Standort Konrad-Adenauer-Ufer, Rheinanlagen, Koblenz
erstellt 11. Dezember 1861
Künstler Johann Hartung  –  Bildhauer
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Dichter Max von Schenkendorf in Koblenz

Zu Ehren des Dichters Max von Schenkendorf ließ Kaiserin Augusta in den Rheinanlagen vor ihrer Residenz ein Denkmal errichten. Der  1783 in Tilsit geborene Max von Schenkendorf studierte in Königsberg, der damals königlichen Residenzstadt in Preußen. Dies war auch die Zeit, da Napoleon sein Reich nach Osten ausweitete und Preußen zu Frankreich gehörte. Max von Schenkendorf war entschiedener Gegner und Kritiker Napoleons. Dies war auch nachzulesen in einer von Max von Schenkendorf herausgegebenen Zeitschrift, die prompt von Napoleon verboten wurde.

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Das kurze wilde Leben des Max von Schenkendorf

Der Literat Schenkendorf versuchte erneut eine Zeitschrift herauszugeben. Dies gelang ihm auch, wobei es lediglich bei einer Ausgabe blieb. Überhaupt hatte Max von Schenkendorf diverse Probleme in Königsberg. So gab es durch ihn einen Theaterskandal. Und dann war er in ein Duell verwickelt in dessen Verlauf seine rechte Hand schwer verletzt wurde. Hier gehen die Angaben zwischen einer nun nicht mehr zu bewegenden Hand bis zum kompletten Verlust auseinander. Der Liebe wegen zog es den Dichter schließlich nach Karlsruhe. Hier heiratete er die Witwe Henriette Elisabeth Barcklay. Da diese eine Tochter hatte wurde Max von Schenkendorf so zum Stiefvater.

Rheinanlagen - Max von Schenkendorf - Koblenz

Befreiungskriege gegen Napoleon

Von der Einstellung war Max von Schenkendorf immer gegen Napoleon gewesen. Daher nahm er auch an den Befreiungskriegen teil. Allerdings war er durch seine unbrauchbare rechte Hand gehändicapt. Er steuerte zur Unterstützung der Soldaten mehrere Gedichte und Kriegslieder bei. So war Max von Schenkendorf u.a. bei der Völkerschlacht beiLeipzig. Außerdem arbeitete er in Köln und Aachen für die dortigen Militärbehörden. Die Teilnahme am Krieg war um so wichtiger, als nur jemand, der daran teilgenommen hatte, anschließend weiter eine Beamtentätigkeit für den Staat ausüben durfte.

Allerding dichtete Max von Schenkendorf in dieser Zeit nicht nur Kriegslieder. Einige seiner lyrischen Texte finden sich noch heute in den Gesangsbüchern der evangelischen Kirche wieder. Eines seiner Gedichte wurde später von Johannes Brahms vertont.

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Max von Schenkendorf – letzte Jahre

Ein Jahr nach dem gewonnen Krieg bekam Max von Schenkendorf  seine letzte Tätigkeit. Er zog 1815 nach Koblenz und übte dort die Tätigkeit eines Regierungsrates aus. Als er 1817, angeblich am Tage seines Geburtstages starb, da war die spätere Kaiserin Augusta gerade 6 Jahre alt. Die Gedichte und Lieder aber überlebten Max von Schenkendorf, der gerade mal 34 Jahre alt geworden war. Sein Grab befindet sich auf dem Koblenzer Friedhof.

Büste für den Lyriker

In den Rheinanlagen von Koblenz steht seit 1861 die Büste von Max von Schenkendorf. auf einem Steinsockel mit einer Inschrift von Ernst Moritz Arndt, ebenfalls ein Lyriker und Mitstreiter aus der Zeit der Freiheitskriege gegen Napoleon.

Weiterhin ist eine Bronzerelief auf der Säule angebracht, welches u.a. eine Leier als Ausdruck für den Lyriker und Poeten zeigt. Die eigentliche Initiative zu diesem Denkmal kam von der damaligen Coblenzer Zeitung wurde aber von Augusta sehr unterstützt. Als Bildhauer wurde der Koblenzer Johann Hartung ausgewählt. Er hatte zuvor auch schon die Skulpturengruppe „Vater Rhein und Mutter Mosel“ für den Koblenzer Schlossgarten gefertigt.

Quelle u.a.:   der Baden-Badener Stadtführer

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