Standort Stolberg – Mühle, Rathausstr. / Salmstr. / Jordanstr.
erstellt 2005
Künstler Matthias Peters – Kunst- und Kupferschmiedemeister
Kultur-Partner Europäischer Kunsthof

Ständebäume

„Ständebäume“ – Dies waren vorwiegend aus Holz gefertigte und einem Baum ähnelnde Holzmasten mit anhängenden geschnitzten Motiven der verschiedenen Handwerke, Stände, in einem Ort. In späterer Zeit wurden diese Ständebäume auch vielfach aus Metall hergestellt. Noch heute sind derartige Ständebäume in vorwiegend ländlichen Regionen und kleineren Gemeinden zu finden. Oftmals stehen sie gut sichtbar auf größeren Plätzen in der Dorfmitte. Jeder Stand, Handwerksberuf, ist dort mit einem eigenen Motiv vertreten. Vor allem in Großstädten ist diese berufliche Darstellung weitestgehend verschwunden. Es gibt mittlerweile zu viele Berufe, als dass diese sich an einem Baum, bzw. Mast, noch großformatig darstellen ließen. Historische Ständebäume zeigen zumeist alte traditionelle Berufe vergangener Jahrhunderte.

Kulturpartner Ständebaum in Stolberg:

Wer erkennt die meisten Motive?

Der Stolberger Künstler und Schmied Matthias Peters, gestorben 7. Okt. 2007,  nahm sich der Thematik des Ständebaumes an. Er erschuf dieses Kunstwerk, dass 2005 im Stadtteil Mühle aufgestellt wurde natürlich aus Metall. Er hat sich hier für die Grundstruktur eines richtigen Baumes entschieden. An den Ästen und Verzweigungen hängen die verschiedensten Symbole und Accessoires, von denen unterschiedliche Berufe abgeleitet werden können. Die klassischen Handwerksberufe sind hier ebenso vertreten, wie eine Vielzahl moderner Berufe. So findet man ein Handy, Kamm und Schere, ein TAXI-Schild und einige mehr. Selbst der beliebte alte deutsche Pfennig hängt an einem Ast Ein sicher schönes Spiel, sich den Ständebaum einmal genauer zu betrachten. Um aber wirklich alle Berufe unterbringen zu können, entschied sich der Künstler, den Stamm des Baumes komplett zu nutzen. Ungezählte Metallplaketten sind rund um den Stamm angebracht. Hier sind die Namen eines Großteil der Stolberger Firmen zu finden.

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Matthias-Peters-Gedächtnis-Pokal für Schmiede

Matthias Peters, Schmied und Metallkünstler, starb im Oktober 2007. Er war für die Metall verarbeitende Kupferstadt Stolberg ein Aushängeschild. Das wiederkehrende Kupfermeistertreffen auf der Stolberger Burg geht auf seine Initiative zurück und findet 2012 zum 5. Mal statt. Gleichzeitig wird unter jungen Schmieden wiederholt der „Matthias-Peters-Gedächtnis-Pokal“ sozusagen „ausgeschmiedet“. Matthias Peters ist Mitbegründer des „IFGS“, „Internationalen Fachverbandes gestaltender Schmiede“, war Präsident und Vize-Präsident dieses Verbandes. Seit 1996 gibt es auf seine Initiative hin im Oberbayerischen Kolbermoor ein regelmäßiges Schmiedetreffen und er hob ebenso den „Ring der europäischen Schmiedestädte“ mit aus der Taufe. Zusammen mit seinem Freund, Mitstreiter, aber auch Mitbewerber Manfred Bredohl, Kunstschmied aus Aachen, siehe Friedensbrunnen Theaterstraße, war Matthias Peters Urheber einer ganzen Generation gestaltender Schmiede in der Regio Aachen. Beide Künstler starben viel zu früh an einer Krebserkrankung. Matthias Peters hat einige Kunstwerke im öffentlichen Raum in Stolberg hinterlassen. Ein weiteres wichtiges Denkmal ist sicherlich das „Swastika-Mahnmal“ auf dem Gelände des Museum „Zinkhütter Hof“

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