denkmals mit dem Reiterstandbold des verstorbenen kaiser Wilhelm I. nötig. Der Bau dauerte von 1893 bis zur feierlichen Übergabe im August 1897. Für die gesamten Baumassnamen war der Architekt Bruno Schmitz verantwortlich, der auch die beiden anderen berühmten Reiterstandbilder des Kaisers, Denkmal Porta Westfalica und das Kyffhäuserdenkmal errichtet hat. Die Künstlerische Gestaltung des Kaisers zu Pferd wurde von dem Bildhauer Emil Hundrieser übernommen. Von nun an hieß das Kaiser Wilhelm Denkmal Deutsches Eck!

Deutsches Eck - Kaiser Wilhelm I. Denkmal Koblenz

Denkmal zur Deutschen Einheit

Das imposante Denkmal hatte eine gesamte Höhe von 37 Meter. Das Reiterstandbild aus Bronze war alleine schon etwa 14 Meter hoch. Erst kurz vor Kriegsende traf eine Granate das kaiserliche Denkmal. Acht Jahre nach Kriegsende war es Bundespräsident Theodor Heuss, der die Denkmalruine zum Mahnmal für die deutsche Einheit erklärte. Der Sockel aber blieb verweist und trug noch bis 1993 lediglich eine Fahne.

Als 1989/90 dann die Mauer fiel und die Grenzen sich öffneten, da wurden als weiteres Zeichen für die Deutsche Einheit in der rückseitigen Parkanlage drei originale Mauerelemente aufgestellt.

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Das neue Reiterdenkmal

Eine Privatinitiative Koblenzer Verleger, Anneliese und Dr. Werner Theissen, hatte den Wunsch, dass auf dem Sockel wieder das Reiterstandbild des Kaisers stehen sollte. Erst, als die Stadt Koblenz selbst Eigentümerin des Areals wurde, stimmte man der großzügigen Schenkung zu und ließ Kaiser Wilhelm mit seinem Pferd neu erstehen. In einem etwas verkleinerten Massstab konnte am 25. September 1993 die Replica des Reiterstandbildes eingeweiht werden. Mit der Realisierung der Plastik nach alten Bildern war der österreichische Bildhauer Raimund Kittl beauftragt worden. Die Metallteile, isgesamt wohl 84, entstanden in der Gießerei der Düsseldorfer Kunstakademie, dessen Leiter der Bildhauer Raimund Kittl war. Erst vor Ort wurden viele Teile dann zusammengefügt. Seitdem haben die Koblenzer wieder ihr Deutsches Eck mit dem Kaiser, das im Jahre 2002 Teil des Weltkulturerbes Oberes Mittelrheintal wurde.

Quelle u.a.:   Kaiser Wilhelm Denkmal

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