Standort Atscher Wald  /  Stolberg – Atsch
erstellt  
Künstler Heimatfreunde Eilendorf
Kultur-Partner Europäischer Kunsthof

Anna Gertrud Mommerz

Anna Getrud Mommerz hatte früh ihren Mann verloren. Um zu überleben, half sie Arbeitern aus Verlautenheide und Eilendorf, die in Stolberg arbeiteten, beim Tragen ihrer Sachen. Anna Gertrud war im rheinischen Sprachgebrauch ein „Mittchen“, ein verächtliches, armseliges Weib ohne Mann. Das Geld reichte ihr so gerade zum überleben. Oftmals ging sie zusammen mit ihrer Bekannten Maria Kaußen, die ebenfalls diese Arbeit, heute würde man sagen „Dienstleistung“. verrichtete. Am 30. April 1909 ging Anna G. Mommerz aber alleine, da ihre Freundin nicht am vereinbarten Treffpunkt erschienen war. Später stellte sich heraus, dass Maria Kaußen in der Nähe der späteren Mordstelle einen ihr komisch vorkommenden Mann gesehen hatte. Es konnte sogar sein, dass Maria diesen Mann bei seinem Sexualverbrechen gestört hatte. Da sie selbst erst im Winter, etwa um die Weihnachtszeit, von einem Mann sexuell belästigt worden war, ging Maria nun einen großen Umweg um dieses Waldgebiet. Anscheinend wusste Anna Gertrud Mommerz nichts von diesen Geschehnissen. So ist sie wohl dem Sexualtäter in die Arme gelaufen. Sie starb am 30.04.1909 im Atscher Wald in der Nähe der Trockenbuschschneise. Dieser Mord wurde nie aufgeklärt. Ein älteres hölzernes Mordopferkreuz wurde von den Heimatfreunden Eilendorf zum Andenken an Anna Gertrud Mommerz erneuert und befindet sich gut sichtbar unmittelbar neben dem stark genutzten Spazierweg. Ein kleiner Steg führt über den seitlichen Graben. Gegenüber bietet zudem eine Parkbank den Spaziergängern die Möglichkeit einer Pause und eines kurzen Andenkens. Informationen zu dieser Tat gibt es in den Eilendorfer Heimatblättern von 1995.

Kulturpartner Morde im Atscher Wald in Stolberg:

Maria Sturm – 150. Todestag eines Sexualopfers

Am 13. Februar 2013 jährte sich zum 150. Mal der Mord an einer jungen Frau aus Eilendorf. Die damals, im Jahre 1863, 20-jährige Maria Sturm war die Tochter des Försters Joseph Sturm, eine Familie aus Aachen-Eilendorf. Die Försterfamilie bewohnte das Forsthaus am Ortsausgang von Eilendorf gegenüber Bayerhaus. Maria hatte Freunde in Stolberg – Buschmühle. Dort ging sie oft zu Fuß hin, um gemeinsam mit ihren Freundinnen Kleidung und andere Accessoires zu nähen. Am Abend des 13. Februar war sie ebenfalls in Buschmühle. An diesem Abend kam sie nach dem gemeinsamen Nähen allerdings nicht mehr in Eilendorf an. Man fand die ermordete Maria im Atscher Wald. Sie war das Opfer eines Sexualtäters geworden. Hubert Beckers fand das alte Kreuz, das an die Ermordung erinnerte, zu Beginn der 90er Jahre zugewachsen in einer Straßenböschung. Es gibt hierzu einen Bericht in den Eilendorfer Heimatblättern von 1994. Die Täter sind längst verstorben! Angehörige, Freunde und eventuell direkte Zeugen wird es ebenfalls nicht mehr geben. Aber!…. gibt es vielleicht doch noch Hinweise, die etwas Licht ins Dunkel dieser Taten bringen?

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Fahndungsaufruf

Beide Täter dieser Morde sind längst verstorben! Angehörige, Freunde, Nachbarn und eventuell direkte Zeugen wird es ebenfalls nicht mehr geben. Aber!…. gibt es vielleicht doch noch Hinweise, die etwas Licht ins Dunkel dieser Taten bringen, wie ein hinterlassenes Tagebuch, einen Brief oder auch nur eine mündliche Überlieferung?

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